Teambuilding – Produktiver bei gutem Arbeitsklima 

So lässt sich die Welt verändern

Team – Zusammen erreichen alle mehr.  Nun brauchen Sie nur noch eines: Ein gut eingespieltes Team. Das Teambuilding scheint tatsächlich der Schlüssel zur dauerhaften Mitarbeitermotivation zu sein. Doch stimmt es wirklich, dass ein Teambuilding die Produktivität steigern und Krankenstände reduzieren kann? Woher kommt dieses Wundermittel und welche Teambuilding-Maßnahmen gibt es?

In unserem Beitrag finden Sie Antworten zu Fragen wie: 

Was ist Teambuilding?
Woraus entstand das Teambuilding?
Hindernisse für die Planung eines Teambuildings
Was soll durch ein Teambuilding konkret verbessert werden?
Welche Vorteile bringt ein Teambuilding für ein Unternehmen?
Welche Vorteile bringt ein Teambuildings für Mitarbeiter/innen?
Ungewöhnliche Teambuilding-Maßnahmen

Was ist Teambuilding?

Teambuilding ist eine Tätigkeit, die alle Teammitglieder gemeinsam unternehmen. Sinn und Zweck der Aktion soll die Stärkung und der Zusammenhalt des Teams sein.

Es eröffnet die Möglichkeit, sich außerhalb der gewohnten Arbeitsroutine kennenzulernen. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um ein riesiges Outdoor-Event oder ein kleines Indoor-Happening handelt.

„Experience connects.“

Woraus entstand das Teambuilding?

Bruce Tuckman hat bereits im Jahr 1965 ein Model für die Teamentwicklung angefertigt. Das Model beschreibt vier Phasen der Entwicklungsschritte für Gruppen.

Die erste Phase nennt er „Forming“. In dieser Phase geht es ums Kennenlernen. Die Gruppenmitglieder beschnuppern sich erst einmal vorsichtig.

Die zweite Phase nach Tuckman heißt „Storming“. In diesem Stadium erkennen die Teammitglieder langsam mit wem sie gut können und mit wem es Reibungspotential gibt. Oftmalig erkennt man dadurch bereits Konflikte und Spannungen.

Die “Norming”-Phase ist die Stufe drei der Entwicklung. Die Zusammenarbeit wird produktiv. Richtlinien und Prozesse, nach denen sich das Team richten möchte, entstehen.

Die vierte Stufe der Teamentwicklung nennt sich Perfoming-Phase oder Hochleistungsphase. Das Team hat sich zusammengerauft und arbeitet nun lösung-, und zielorientiert.

Eine fünfte Phase wurde 1977 hinzugefügt. Dieses Stadium beschreibt die Teamauflösung. Sie betrifft Teams, die für einen begrenzten Zeitraum und für ein bestimmtes Projekt zusammenarbeiten. Es ist die Adjourning-Phase.

Hindernisse bei der Planung eines Teambuildings 

Die schwierigste Phase des Teambuildings ist die Planung. Mit ihr steht und fällt alles. Deswegen ist es hilfreich, sich im Vorfeld mit folgenden Hindernissen auseinanderzusetzen.

Seien Sie sich bewusst, dass ein Teamevent keine Mediation ist. Tieferliegende Konflikte oder Spannungen können dadurch wahrscheinlich nicht beseitigt werden. Diese Events sollten deshalb auch regelmäßig stattfinden. In erster Linie sollen sie Abwechslung vom Arbeitsalltag bieten und durch positive Erfahrungen den Teamspirit stärken.

Achten Sie bei der Planung auch auf Einschränkungen ihrer Mitarbeiter/innen. Für Teammitglieder mit Kindern kann die Teilnahme an einem mehrtägigen Teamevent schwierig sein. Termine wie Schuleinschreibung, Beginn der Sommerferien oder Feiertage mit verbundenen Fenstertagen sind dabei nicht ideal.

Nach dem Event ist eine Feedbackrunde wichtig. Holen Sie die Meinung der Teilnehmenden zum Teamevent und zu den Teambuilding-Maßnahmen ein. Dies hilft Ihnen bei der Planung des nächsten Teambuildings.

Behalten Sie ein paar Überraschungen für sich. Grundsätzlich sollte die Teilnehmenden von Beginn an mit in die Planung des Teamevents einbezogen werden. Holen Sie sich Teambuilding Ideen von Ihrer Belegschaft. Konstruktive Beiträge sind Ihnen sicher. Außerdem kristallisiert sich heraus, was der Mehrheit gefallen würde. Definieren Sie ein klares Ziel.

Unser TIPP: Trotz spaßigen und entspannten Zusammenseins, sollte man nicht vergessen, dass man nach dem Eventtagen mit der Kollegschaft, Abteilungsleiter/innen, Teamleiter/innen und Chefitäten wieder am Arbeitsplatz sitzt.

Teambuilding-Maßnahmen

Was soll durch ein Teambuilding konkret verbessert werden?

Grundsätzlich geht es darum, die Kommunikation und das Vertrauen zwischen den Teammitgliedern zu fördern. Der zwischenmenschliche Bereich muss ausgewogen und stabil sein. Reibereien sollen vermieden werden.

„Communication & trust connect.“

Auch für die Führungsebene ergibt sich durch das Teambuilding die Möglichkeit, die interne Kommunikation zu verbessern. Der offene und respektvolle Dialog kann hierarchische Spannungen lösen.

„Openness & respect connect“

Das Teambuilding ist die Gelegenheit, die Arbeitnehmer/innen näher an die Philosophie des Unternehmens heranzuführen. Werte stehen dabei an erster Stelle. Die Angestellten sollen die Unternehmenswerte schließlich nach außen tragen.

„Values connect.“

Eine weitere wichtige Teambuilding-Maßnahme ist Ihre Wertschätzung. Es soll ein lockeres Teamevent sein, doch Sie werden feststellen, dass ein Halbtags- oder gar Ganztagsseminar den Teilnehmenden einiges abverlangt. Ohne deren aktive Mitarbeit, offene Kommunikation und Anstrengung kann so ein Teamevent nicht umgesetzt werden. Belohnen Sie Ihr Team, das fördert gleich wieder die Arbeitsmotivation und Mitarbeitermotivation.

„Appreciation connects.“

Welche Vorteile bringt ein Teambuilding für ein Unternehmen?

Ein erfolgreiches Teambuilding hat Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Teilnehmenden fühlen sich näher. Näher an den Kolleginnen und Kollegen und näher am Unternehmen.  Das Gefühl der Zugehörigkeit ist es auch, das in so machen Fluktuationsstatistiken den Unterschied macht. Die Unternehmensfamilie fördert die Mitarbeiterbindung.

Teambuildings tragen dazu bei, dass die Teammitglieder die Stärken und Schwächen des jeweils anderen kennen. Stärken können so effektiv eingesetzt werden.

Durch die Unterstützung des Teams können Schwächen bearbeitet und verbessert werden. So wird die Effizienz und die damit verbundene Produktivität gesteigert. Das wirkt sich positiv auf das Unternehmen aus.

Wie sich gestresste Mitarbeiter/innen auf Projekte auswirken, wissen Sie natürlich. Ihre Kundschaft merkt es, wenn ihr/e Ansprechpartner/in gestresst ist und bezieht das häufig auf ihr Anliegen. So können kleine Feuer ungewollt in Feuerstürme ausarten.

Teilnehmer/innen von Teamevents können durch erlernte Tools (Stressmanagement, Konfliktmanagement, Techniken zur Entspannung) einfach in ihrer Mitte zu bleiben. Das wirkt sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus.

Welche Vorteile bringt ein Teambuilding für Mitarbeiter/innen?

Ein Teambuilding soll den Beschäftigten Spaß machen. Spaß hat den positiven Nebeneffekt, dass man sich entspannt und Stress abbaut. Nach einem Teamevent kann man motivierter an den Arbeitsplatz zurückkehren.

Die Eckpfeiler für Zusammenhalt sind Respekt und Vertrauen.  Durch ein Teambuilding werden Werte vertieft und weiterentwickelt. Dabei profitieren nicht nur die Teammitglieder untereinander. Die berufliche Beziehung von Teammitgliedern und  Führungskräften werden gestärkt.

Die Kommunikation kann durch ein Teambuilding verbessert werden. Das bedeutet, dass das Team die Fähigkeit entwickelt, klare gemeinsame Ziele festzulegen. Ziele werden durch aufmerksames Zuhören, offene Kommunikation, konstruktive Kritik und wertschätzende Zusammenarbeit definiert.

Sie haben Lust auf ungewöhnliche outdoor Teambuilding-Maßnahmen? 

Das Angebot an Teambuilding-Maßnahmen ist praktisch unbegrenzt. Ob Sommer oder Winter, indoor oder outdoor, wir haben für euch ein paar ungewöhnliche Teambuilding Maßnahmen zusammengefasst.

Ein Teambuilding Idee die uns als äußerst ungewöhnlich erschien, war das gemeinsame Auto zertrümmern. Moment, Moment! Falls Ihr Team sich gerade auf den Weg zum Parkplatz aufmachen will: gemeint ist dabei ein organisiertes Teamevent vom Profi. Betreuung, Equipment, Werkzeug und Schutzausrüstung sind dabei Pflicht.

1-2 Stunden lang haben Ihre Mitarbeiter/innen bei diesen Teambuilding-Maßnahmen die Möglichkeit, Schrottautos ein neues Aussehen zu verpassen. Im Vordergrund stehen dabei die (wahrscheinlich) einmalige gemeinsame Erfahrung, Stressabbau und natürlich der Spaß.

Eine weitere interessante Teambuilding Maßnahme ist das Krimi-Dinner. Diese Teambuilding Idee ist für diejenigen, die es lieber etwas ruhiger angehen möchten.  Während einem mehrgängigen Dinner stellt sich Ihr Team einer Herausforderung der besonderen Art. Ein Mordfall muss geklärt werden.

Je nach Anbieter können geübte Schauspieler/innen sogar ausgesuchte Teammitglieder oder gar Führungskräfte in die Handlung verwickeln. Bei dieser Teambuilding-Maßnahme werden das Teamwork und die Teamkommunikation gefördert.

Die letzte Teambuilding-Maßnahme ist österreichisch. Alpen-Gaudi-Olympiade. Dafür braucht man keine Vorkenntnisse. Einzig und allein gutes Schuhwerk. Gemeinsam wandert man auf die Alm.

Dort muss sich das Team bei der Alpen-Gaudi-Olympiade beweisen. Von Schubkarren-Rennen über Wettmelken bis hin zum Bauen einer Vogelscheuche ist alles dabei. Nach spannendem Teamwettkampf folgt die Siegerehrung und eine wilde Scheunen-Almparty.

Teambuilding Tipps

Oder doch lieber indoor Teambuilding Maßnahmen? 

Die nächsten Teambuilding Spiele können Sie gleich testen. Was Sie dazu brauchen und wie das Spiel funktioniert, haben wir zusammengefasst.

Einfach zombimäßig ist die erste unserer Spielanleitungen

Das wird dafür gebraucht: Ein Seil, ein Schlüssel und Puzzles oder Rätsel.

So wird’s gemacht: Ihr Team versammelt sich in einem Konferenz- oder Meetingraum. Stühle, Tische oder sonstiges Mobiliar sollte daraus entfernt sein. Der Raum wird danach abgesperrt.

Wählen Sie 2 Teammitglieder für die Zombie-Rolle aus. (Aufgabe: Stöhnen, knurren, unkoordinierte Bewegungen. Was Zombies so tun eben) Zombies werden in einer Ecke des Raumes festgebunden mit einem Spielraum von eineinhalb Metern.

Alle 5 Minuten wird das Seil um einen Meter verlängert.

Das restliche Team  muss ein Puzzles oder Rätsel lösen, um den versteckten Schlüssel zu finden und aus dem Raum „fliehen“ zu können.

Diese Teambuilding-Maßnahme fördert die kreative Problemlösung und das Teamwork.

Einfach nur lecker, diese Teambuilding Maßnahme

Das wird dafür gebraucht: 20 rohe Spaghetti, 1 Rolle Klebeband, 1 ein Meter lange Schnur und ein Marshmallow für jedes Team

So wird’s gemacht: Die Aufgabe ist es, aus diesen Dingen einen Turm zu bauen.

Der Turm soll 5 Sekunden, ohne das er gestützt wird, stehen bleibt. (Also niemand darf ihn festhalten und er darf nirgends angelehnt werden.)  Für eine andere Version könnte man jedem Team eine ganze Marshmallow Tüte geben. Dann ginge es darum, am schnellsten einen Turm mit den Utensilien zu bauen.

Diese Teambuilding-Maßnahme fördert ebenfalls die kreative Problemlösung und das Teamwork.

Nichts für schwache Nerven ist diese indoor Teambuilding Idee

Das wird dafür gebraucht: Ein Seil, Klebeband

So wird’s gemacht: Kleben Sie eine Fläche auf dem Boden ab. Die Form spielt dabei keine Rolle. Dann soll sich das Team in die Mitte der Fläche stellen.  Dann verkleinern Sie langsam die Fläche. Die Teammitglieder müssen einen Weg finden, alle auf der kleiner werdenden Fläche zu bleiben.

Fazit

Ein Team, das sich gut kennt, sich mit Respekt behandelt, offen kommuniziert und vertraut, wirkt sich ohne Frage auf das Unternehmen aus. Sind die Mitarbeiter/innen motiviert, steigt die Produktivität. Die Fluktuation kann nachlassen und Krankenstände können sich reduzieren. Teambuilding verbindet Leute und stärkt Unternehmen.

Hitze im Büro – Abkühlung schaffen

Bei Hitze im Büro einfach mal an den See fahren? Den heißen Arbeitsplatz hinter sich lassen? Klingt verführerisch oder?  Leider ist der Gedanke zu schön, um wahr zu sein.

Auch bei 35 °C gibt es in Österreich für Arbeitnehmer/innen kein hitzefrei. Gesetzlich gibt es keine Basis, die es erlauben würde, bei extremer Hitze im Büro einfach zu schwänzen.  Hier erfährst du, wann der Arbeitgeber handeln muss und welche Tipps und Tricks dir bei Hitze im Büro Abkühlung verschaffen.

Pflichten der Arbeitgeber bei Hitze im Büro?

Österreichs Arbeitnehmer/innen haben keinen gesetzlichen Anspruch auf „hitzefrei“. Der Arbeitgeber ist allerdings verpflichtet, auf die Gesundheit seiner Beschäftigten zu achten. Dies wird Fürsorgepflicht genannt. Der Arbeitgeber muss bei extremer Hitze im Büro eingreifen und alle Maßnahmen, die ihm möglich sind, ergreifen, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Die kann von baulichen Maßnahmen über Lockerung des Dresscodes bis hin zur Homeoffice-Verordnung alles sein.

Regelungen für Hitze im Büro?

Sitzt man zum Beispiel im Büro, sollte die Raumtemperatur bei vorhandener Klimaanlage zwischen 19  und 25 °C liegen. Hier gilt es zu beachten, dass die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 70 % liegen sollte.

Gibt es keine Klimaanlagen, muss der Arbeitgeber Möglichkeiten finden, um die Temperatur in den Räumlichkeiten zu senken. Es könnte zum Beispiel nachts gelüftet, Jalousien an den Fenstern angebracht und Ventilationen zur Verfügung gestellt werden, oder man könnte alkoholfreie Getränke kostenlos anbieten. Maschinen oder Lichtspots, die Wärme abstrahlen, müssen abgeschirmt werden.

Zusätzliche Details unter: § 28 Arbeits­stätten­verordnung (AStV)

Interessant zu wissen: Regelungen für den Bau

Bauarbeiter haben seit 1. Mai 2019 eine Neuregelung. Laut dem Bauarbeiter-Schlecht­wetter­entschädigungs­gesetz (BSchEG) darf, ab 32,5 °C die Arbeit draußen eingestellt werden, wenn kein anderer Alternativarbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Entschieden wird dies vom Arbeitgeber.

Wie reagiert unser Körper auf Hitze?

Grundsätzlich hält der Mensch stetig seine Kerntemperatur bei 37 °C.  Ohne Abkühlung beginnen wir bei sommerlichen Temperaturen zu schwitzen. Eigentlich eine brillante Eigenschaft, denn das ist unsere körpereigene Klimaanlage. Durch das Schwitzen versucht unser Körper uns zu kühlen. Dabei verlieren wir aber Flüssigkeit und Mineralien, was wiederum bedeutet, dass wir mehr trinken müssen. Doch bei extremer Hitze nehmen Konzentration und Leistungsfähigkeit physisch und psychisch ab. Als Folge können sich häufiger Fehler einschleichen und das Unfallrisiko kann sich erheblich steigen.

Was sind die Gesundheitsrisiken bei extremer Hitze im Büro?

Bei besonders hohen Temperaturen ist der Körper extrem belastet. Er verliert durch das viele schwitzen Flüssigkeit und Salze. Kann der Körper die Temperatur nicht mehr richtig regulieren, ist durchaus das Risiko von Hitzeschäden gegeben. Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und sogar der Hitzeschlag sind dann möglich.

Was ist ein Sonnenstich?

Werden keine Maßnahmen zur Abkühlung bei Hitze im Büro getroffen, kann es zu einer Reizung der Hirnhaut oder des Hirngewebes durch Überhitzung des Kopfes kommen. Direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf oder Nacken können ihn auslösen.

Kopfschmerzen, Unruhe, Erbrechen und Übelkeit sind symptomatisch dafür. Gibt es solche Anzeichen, sollten Betroffene sofort aus der Sonne und den Kopf kühlen. Feuchte Tücher oder kalte Duschen sind hier hilfreich.

Was ist der Hitzeschlag?

Oft wird der Hitzeschlag mit einem Sonnenstich verwechselt. Dies kann allerdings verheerend sein und lebensbedrohlich werden.

Grundsätzlich wird der Hitzeschlag bei physischer Überlastung ausgelöst. Oft trifft es Personen, die sich über einen längeren Zeitraum in extrem heißen, schlecht gelüfteten Räumen aufhalten.

Kommt es zu keiner Abkühlung oder Frischluftzufuhr, kann es zu Krämpfen, Halluzinationen und Bewusstseinstrübung kommen. Typische Symptome für einen Hitzeschlag. Die Körper heizt seine Kerntemperatur auf bis zu 40 °C auf, was gefährlich werden kann.

Hier sollte der Notarzt schnellstens verständigt werden.

Arbeiten bei Hitze

Was ist die Hitzeerschöpfung?

Ebenfalls eine Folge von extremer Hitze im Büro ist die Hitzeerschöpfung. Dadurch kann es zu einem hohen Verlust von Flüssigkeit und Salzen kommen, was zur Hitzeerschöpfung führt.  Dehydration, Fieber, Schwindel, Atemnot und Frösteln sind häufige Symptome.

Wie kann man sich bei Hitze im Büro Abkühlung verschaffen?

Dem frühen Vogel ist bestimmt nicht heiß

Wenn du zu den glücklichen Gleitzeit-Angestellten gehörst, geh an heißen Tagen so früh wie möglich ins Büro. So bist du, wenn es unerträglich heiß wird, bereits auf den Weg nach Hause oder zum See. Man könnte mit seinem Arbeitgeber auch vereinbaren, dass man die heißen Nachmittagsstunden von zu Hause aus arbeitet.

„Zieht euch warm an“

Versuche  luftige, atmungsaktive, helle Kleidung zu tragen. Achte am besten beim Kauf schon darauf, dass du natürliche Stoffe wie Baumwolle, Seide Viskose, Tencel oder Lyocell kaufst. Hände weg von Kunstfasern.

Gut zu wissen: Temperaturen um die 30 °C lassen auch gestandene Manager von Flip Flops und Bermudashorts träumen. Doch wie ist das eigentlich, sind Flip Flops und Shorts bei Hitze im Büro erlaubt?

Banken, Notare, Ämter? Wäre doch amüsant, wenn der/die Bankberater/in euch plötzlich im Hawaihemd und Shorts begrüßt. Leider gibt es in den meisten Firmen einen indirekten Dresscode, der das verbietet.

Empfehlung:  Frauen sollten trotz Hitze im Büro nicht in knappen Tops oder kurzen Röcken erscheinen. Bauchfrei und Schulterfrei sind absolute No-Go´s. Oberteile sollten zumindest einen Ärmelansatz haben. Röcke oder Kleider sollten mindestens knielang und Hosen knöchellang sein. Luftige Schuhe sind erlaubt, sollten aber unbedingt dezent und elegant sein. Wer sicher gehen will, kann beispielsweise Ballerinas aus leichtem, luftdurchlässigen Material tragen.

Männer sind bei der Kleiderauswahl ganz klar im Nachteil. Lange Hosen und Hemd müssen immer getragen werden. Selbst kurzärmlige Hemden sind nicht überall gern gesehen.

Grundsätzlich ist bei Hitze im Büro die Kleiderordnung von Branche zu Branche und den Positionen, die besetzt werden,  unterschiedlich. Wer sich beim Dresscode nicht sicher ist, sollte sich Vorgesetzten erkundigen, was erlaubt ist. Das Interesse am Firmenimage ist wiederum ein Pluspunkt für dich.

Das kleine Lüftchen

Damit es nicht zu extremer Hitze im Büro kommt,  sollte man morgens stoßlüften und ab dann Jalousien und Fenster geschlossen halten. Auch das Lüften über Nacht ist eine gute Option, allerdings nicht in allen Büros umsetzbar. Bei klimatisierten Büros ist darauf zu achten, dass sich die Temperaturen innen und außen nicht extrem voneinander unterscheiden, sonst kann man sich leicht Erkälten.

Ventilatorenkämpfe

Kann man der Hitze im Büro nicht mit der Klimaanlage den Kampf ansagen, kann man auf Ventilatoren zurückgreifen.  Wichtig ist hier die richtige Ausrichtung. Ist der Luftstrom direkt aufs Gesicht gerichtet, kann das zu Kopfschmerzen, Verspannungen und kleinen Erkältungen führen. Also achte darauf, den Ventilator mit genügend Abstand auf den Oberkörper auszurichten.

Lass dein Essen abnehmen

Bei Hitze im Büro wird unser Körper sehr belastet. Der Blutdruck steigt, unser Stoffwechsel verlangsamt sich und unser Kreislauf kann Probleme machen. Intuitiv verzichten deshalb viele Menschen an heißen Tagen schon auf fettige oder deftige Speisen. Auch leichte Speisen können zur Abkühlung beitragen.

 

 

Gut zu wissen: Unser Körper besteht, je nach Alter, zu 65 % aus Wasser. Darin sind verschiedene Salze enthalten, die unser Körper braucht, damit er reibungslos funktionieren und Prozesse reibungslos ablaufen können. Wer also in der heißen Jahreszeit unter Kreislaufproblemen leidet, darf seine Speisen ruhig ein wenig nachsalzen.

Tierisch inspiriert

Eine Atemtechnik im Yoga heißt Sitali. Wenn man sie richtig macht, soll sie eine kühlende Wirkung haben. Wie funktioniert das kühlende Atmen also? Ganz einfach, man rollt die Zunge seitwärts zusammen, dann streckt sie nach außen und atmet langsam und gleichmäßig ein. Und über die Nase wieder aus. Das wiederholt man einige Minuten. Der zweite positive Effekt neben der Abkühlung ist die mentale Entspannung.

Lass dir öfter das Wasser reichen

Unser Körper besteht fast bis zu 70 % aus Wasser. Es ist wichtig für unsere Zellen, den Nährstoff-, und Abtransport und es hilft auch bei der Abkühlung unsere Körpertemperatur. Logisch also, dass wir an heißen Tagen unseren Flüssigkeitshaushalt mindestens 2-3 Liter Wasser, gewässerte Obst-, oder Gemüsesäfte oder ungesüßte Tees, zuführen müssen. Gehörst du allerdings wie ich zu den Personen, die generell zu wenig trinken, hilft es flüssigkeitsreiche Lebensmittel zu essen. Richte dir kleine Snacks mit beispielsweise Gurken, Melonen, Tomaten.

Gut zu wissen: Obwohl heiße Tage dazu verleiten, sich auf eiskalte Getränke zu stürzen, sollte man dies vermeiden. Tun wir es doch, braucht unser Körper viel Energie um eiskalte (oder sehr heiße) Getränke unserer Körpertemperatur anzupassen. Durch diesen Prozess arbeitet unser Körper ungewollt wieder auf Hochtouren, was uns dann wieder zum Schwitzen bringt.

Entgegen so mancher Meinung, sollte man auch nicht zu viel trinken. Laut der deutschen Gesellschaft für Gesundheit kann das dazu führen, dass das Blut stark verdünnt wird und der Salzgehalt sinkt. Nieren-, Herz-und Leberpatienten sollten drauf ganz besonders achten.

Hitze bei der Arbeit

Einfach cool blieben

In manchen Büros ist es möglich und erlaubt, dass man sich einen Eimer (und Handtuch, sonst gibt eine Sauerei, von zu Hause mitnimmt) mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch stellt und sich so über die Füße Abkühlung verschafft.

Hilfreich ist es auch, sich kaltes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen. Kühlende Tücher in Nacken oder Handgelenks-, und Wadenwickel funktionieren ebenfalls gut.

Gut zu wissen: Für besonders heiße Tage empfiehlt sich in die Schale mit Wasser auch Eiswürfel und 2 Tropfen Pfefferminzöl zu tropfen. Tauch das Tuch ins Pfefferminzwasser und tupf damit Stirn und Nacken ab. Warte einige Minuten und wische, wenn notwendig, auch über deine Arme. Danach warte wieder einige Minuten und wische bei Bedarf auch über deine Beine.

Hitze im Büro: Erfrischungsspray selbst gemacht

Eine wunderbare Idee sind auch selbstgemachte Erfrischungssprays. Dazu brauchst du eigentlich nur eine Sprühflasche und je nachdem, wie aufwendig du dein Spray machen möchtest, weitere Zutaten.

Unser Erfrischungsspray Rezept:

  • 2 Beutel Pfefferminze
  • 1 Tasse Wasser
  • 3-4 EL Kokosmilch
  • Zerstäuber Fläschchen (wir empfehlen eines aus Glas)

Koch das Wasser auf und gieß es über die Beutel Pfefferminztee. Danach lass ihn 30 Minuten ziehen. Entferne die Beutel aus dem Wasser und stellt die Tasse in den Kühlschrank. Ist der Tee eiskalt, kannst du die Kokosmilch hinzufügen. Verrühre beides gut und fülle die Flüssigkeit in die Sprayflasche. Fertig. Im Kühlschrank ist das Erfrischungsspray bis zu 14 Tage haltbar.

Erfrischende Alternativen zu Pfefferminztee kann grüner Tee aber auch Melisse- oder Zitronenmelisse sein. Schwitzt du sehr stark, hilft Salbei.

Kühlmatten

Wer sich komplett ohne Aufwand Abkühlung verschaffen will, sollte sich eine Kühlmatte besorgen. Die haben den Vorteil, dass sie nicht vorgekühlt werden müssen oder Strom brauchen. Es gibt sie in verschiedenen Größen und unterschiedlichen Einsatzbereiche. Ihr Innenleben ist mit einem Gel gefüllt, das erst kühlt, wenn es belastet (Gewicht) wird. Zum Regenerieren muss sie nur einige Zeit in den Schatten gelegt werden.

Kühler Kopf

Ein weiterer „Geheimtipp“ für heiße Tage ist Teebaumöl. Man kann ein paar Tropfen (Ätherische Öle sind sehr konzentriert und können allergische Reaktionen auslösen. Weniger ist in diesem Fall mehr) ins Shampoo geben. So bleibt eure Kopfhaut kühl.  Noch ein Mittel zur Abkühlung ist Tigerbalsam. Achtung, es gibt ihn wärmend und kühlend. Er wirkt auch gegen Kopfschmerzen und wird auf sparsam auf Schläfen, Handgelenke oder Nacken aufgetragen.

Verborgene Wärmequellen abschalten

Heiße Luft kommt nicht nur von außen ins Büro, nein, auch verborgenen Wärmequellen am Arbeitsplatz heizen den Raum zusätzlich auf. Elektronische Geräte strahlen sehr viel Wärme ab. Schaltet also ab, was nicht gebraucht wird.

#just three funny (nicht ganz ernst gemeinte) hacks 

 

#1: Mehr Arbeitsplätze für Praktikantinnen und Praktikanten

In früheren Zeiten mussten Sklaven ihren Herrschern mit großen Fächern Luft zu wedeln. Man könnte die ägyptische Klimaanlage in die Neuzeit integrieren. Dies würde sogar neue Arbeitsplätze schaffen.  Praktikantinnen und Praktikanten könnten im Schichtbetrieb in jedem Büro stehen und den Angestellten Luft zufächeln.

#2: Brachliegende Ressourcen nutzen 

Die Sonne strahlt unbarmherzig durch die Bürofenster? Dann sollte brachliegende Ressourcen genutzt werden. Um eine flächendeckenden Abkühlung bei Hitze im Büro für wirklich alle Beschäftigten zu erreichen, sammelt man alle Feuerzeuge der Raucher/innen ein.  Diese nutzt man abwechselnd, um die Sprinkleranlage zu aktivieren. Die bratenden Belegschaft wird sich darüber bestimmt sehr freuen.

#3: Sei sozial

Wie soll das nun bei Hitze im Büro helfen?  Zuerst geht ihr an euren Kleiderschrank. Nehmt alles raus und werft es in einen Karton, auch das, was ihr gerade tragt. Dann schnappt ihr euch den Karton, fährt oder geht damit zur nächsten Kleidersammelstelle und gebt alles ab. Danach geht ihr zur Arbeit. Der „completely-nude-style“ verschafft euch nicht nur gesellschaftliches !An!sehen, sondern auch ein wenig Abkühlung bei Hitze im Büro.

Fazit

Nun mal Spaß beiseite. Österreichs Arbeitsrecht sieht zwar kein Hitzefrei vor, fordert Arbeitgeber aber auf,  alle ihm möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsräume auf zumutbare Temperaturen zu regulieren. So werden Gesundheitsrisiken bei Hitze im Büro minimiert.

Hilfe bei der Berufsorientierung – Lehre oder Studium? Wo sind die Jobchancen besser?

Die Berufsorientierung ist vor allem für junge Menschen nicht einfach. Viele fragen sich, wie es für sie nach der Schule weitergehen soll. Welcher Beruf ist der richtige für mich? Was interessiert mich denn überhaupt? Für welchen Beruf bin ich geeignet?

Diese und andere Fragen stellen sich Jugendliche vor ihrem Einstieg in das Berufsleben. Bevor man sich aber für einen Beruf entscheiden kann, muss man sich über seine Stärken und Schwächen im Klaren sein. Denn erst wenn man sich für einen Beruf entschieden hat, kann man planen, wie es nach der Schule weitergehen soll. Wird man eine Lehre absolvieren oder die Ausbildung mit einem Studium fortsetzen? Hier bekommst du Tipps für die Berufsorientierung. Wir zeigen dir die Vorteile einer Lehre sowie die des Studiums und informieren dich über die Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten.

 

Du erfährst mehr über:

 

Warum ist Berufsorientierung wichtig?

Welche Berufe gibt es? Welcher Beruf passt am besten zu meinen Interessen? Soll ich eine Lehre antreten oder doch studieren? Der Schulabschluss rückt immer näher und die Fragen werden immer mehr. Denn nach der Schule stehen dir viele unterschiedliche Wege offen. Genau aus diesem Grund ist eine gute Berufsorientierung wichtig. Denn hast du dich erst einmal orientiert und weißt, wohin es für dich gehen soll, dann lässt du dich von den vielen Optionen nicht mehr verunsichern.

 

Für die Berufsorientierung gibt es viele unterschiedliche Angebote. Wir empfehlen dir aber, bei dir selbst zu starten, denn es gibt auch viele Möglichkeiten, wie du dir selbst klarmachen kannst, welche Berufe zu dir passen könnten. Daher haben wir hier sechs Tipps für die Berufsfindung für dich:

  • Analysiere deine Hobbys und Interessen

Das allerwichtigste an einem Beruf ist, dass er dir Spaß macht. Daher ist es gut, erstmal bei deinen Interessen und Hobbys zu starten. Was macht dir Spaß? Interessierst du dich sehr für Mathematik und Zahlen? Bist du gerne in der Natur? Außerdem können deine Hobbys und Interessen auch schon Auskunft über deine Stärken und Schwächen geben.

  • In welchen Schulfächern warst du besonders gut? Wo hast du dir leichtgetan?

Wie bereits deine Interessen und Hobbys geben dir auch die Schulfächer Informationen darüber, welche Berufe zu dir passen könnten. Hier zählen aber nicht nur die Noten. Du sollst vor allem darauf achten, welche Fächer dir Spaß gemacht haben und wo dir das Lernen leichtgefallen ist.

  • Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?

Eine Liste über deine Stärken und Schwächen gibt dir eine gute Richtung vor, welche Berufe für dich passen könnten. Dabei kannst du dir Hilfe von deinen Eltern und deinem Freundeskreis holen. Diese sehen dich meist anders, als du dich selbst und können dich gut einschätzen.

  • Sammle praktische Erfahrung und gewinne Eindrücke aus den Arbeitsalltag

Mit Hilfe von einem Praktikum kannst du wirklich gut einschätzen, ob dir ein Beruf liegt. Wenn du bereits ein paar Praktika gemacht hast, erstell davon eine Liste. So hast du einen Überblick, welche Berufe dabei waren. Dann kannst du dort vermerken, ob dir die Arbeit gefallen hat und warum das so war. Wenn du noch kein Praktikum gemacht hast, empfehlen wir dir, das nachzuholen. Wähle dafür am besten einen Beruf, von dem du denkst, dass er zu dir passen könnte.

  • Bist du für den Traumberuf gesundheitlich geeignet?

Bei der Berufswahl solltest du auch den Zustand deiner Gesundheit nicht außer Acht lassen. Hast du zum Beispiel Höhenangst, raten wir dir von einer Lehre als Dachdecker/in ab.

  • Plan B – finde eine alternative für deinen Traumberuf

Die Ausbildung für deinen Traumberuf wird in deiner Nähe nicht angeboten? Oder du bringst die körperlichen Voraussetzungen nicht mit? Lass dich davon nicht entmutigen. Es gib so viele verschiedene Berufe, in welchen du ähnliche Tätigkeiten ausüben kannst. Daher empfehlen wir dir, auch einen Plan B vorzubereiten.

 

 

Hilfen bei der Berufsorientierung

Es gibt viele Angebote, die dir bei der Berufsorientierung helfen. Hier stellen wir dir weitere Wege für die Orientierung bei der Berufswahl vor.

Hilfe bei der Berufsorientierung in der Schule

In Österreich gibt es viele Schulen, die ihren Schüler/innen Unterstützung bei der Berufswahl anbieten. Das passiert zum Beispiel durch einen speziellen Berufsorientierungsunterricht. Hier befasst man sich intensiv mit unterschiedlichen Lehrberufen und den dafür nötigen Fähigkeiten. Das Erstellen der Bewerbungsunterlagen wird dabei meist ebenfalls behandelt. Gibt es keinen Berufsorientierungsunterricht, wird meist eine persönliche Berufsberatung außerhalb der Unterrichtszeit angeboten. Dieses Angebot umfasst oft auch die Beratung zur Studienorientierung.

Online-Test als Hilfe bei der Berufsorientierung

Diese Methode ist die einfachste. Dabei gibt es sehr viele gute Angebote, die du ganz einfach über dein Smartphone oder den Computer machen kannst. Hier werden dir Fragen zu deinen Fähigkeiten, Zielen, Interessen sowie Eigenschaften gestellt. Deine Antworten werden mit den Voraussetzungen für verschiedene Berufe abgeglichen. Zum Schluss bekommst du Berufsvorschläge. Über diese kannst du dich dann weiter informieren.

Veranstaltungen, um Berufe oder Unternehmen kennenzulernen

Jedes Jahr finden verschiedene Job- und Berufsbildungsmessen statt. Dort kannst du dich über unterschiedliche Lehrberufe oder Studiengänge informieren. Meist hast du dort auch die Chance, den Lehrbetrieb gleich vor Ort kennenzulernen. Den Ansprechpartnern vor Ort kannst du gleichzeitig alle deine offenen Fragen stellen. Wir empfehlen dir auch „Tage der offenen Tür“ von Unternehmen in deiner Nähe zu nutzen. So bekommst du einen besseren Eindruck von dem Beruf sowie vom Unternehmen. Außerdem kannst du vor Ort gleich einen guten Eindruck hinterlassen und steigerst damit deine Chance, zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

 

 

Berufsorientierung – Was ist besser, eine Lehre oder ein Studium?

Statistiken zeigen, dass aktuell mehr Jugendliche studieren wollen, als eine Lehre zu absolvieren. Betrachtet man den österreichischen Arbeitsmarkt, stellen wir fest, dass hier Hochschulabsolvent/innen sowie Lehrlinge sehr gut aufgenommen werden. Laut Statistik Austria waren die Arbeitslosenquoten 2017 bei Lehrberufen 4,7 Prozent, bei Hochschulabsolvent/innen 3,5 Prozent.

 

In vielen Tätigkeitsbereichen steigen die Anforderungsniveaus. Daher ist es im Prinzip gut, wenn sich Menschen höher qualifizieren. Dafür gibt es im beruflichen Bereich ebenfalls viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Meisterprüfung. Hast du jedoch nur einen Pflichtschulabschluss, sehen die Chancen am Arbeitsmarkt nicht besonders gut aus. Viele Jugendliche entscheiden sich auch gerne für eine Lehre mit Matura. So haben sie nach erfolgreichem Lehrabschluss durch die Matura ebenfalls die Möglichkeit, studieren zu gehen.

 

 

Hilfe bei der Berufsorientierung: Die Einstiegsgehälter von Lehrlingen und Studierenden

Je nach Beruf können die Einstiegsgehälter bei Lehrabsolvent/innen sowie bei Studienabsolvent/innen variieren. So verdienen zum Beispiel Lehrlinge als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau am wenigsten. Hier liegt das Einstiegsgehalt nämlich bei 1.100 Euro netto. Diese wird meist durch Leistungsprämien noch aufgebessert. Auch in der Bekleidungserzeugung, wie zum Beispiel als Textilgestalter/in oder Handschuhmacher/in, verdient man sehr wenig. Bei diesen Berufen liegt das Einstiegsgehalt bei 1.120 Euro netto. Ein/e Frisör/in verdient anfangs bis zu 1.300 Euro netto.

 

Doch auch bei Studienabsolvent/innen gibt es Einstiegsgehälter, die eher gering ausfallen. Zum Beispiel verdient ein/e Dolmetscher/in oder Übersetzer/in laut dem Gehaltskompass vom AMS 1.340 bis 1.450 Euro netto. Ein/e Fotoredakteur/in verdient hingegen circa 1.500 Euro netto beim Einstieg.

 

Zu den Besserverdiener/innen bei den Lehrabsolvent/innen gehören die Berufe Dachdecker/in, Maurer/in, Schalungsbauer/in sowie Tiefbauer/in. Bei den Studienabsolvent/innen sind es Ärzt/innen, Maschinenbautechniker/in, Bauingenieur/in sowie IT-Qualitätsmanager/in, welche besser verdienen.

 

 

Was ist am Arbeitsmarkt gefragt, Lehre oder Studium?

Es zeichnet sich bei den Gehältern bereits ab und wird in Zukunft auch weiter in diese Richtung gehen: Wer mehr praktische Erfahrung hat, der verdient mehr. Denn die Berufserfahrung wird immer wichtiger. Genau in diesem Bereich haben Lehrlinge einen klaren Vorteil, da ihre Ausbildung sehr praxisnah erfolgt. Die Zeiten, wo eine formale Qualifikation am Arbeitsmarkt ausreicht, sind vorbei. Nur mit Qualifikationen durch Bildung und ohne praktische Erfahrung ist man am Arbeitsmarkt nicht mehr konkurrenzfähig.

 

Obwohl am Arbeitsmarkt für Lehrlinge und Studierende eine Chancengleichheit herrscht, sinken die Zahlen der Lehrlinge weiter. Das führt dazu, dass Lehrlinge in Berufen, die besonders gefragt sind, wo es aber wenig Facharbeiter/innen gibt, hohe Einstiegsgehälter fordern können oder auch geboten bekommen.

 

Berufsorientierung: Die Gründe für ein Studium

Am Arbeitsmarkt gibt es unter den Akademiker/innen die geringste Arbeitslosenquote. Aber welche weiteren Gründe sprechen für ein Studium? Wir haben hier einige für dich zusammengefasst:

  • Bessere Karriere- und Aufstiegschancen

Meist werden heute noch für höhere Positionen Akademiker/innen bevorzugt. Ohne Studium befindet man sich meist irgendwann am Ende der Karriereleiter und kommt nicht weiter nach oben. Mit einem Studium hingegen heißt es, dass der Aufstieg auf die Karriereleiter leichter fällt und schneller vorangeht.

  • Große Auswahl an verschiedenen Berufen

An den Universitäten in Österreich gibt es hunderte verschiedene Studienrichtungen. So hast du eine sehr große Auswahl an verschiedenen Berufen, für welche du dich entscheiden kannst.

  • Das Studium fördert die Selbständigkeit

Für ein Studium musst du dich meist schnell in einer neuen Stadt zurechtfinden. Häufig bezieht man dabei auch die erste eigene Wohnung und man ist selbst für sich verantwortlich. Oft muss man sich das Wissen für Prüfungen selbst erarbeiten und auch die Fächer und den Stundenplan muss man sich während des Studiums selbst organisieren.

  • Die Arbeitslosenrate ist kleiner

Wie bereits erwähnt, ist die Zahl der Arbeitslosen unter Akademikern meist geringer.

  • Man erlernt wichtige Soft Skills

Sei es eine Präsentation oder eine Teamarbeit in einer großen Gruppe, während des Studiums erlernt man viele Schlüsselqualifikationen.

 

 

Was spricht bei der Berufsorientierung für eine Lehrlingsausbildung?

In manchen Berufsfeldern sind die Einstiegsgehälter für Absolvent/innen einer Lehrlingsausbildung sehr gut. Das betrifft zum Beispiel die Bereiche Bauwesen und Chemie. Wie auch das Studium hat auch die Lehrausbildung ihre Vorteile. Dazu gehören:

  • Man verfügt über viel praktische Erfahrung

Wenn du weniger theoretisch und mehr praktisch arbeiten möchtest, ist eine Lehre genau das richtige für dich. Außerdem sammelst du ab dem ersten Tag wertvolle Berufserfahrung.

  • Die Lehre ist nicht das Ende, sondern oft erst der Anfang

Viele Lehrlinge in Österreich entscheiden sich für eine Lehre mit Matura. Diese sehen die Lehrausbildung als Zwischenschritt zum Studium. Das bietet besonders viele Vorteile. Denn diese Personen verfügen am Ende ihrer Ausbildung nicht nur über viel Wissen, sondern auch über genügend praktische Erfahrung. Außerdem kann man so in den Semesterferien in seinem gelernten Beruf arbeiten und das Budget etwas aufbessern.

  • Der erste Schritt in die Selbständigkeit

Bei vielen Lehrberufen hat man die Möglichkeit, sich anschließend in diesem Bereich selbstständig zu machen. Außerdem sichern sie einem den Aufstieg als Führungskraft im Handwerk.

  • Gute Jobaussichten für die Zukunft

Die meisten Lehrbetriebe übernehmen ihre Lehrlinge im Anschluss an ihre Ausbildung. Außerdem sind in vielen Bereichen Fachkräfte Mangelware und hart umkämpft.

  • Anrechnung für die Pensionszeit

Entscheidest du dich für eine Lehre, wird diese vom ersten Tag an für die spätere Pension angerechnet.

 

Berufsorientierung

 

Deine Möglichkeiten nach der Schule

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende zu und du weißt nicht, was du im Anschluss tun willst? Keine Angst, damit bist du nicht alleine. Jedes Jahr müssen viele Jugendliche eine Entscheidung treffen, wie es nach der Schule für sie weiter gehen soll. Dabei stellen sich alle dieselben Fragen. Für eine leichtere Entscheidungsfindung haben wir dir einen Überblick erstellt, welche Möglichkeiten es nach der Schule gibt.

Au-Pair

Nach der Schule ins Ausland und Sprachkenntnisse verbessern? Du möchtest ein anderes Land kennenlernen? Das Leben in einer anderen Familie zu erleben würde dich interessieren? Dann auf ins Ausland und mach doch mal ein Au-Pair-Jahr. Diese Erfahrung macht sich auch sehr gut in deinem Lebenslauf und kommt später bei der Jobsuche ebenfalls gut an.

Lehre

Du möchtest einfach schnell dein eigenes Geld verdienen und unabhängig sein? Dann ist eine Lehre perfekt für dich. Außerdem gibt es unzählige unterschiedliche Lehrberufe, zwischen welchen du wählen kannst.

Duales Studium

Hierbei wird die Arbeit in einem Unternehmen mit den theoretischen Vorlesungen an einer Universität oder Fachhochschule kombiniert.

Freiwilliges Soziales Jahr

Wenn du zwischen 16 und 26 Jahre alt und nicht mehr schulpflichtig bist, kannst du dich für ein freiwilliges Soziales Jahr entscheiden. Diese Entscheidung treffen meist Jugendliche, die nach der Schule noch nicht genau wissen, was sie wollen. Hier arbeitest du für eine soziale Einrichtung und sammelst dort erste praktische Erfahrung. Diese kann dir ebenfalls bei der Berufsorientierung helfen.

Praktikum

Du bist dir noch nicht sicher, ob dein Traumberuf auch wirklich etwas für dich ist? In diesem Fall raten wir dir zu einem Praktikum. So kannst du den Arbeitsalltag kennenlernen und bekommst erste Einblicke in das Arbeitsleben. Dabei wirst du schnell merken, ob du dir das Arbeiten in diesem Beruf auch tatsächlich vorstellen kannst.

Sprachreise

Du begeisterst dich für fremde Kulturen und das Leben in einem anderen Land? Außerdem willst du deine Sprachkenntnisse vertiefen oder eine neue Sprache erlernen? Dann nichts wie los, begib dich auf Sprachreise und lerne die Welt kennen.

Studium

Du hast vom Lernen noch nicht genug und möchtest dein Wissen erweitern? Auch bei den Studienfächern gibt es eine sehr große Auswahl. Hier findest du sicher einen Bereich, der wie für dich gemacht ist.

 

 

Fragen, die dir bei der Berufsorientierung helfen können

Eine Entscheidung zu treffen, wie es nach der Schule für dich weiter gehen soll, ist nicht einfach. Um dir den Prozess der Entscheidungsfindung leichter zu machen, haben wir dir ein paar Fragen zusammengestellt. Diese sollen dir bei der Orientierung helfen.

 

  • Hast du schon einen Berufswunsch oder eine grobe Vorstellung? Wenn ja, welche?
  • Kannst du deine Berufsvorstellungen mit einer Lehre oder mit einem Studium besser erreichen?
  • Sind deine Noten gut genug für ein potenzielles Studium oder eine Lehre?
  • Welche Fächer haben dich am meisten interessiert?
  • Was sind deine Stärken?
  • Welche Stärken sehen deine Eltern oder Freunde in dir?
  • Was für Leidenschaften und Interessen hast du?
  • Welche Studienfächer oder Ausbildungen sind für dich unpassend?
  • Arbeitest du lieber praktisch oder willst du mehr theoretisches Wissen erreichen?
  • Welcher Bildungsweg passt zu deinen Interessen?
  • Brauchst du klare Strukturen oder willst du dich selbst organisieren?
  • Wie wichtig ist dir die Dauer deines Bildungswegs?
  • Ist für dich eine Lehre und ein Studium finanzierbar?
  • Bieten das Unternehmen oder die Hochschule deiner Wahl einen Tag der offenen Tür? Wenn ja, besuche diesen!
  • Wie lerne ich am besten? Mit Vorgaben oder selbständig?
  • Liest du gerne und viel? Kannst du dir vorstellen, dich selbständig in Fachbücher einzuarbeiten?

 

Fazit – Lehre oder Studium?

Die Berufsorientierung ist nicht einfach. Wichtig ist, dass du dich ausführlich über deine Möglichkeiten und die Angebote in deiner Nähe informierst. Denn Fakt ist, Lehre wie auch Studium haben Vor- und Nachteile. Außerdem bietet dir das österreichische Bildungssystem viele Möglichkeiten. Zum Beispiel die Lehre mit Matura, Zusatzausbildungen nach dem Studium oder ein duales Studium. Momentan sind besonders Ausbildungen im technischen sowie im wirtschaftlichen Bereich gefragt.

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt hervorzustechen?

Der erste Eindruck muss stimmen. Das trifft auch bei den Bewerbungsunterlagen zu. Dabei entscheidet oft auch die Optik. Denn du hast nicht viel Zeit, die Personalabteilung von dir zu überzeugen. Dabei ist meist jedes kleine Detail entscheidend. Mit einer kreativen Bewerbung, die sich aus der Masse abhebt, kannst du deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch erheblich steigern. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht und in Erinnerung bleibt? Du hast dich das auch schon gefragt? Wir zeigen dir hier, worauf es ankommt und geben dir Tipps, wie du deine Bewerbung, einzigartig gestalten kannst.

 

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Die Mischung aus Perfektion und Effizienz ist beim Bewerbungsprozess wichtig

Die Jobsuche kann oft wirklich lange dauern. Dabei schreiben sehr viele Jobsuchende zehn, zwanzig, fünfzig oder in Einzelfällen sogar hundert Bewerbungen, bevor sie einen neuen Job finden.

Wir sind der Meinung, dass so viele Bewerbungen doch gar nicht nötig sind, um eine neue Anstellung zu finden. Man muss nur wissen: „Wie schreibt man eine Bewerbung richtig?“

 

Daher unser erster Tipp: Setzte nicht auf Massenbewerbungen. Nimm dir lieber genug Zeit für jede einzelne Bewerbung und stimme diese genau auf die Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt aufzufallen?

Was glaubst du, wie lange sich ein/e Personaler/in Zeit nimmt, um sich deine Unterlagen anzuschauen? Falls auch du jetzt glaubst, dass sich die Personalabteilung zwischen fünf und zwanzig Minuten Zeit nimmt, liegst du falsch. Denn in der Tat sind es nur circa 48 Sekunden pro Bewerbung.

 

Deshalb bleibt dir nicht viel Zeit, um auf dich aufmerksam zu machen. Denn auch wenn du ins Profil der Stellenausschreibung passt, du bereits Berufserfahrung hast und vielleicht auch im Ausland warst, ist dir die Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht sicher. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht?

 

Allen voran geht es bei der perfekten Bewerbung um die Kreativität. Wie kreativ sind die Formulierungen und die Gestaltung der Unterlagen, darauf achten Personalverantwortliche meistens. Natürlich sind Punkte wie die Rechtschreibung, das Foto und die Wahl der E-Mailadresse auch relevant. Mehr über diese Punkte findest du in unserem allgemeinen Artikel über das Bewerbungsschreiben. Dort haben wir auch ein paar gratis Vorlagen für dich zusammengestellt.

 

Wichtig ist beim Schreiben einer Bewerbung immer darauf zu achten, für welchen Job du dich bewirbst. Denn zum Beispiel Icons in der Bewerbung kommen bei kreativen Berufen gut an, jedoch bei Positionen im Controlling stechen diese Personaler/innen negativ ins Auge. Denn diese fragen sich dann zum Beispiel, ob der/die Bewerber/in auch im Beruf viel Zeit mit kleinen unnötigen Verschönerungen verschwendet.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die kreativ ist? Mit anderen Ansätzen am Arbeitsmarkt hervorzustechen.

Wichtig ist es, anders als die anderen zu sein. Natürlich möchte sich jeder von seiner besten Seite zeigen. Dazu kommt, dass überall gepredigt wird, nur die fachlichen und die persönlichen Stärken in den Vordergrund zu rücken. Doch um sich beim Schreiben einer Bewerbung klar abzuheben, muss man oft andere Wege einschlagen. Wir haben hier ein paar Tipps, wie deine Bewerbung in Erinnerung bleibt.

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die auffällt? Ganz einfach. Schreib auf, was du nicht kannst.

Aus dir bekommt man keinen geraden englischen Satz raus? Trotzdem steht in deiner Bewerbung, dass du über gute Englischkenntnisse verfügst? Wir machen dir dafür keinen Vorwurf, denn uns allen wurde ja eingetrichtert, diesen Satz brav in die Bewerbung zu schreiben.

 

Um aber den Personalverantwortlichen aufzufallen, schreib doch bei deiner nächsten Bewerbung mal rein, was du denn überhaupt nicht kannst. Ja, dieser Ansatz mag auf dich komisch wirken, aber deine Schwächen können dir in diesem Fall wertvolle Pluspunkte bringen.

 

Dazu ergänzt du einfach den Bereich „meine Stärken“ mit dem Zusatz „meine Schwächen“ oder „Was ich kann“ und „Was ich nicht gut kann“. Du fragst dich, warum das funktionieren soll? Die Antwort darauf ist der Überraschungseffekt. Kein/e Personalverantwortliche/r rechnet damit, diese Angaben in einer Bewerbung zu finden. Außerdem lassen deine Schwächen dich sympathischer wirken und die Personalabteilung wird von deiner Ehrlichkeit positiv überrascht sein.

 

Achtung bei den Schwächen. Hier ist aber auch Vorsicht geboten. Denn als deine Schwächen solltest du keine Eigenschaften nennen, die für die Position, für welche du dich bewirbst, relevant sind.

Mit einem Cliffhanger im Bewerbungsschreiben auffallen.

Die meisten von uns kennen den sogenannten Cliffhanger aus Filmen oder Büchern. Die Vorgehensweise dabei ist es, mit ein bis zwei kurzen Sätzen die Lesenden zum Umblättern zu bringen. Auch die Personalabteilung lässt sich von einem guten Cliffhanger überzeugen. Hier ein Beispiel, wie so ein Satz aussehen kann:

 

„Wie ich das Projekt Produktkonfigurator ganz alleine umgesetzt habe? In der Projektmappe im Anhang finden Sie alle Antworten dazu.“

 

Sätze, wie diese bleiben im Gedächtnis und stärken das eigene Profil. Diese zwei Punkte sind gleichzeitig auch die Voraussetzungen für eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch.

Verschenke keinen Platz an langweilige Floskeln

Habe Mitleid mit der Personalabteilung und langweile sie nicht mit Standardformulierungen wie zum Beispiel: „Hiermit bewerbe ich mich um die offene Stelle als Bürokauffrau.“ Stattdessen versuche einfach mal direkt im ersten Satz mit der Tür ins Haus zu fallen. Du fragst dich, wie das funktionieren soll? Zum Beispiel kannst du im ersten Satz folgendes schreiben:

 

„Ich habe alles über Ihr Unternehmen recherchiert und passe perfekt auf die offene Stelle.“

 

Wichtig ist vor allem authentisch zu bleiben und auch im späteren Bewerbungsgespräch deine Motivation glaubhaft rüberzubringen. Ein weiterer Beispielsatz für dein Einstieg im Bewerbungsanschreiben könnte lauten:

 

„Wordpress Guru? Social Media Junkie? Kommunikationstalent? Jackpot, Ihre Suche hat ein Ende.“

 

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung: Der passende Slogan

Wie schon das Wort Bewerbung verrät, geht es hier um Werbung für die eigene Person. Denn du möchtest ja deinen Wunscharbeitgeber von dir überzeugen. Niemand außer dir soll schließlich die ausgeschriebene Position bekommen.

 

Also traue dich ruhig, dich in deiner Bewerbungsmappe als Marke zu präsentieren und verpasse dir einen eigenen Slogan. Dabei soll dein Slogan wiederspiegeln, was du zu bieten beziehungsweise was du zu verkaufen hast oder was du deinem Wunscharbeitgeber bieten kannst. Diesen platzierst du dann direkt auf dem Deckblatt, neben deinem oder unter deinem Foto. Deine in dem Slogan vermittelten Werte solltest du auch wirklich vertreten und verkaufen können. Du fragst dich, wie so ein Slogan aussehen kann? Hier ein Beispiel:

„Kreativ, kommunikativ, einsatzbereit – gemeinsam schlagen wir neue Wege ein.“

 

Wenn dir kein eigener Slogan einfällt, kannst du auch den Firmenslogan auf deine Person umschreiben.

Niemand ist perfekt. Erkläre, was du noch lernen möchtest

Kein Unternehmen erwartet sich eine/n Beschäftigte/n, welche/r schon alles in Perfektion beherrscht. Ja, Stellenausschreibungen vermitteln einem oft den gegenteiligen Eindruck, doch dem ist wirklich nicht so.

 

Denn jeder Mensch kann sich in gewissen Bereichen noch verbessern oder sich völlig neue Fähigkeiten aneignen. Hab als keine Angst davor, in deiner Bewerbung anzuführen, in welchen Bereichen du dich noch weiterbilden oder was du noch erlernen möchtest. Zeigst du dich in deiner Bewerbung offen für Weiterbildungen, sammelst du damit wichtige Pluspunkte bei der/dem Personalverantwortlichen.

 

Bewerbung kreativ

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung, richtig? 4 Tipps, um zu überzeugen.

Konzentriere dich auf das Wesentliche und arbeite effizient. Schaue dir die Stellenanzeigen und die Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, vorab genau an. Danach kannst du dir einen Plan erstellen, wie du bei der Bewerbung punkten kannst, ohne dich komplett verstellen zu müssen. Folgende Tipps werden dir bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen helfen.

Wie schreibe ich eine Bewerbung – Tipp 1: Sorge für einen roten Faden

Um einen roten Faden in deine Bewerbung zu bringen, musst du einige Dinge bereits vor der Erstellung erledigen. Erstelle eine Liste deiner Soft Skills und Hard Skills. Außerdem kannst du auch noch eine Liste mit Fähigkeiten erstellen, die du nicht beherrscht.

Im Anschluss ordnest du deine Liste und streichst die Punkte raus, welche unwichtig sind.

Tipp 2: In der Kürze liegt die Würze. Lieber kurz und übersichtlich, als zu lange und langweilig

Nach dem du eine Liste mit Fähigkeiten erstellt hast und dich von den unwichtigen verabschiedet hast, entsteht nicht nur ein roter Faden. Nein, deine Bewerbungsunterlagen werden gleichzeitig auch kürzer. Denn kurze Unterlagen mit einem roten Faden, die optisch überzeugen und übersichtlich die Qualifikationen präsentieren, überzeugen. Denn auch du würdest dich doch für die/den Jobsuchende/n entscheiden, der mit kurzen, gut strukturierten Unterlagen überzeugt und nicht jene/n, der einen dicken Stapel mit unübersichtlichen und unwichtigen Informationen vorlegt.

3 Tipp: Mut zu etwas neuem

In der Regel sagt man: „Je kreativer der Beruf, für den du dich bewirbst, um so kreativer sollte auch deine Bewerbung sein.“ Wenn du dich für eine Führungsposition in einem großen Konzern bewirbst, dann werden deine Bewerbungsunterlagen, eher zurückhaltender und schlichter gestaltet sein. Wenn du dich jedoch als Grafik Designer/in bewirbst, dann sind dir bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass der Text, das Bild und das Design ein einheitliches Bild erzeugen.

 

Gleichzeitig solltest du dir ein Alleinstellungsmerkmal überlegen. Was kannst nur du? Warum soll man sich für dich entscheiden? Die Antwort darauf erfährt die Personalabteilung am besten aus deinem Anschreiben.

 

Dabei kannst du ruhig mal neue Wege einschlagen. Wie wäre es mit einer PowerPoint Präsentation? Wie das funktionieren soll? Verpacke deinen Lebenslauf und alle Infos, die du normal in ein Anschreiben geben würdest, in einer PowerPoint Präsentation. Wenn du diese noch mit kleinen Einblicken in dein Leben und Informationen über dich ausschmückst, bleibst du bestimmt in Erinnerung.

Wie schreibt man eine Bewerbung? Tipp 4: Sei selbstbewusst!

Lies dir die Stellenausschreibung genau durch. In deinem Anschreiben gehst du dann auf die Anforderungen ein und setzt diese in Bezug mit deinen Karriere-Highlights.

Tipp: Die Personalabteilung liest gerne Zahlen. Wenn du eine Führungsposition hattest, für wie viele Mitarbeiter/innen warst du verantwortlich? Deine Maßnahmen haben zur Umsatzsteigerung beigetragen? Nenne auch hier die Zahlen. Diese belegen immerhin deine Leistung und zeigen deinen Erfolg auf, das ist wichtig.

 

 

 

Die Farbwahl bei der Bewerbung – ist die Farbe wichtig, um sich von der Masse abzuheben?

Eines vorweg: Ja, die Farbwahl bei der Bewerbung ist wichtig. Denn circa 80 Prozent der Menschen werden von Farben unterbewusst beeinflusst. Mit der richtigen Farbwahl bei deiner Bewerbung kannst du einen besseren und bleiben Eindruck hinterlassen. Jeder Mensch verknüpft mit Farben, abhängig von seinem kulturellen Hintergrund, bestimmte Ereignisse und Gefühle. Zum Beispiel steht Gelb für den Neid, mit Weiß verbindet man die Unschuld und die Reinheit und mit Rot die Liebe oder Wut.

 

Auch im Bewerbungsprozess spielt die Farbwahl eine Rolle. Denn wie jeder Mensch verbindet auch das Personal aus der Personalabteilung verschiedene Emotionen und Eigenschaften mit Farben. Anhand der Farbwahl in deiner Bewerbung, schreibt dir der/die Personaler/in unterbewusst Eigenschaften zu, ohne ein Wort in deinen Unterlagen gelesen zu haben. Wie du die Wirkung von Farben für deine Bewerbungsunterlagen nutzen kannst, erklären wir dir jetzt.

Wie schreibt man eine Bewerbung – die richtige Farbwahl

Bei der richtigen Farbwahl für deine Bewerbung, gehen die Meinungen auseinander. Manche empfehlen nur die Farben des Unternehmens zu wählen, bei welchen du dich bewirbst. Andere raten dazu, ordentlich in den Farbtopf zu greifen und sich auch mal etwas zu trauen.

 

Unser Tipp: Farbe in der Bewerbung ist wichtig. Achte aber darauf, bei den Farbkombinationen nicht zu übertreiben. Die Farben, die du wählst, sollen natürlich zu einander passen. Anderenfalls wirft das ein schlechtes Licht auf dich und deine Arbeitsleistung.

Die Wirkung unterschiedlicher Farben

Fragst du dich jetzt die ganz Zeit schon, welche Farben, wie auf andere wirken? Wir haben die Antwort. Die Wirkung aller Farben zu skizieren, würde an dieser Stelle zu lange dauern. Daher haben wir für dich die häufigsten Farben analysiert.

 

  • Dunkelblau: Steht für Kompetenz.
  • Grau: Damit verbindet man Zuverlässigkeit, Fleiß, Intelligenz, Technik.
  • Rosarot: Hier assoziiert man Bodenständigkeit oder Familienorientierung.
  • Rot: Steht für Mut, Fantasie, Trendbewusstsein, Modernität, Spannung.
  • Orange: Transportiert die Eigenschaften jung oder cool, einzigartig, unabhängig, temperamentvoll und kreativ

 

Wie bereits erwähnt, kannst du mit bestimmten Farben in deiner Bewerbung, bestimmte Eigenschaften ausstrahlen. Aber welche Farbe sich für deine Bewerbungsunterlagen eignet, hängt von der Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

Für forschende, konventionelle, unternehmerische sowie praktikorientierte Berufe, wählst du am besten Farben wie Blau, Braun, Beige oder Grau. Diese Farben drücken deine Kompetenz aus.

 

Bewirbst du dich für einen Beruf im sozialen Bereich, dann raten wir dir zu Farben wie Gelb, Weiß oder Rosarot.

 

Für kreative oder unternehmerische Berufe raten wir zu Farben wie Rot oder Orange.

 

Wenn du dich dann für eine Farbe für deine Bewerbungsunterlagen entschieden hast, dann solltest du auch darauf achten, dass dein Bewerbungsfoto zu diesen Farben passt. Besonders musst du dabei auf die Kleidung und die Farbe des Schmucks achten.

 

 

Unser Fazit – wie schreibt man eine Bewerbung, um hervorzustechen?

Traue dich einfach mal einen anderen Weg einzuschlagen. Wer immer dasselbe macht, wie die Masse, wird an der Vielzahl an Bewerbungen unter gehen.

 

Entscheidest du dich für Farben in deinen Bewerbungsunterlagen, dann beschränke dich auf ein bis drei Farben, welche auch zusammenpassen. Zu viele Farben überfordern den/die Recruiter/in und wirken zu bunt und kitschig. Achtung, Finger weg von Signalfarben oder Neonfarben, diese stechen ins Auge, jedoch nicht auf positive Art.

 

Ein absolutes No-Go bei der Farbwahl sind die Farben der Konkurrenz. Daher informiere dich vorab über das Unternehmen und die direkte Konkurrenz, dann kann dir dieser Fehler nicht passieren.

 

Die Geschichte zum ersten Mai

Den ersten Mai als Feiertag kennt jeder. In der Schule, der Lehre, dem Studium oder im Arbeitsleben, am ersten Mai sind Geschäfte, Schulen sowie Universitäten zu und jeder hat frei. Aber aus welchem Grund? Wir haben uns über die Geschichte zum ersten Mai schlau gemacht und erklären, warum dieser zum Feiertag wurde.

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Der erste Mai – wie alles begann

Den ersten Mai bezeichnet man mitunter als Tag der Arbeit, Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, Tag der Arbeiterbewegung oder einfach als Maifeiertag. Dieser ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. Staaten, die den ersten Mai als Feiertag haben sind zum Beispiel:

  • Österreich
  • Deutschland
  • Teile der Schweiz
  • Belgien
  • Luxemburg

Bereits seit 1890 wird der erste Mai als internationaler Tag der Arbeit überall auf der Welt gefeiert.

Die arbeitende Gesellschaft forderte erstmal am ersten Mail 1856 in Australien den Acht-Stunden-Tag und riefen zur Massendemonstration aus. Erst Jahre später in den 1890ern wurde der Acht-Stunden-Tag weltweit durch Streiks sowie Demonstrationen verlangt. Auch die österreichische Arbeitsgesellschaft beteiligte sich daran. So war bereits 1907 bei etwa zwei Drittel der Arbeitsverträge der erste Mai als Tag der Arbeitsruhe verankert.

Am 25. April 1919 wurde der erste Mai zu einem von zwei Staatsfeiertagen erklärt. Anders als andere Feiertage ist der erste Mai kein religiöser Feiertag. Im Jahr 1933 zum beginnenden Austrofaschismus durch Bundeskanzler Dollfuß wurden die sozialdemokratischen Maifeiern verboten. Darauf wurde ab 1934 am ersten Mai die Einführung der ständestaatlichen Verfassung gefeiert. In Zeiten des Nationalsozialismus war der erste Mai als Tag der deutschen Arbeit bekannt. Damals wurde er wieder als gesetzlicher Feiertag geführt.

Seit dem Kriegsende 1945 wird der erste Mai wieder als gesetzlicher Feiertag geführt. Im Bundesgesetzblatt vom 20. August 1949 ist er seither als Staatsfeiertag verankert und blieb das bis heute.

Der 01.05 heute

Heute werden es immer noch die Maidemonstrationen durchgeführt. Die größte findet in Wien statt. Doch es wird nicht nur demonstriert am ersten Mai. Nein. In Städten und Gemeinden im ganzen Land werden Maibäume aufgestellt. Dabei herrscht wahre Volksfeststimmung. Der Maibaum wird festlich geschmückt und das Aufstellen wird von Musik, Tanz und Feierlichkeiten begleitet. Der Baum bleibt dann bis zum 31. Mai stehen, wenn er davor nicht gestohlen wird. Denn zur Tradition gehört auch, dass der Nachbarort versucht, den Maibaum der Konkurrenz zu stehlen. Daher wird dieser in der Nacht von Freiwilligen bewacht.

Regeln rund um den Maibaum

Eine Woche vor dem ersten Mai fällt man eine Fichte, Tanne oder Birke. Anschließend wird diese komplett von Ästen und Rinde befreit. Die grüne Spitze lässt man jedoch stehen. In der Walpurgisnacht von 30. April auf ersten Mai, wird der Baum festlich geschmückt. Dafür verwendet man Kränze, Bänder sowie Girlanden. Aufgestellt darf der Maibaum dann nur mit bloßer Muskelkraft werden. Diese Regel gilt es strikt zu befolgen. Jedoch kann man sich mit langen Stangen behelfen. In einigen Gemeinden wird nach dem Aufstellen des Baumes, der „Brandltanz“ getanzt. Dabei werden von den Tänzern farbige Bänder um den Stamm gewickelt.

Ist der Baum dann erstmal aufgestellt, kommt es zum Maibaumstehlen. Die Nachbarorte versuchen sich gegenseitig die Maibäume zu stehlen. Meist kann man diesen gegen eine Kiste Bier wieder auslösen. Um das jedoch zu verhindern, wird der Maibaum bewacht. Die meiste Vorsicht ist dabei in der Nacht von 30. April zum ersten Mai geboten. Die Regeln rund um das Maibaumstehlen unterscheiden sich meist von Ortschaft zu Ortschaft. Zum Beispiel ist in machen Gemeinden das Stehlen auf gewisse Nächte beschränkt.

Begleitet werden die Maifeierlichkeiten außerdem vom Maibaumkraxeln. Hier wird ein Wettkampf abgehalten, wo mutige Männer und Frauen versuchen, den Maibaum hochzuklettern. Dabei werden Kletterrekorde aufgestellt und mit etwas Glück erbeutet man auch noch einen Wurstkranz.

Rund um den ersten Mai in Österreich

Wie bereits erwähnt, ist der erste Tag im Mai, in Österreich ein gesetzlicher Feiertag. Aus diesem Grund sind Geschäfte, Büros, Banken, Ämter sowie Schulen und Hochschulen landesweit geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr wird dementsprechend angepasst. Außerdem kann es hier durch Feierlichkeiten zu Umleitungen oder Kurzführungen kommen. Der LKW-Verkehr ist in Österreich generell an Sonn- und Feiertagen sowie Samstagen und nachts verboten.

Fazit

Der erste Tag im Mai ist nicht nur der Tag der Arbeit, er macht auch vielen Arbeit. So haben meist die Landjugend oder die Freiwillige Feuerwehr sowie die Gemeinden allerhand mit den Vorbereitungen rund um die Maifeierlichkeiten zu tun. Doch die viele Arbeit zahlt sich aus. Denn es ist wichtig, unser Brauchtum und die damit verbundenen Traditionen aufrecht zu halten. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, was wir hier feiern und wofür sich viele vor uns eingesetzt haben, um das hier zu erreichen. Also viel Glück beim Maibaumkraxeln und Spaß beim Feiern.

Finanzielle Unterstützung in Österreich

In Österreich gibt es verschiedene Arten der finanziellen Unterstützung. Die bekannteste ist wohl das Arbeitslosengeld. Aber auch Familienbeihilfe, Mindestsicherung oder Mietzuschuss sind vielen bekannt. In der aktuellen Krise sind viele Menschen nun auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen. Welche Unterstützungen es gibt, wo man diese beantragen kann und wer darauf Anspruch hat, erfährt ihr hier.

Du bekommst mehr Informationen zu folgenden Themen:

Finanzielle Unterstützung durch Arbeitslosengeld

Verliert man seinen Job, was aktuell leider vielen passiert, so sichert das Arbeitslosengeld die finanzielle Situation. Für einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld musst du arbeitsfähig, arbeitswillig sowie arbeitslos sein. Um das Arbeitslosengeld zu erhalten, muss vorab ein Antrag beim AMS gestellt werden. Aktuell läuft die Antragsstellung hauptsächlich online über das eAMS-Konto oder per E-Mail. Wie du dir ein eAMS-Konto einrichten kannst, erfährst du hier. Für den Anspruch auf Arbeitslosengeld muss man in der Regel in den letzten zwei Jahren für 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Wenn du bereits zum zweiten Mal oder öfters arbeitslos bist, reichen auch 28 Wochen der Beschäftigung für den Anspruch auf Arbeitslosengeld aus. Für Personen unter 25 Jahren, welche zum ersten Mal Arbeitslosengeld beantragen, reicht eine Beschäftigung von 26 Wochen für den Anspruch aus.

Selbständige Personen, welche sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichert haben, haben ebenfalls einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

 

 

Die Berechnung des Arbeitslosengeldes

Für die Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes wird das Jahresbruttoeinkommen einschließlich der Sonderzahlungen herangezogen. Je nachdem, wann du das Arbeitslosengeld beantragst, wird eine andere Jahresbeitragsgrundlage herangezogen. Findet der Antrag zwischen 1. Jänner und 30. Juni statt, so zählt das vorletzte Jahr als Bemessungsgrundlage. Bei einem Antrag zwischen1. Juli und 31. Dezember wird das letzte Jahr zur Bemessung herangezogen.

Trägst du zum Unterhalt bestimmter Angehöriger bei, erhältst du zusätzlich noch Familienzuschläge. Zu den Angehörigen zählen: Kinder, für die auch ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, Ehepartner/in unter bestimmten Voraussetzungen, Lebensgefährte oder Lebensgefährtin oder eingetragene/r Partner/in.

Auszahlung des Arbeitslosengeldes

Ausgezahlt wird das Arbeitslosengeld in Österreich immer im Nachhinein. Etwa um den 8. des Folgemonats wird das Arbeitslosengeld auf das Bankkonto überwiesen oder per Post ausgezahlt. Bei einer Auszahlung per Post wird das Geld an die Wohnadresse zugestellt und kann nur persönlich übernommen werden. Dazu muss sich der/die Empfänger/in durch einen Ausweis ausweisen können.

Wie lange erhalte ich finanzielle Unterstützung durch das Arbeitslosengeld?

In der Regel besteht der Anspruch auf Arbeitslosengeld mindestens 20 Wochen. Die Anspruchsdauer erhöht sich unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn du zum Beispiel 3 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet hast, erhöht sich dein Anspruch auf 30 Wochen. Personen, welche mindesten 40 Jahre alt sind und in den letzten 10 Jahren 6 Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig gearbeitet haben, haben einen Anspruch von 39 Wochen. Menschen, die 50 Jahre oder älter sind und in den letzten 15 Jahren 9 Jahre gearbeitet haben, bekommen für mindestens 52 Wochen Arbeitslosengeld. Wer eine Schulung im Rahmen der Arbeitsstiftung besucht, kann seinen Anspruch drei bis vier Jahre verlängern.

Gibt es wegen der Corona-Krise einen längeren Anspruch auf das Arbeitslosengeld?

Aktuell (Stand 14.04.2020) gibt es noch keinen längeren Anspruch auf das Arbeitslosengeld. Derzeit wird geprüft, ob eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes durchgeführt wird. Jedoch gibt es aktuell auch Branchen, welche händeringend Verstärkung brauchen. Zum Beispiel der Handel, die Post, Pflegeheime, Erntehelfer/innen in der Landwirtschaft oder Zustelldienste. Arbeitslose Menschen haben in diesen Bereichen die Chance, einen Übergangsjob anzunehmen und können so einen wichtigen Beitrag zur Systemerhaltung leisten.

 

 

Keinen Anspruch mehr auf finanzielle Unterstützung durch das Arbeitslosengeld, was nun?

Viele haben die Angst, dass sie nach Ende des Anspruchs auf Arbeitslosengeld oder Einkommen sind. Das stimmt nicht. Wenn du keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld hast und noch keine neue Anstellung gefunden hast, erhälts du Notstandshilfe. Die Notstandshilfe, auch Mindestsicherung oder Sozialhilfe genannt, kann auf unbestimmte Zeit bezogen werden. Um diese finanzielle Unterstützung zu beantragen, musst du dich an das Magistrat beziehungsweise deine Bezirkshauptmannschaft melden. In vielen Fällen ist es jedoch erforderlich, als arbeitssuchend gemeldet zu sein, um diese finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Mindestsicherung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Informationen dazu findest du auf der Website des Sozialministeriums oder bei deinem Magistrat oder der Bezirkshauptmannschaft.

Finanzielle Unterstützung und Hilfsmaßnahmen für Familien in der Corona-Krise

Auch in Österreich sind viele Familien durch die Corona-Krise unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Daher fallen viele Familien unter die Einkommensgrenze. Mithilfe der Familienhärtefonds sollen Anspruchsberechtigte finanzielle Unterstützung erhalten. Familien die einen Anspruch darauf haben, erhalten eine einmalige, nicht zurückzuzahlende finanzielle Unterstützung. Zu den Anspruchsberechtigten gehören jene, welche nach dem 28. Februar ihren Job verloren haben oder in Kurzarbeit sind. Ebenso haben auch Selbständige mit massiven Umsatzeinbuße, einen Anspruch auf diese finanzielle Unterstützung. Zusätzlich dazu muss Familienbeihilfe bezogen werden, um diese Beihilfe zu erhalten. Weitere Formen der finanziellen Unterstützung in der Krise:

Ersatz der Stornokosten für Schulausflüge:

Viele Schulveranstaltungen werden derzeit storniert. Oft bleiben Eltern dabei auf den Stornierungskosten sitzen. Die Härtefallfonds für Stornokosten sollen Eltern die Kosten für eine Stornierung zu 100 % ersetzten. Diesbezüglich werden die Schulen nach den Ostern informiert und es soll dann ein Antragsformular geben.

Laptops für das e-Learning:

Da Schulen sowie Universitäten geschlossen sind, findet der Unterricht über das Internet statt. Doch leider gibt es in Österreich viele Kinder, die nicht an diesem Lernprogramm teilnehmen könne, da die nötigen Endgeräte nicht zur Verfügung stehen. Dazu sollen die Schulen mit Notebooks und Tablets ausgestattet werden. Diese Geräte können dann an jene Schüler/innen verliehen werden, welche diese benötigen.

Arbeitslosengeld Österreich

Weitere Formen für finanzielle Unterstützung

In Österreich können sich viele Menschen die Miete ihrer Wohnung ohne Unterstützung nicht leisten. Die Regelungen zu der Wohnbeihilfe sind in Österreich Landessache und daher in den einzelnen Bundesländern verschieden. Dabei sind die Kriterien ebenfalls von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Eine wesentliche Voraussetzung für die Wohnbeihilfe ist jedoch die österreichische Staatsbürgerschaft oder die EU-Staatsbürgerschaft. Oft genügt jedoch bereits ein mehrjähriger legaler Aufenthalt in Österreich. Die Höhe der Wohnbeihilfe hängt vom Einkommen, der Miete und der Wohnungsgröße ab.

Für einkommensschwache Haushalte in Österreich gibt es von den einzelnen Bundesländern eine Einmalzahlung zur Unterstützung bei den Heizkosten. Dieser sogenannte Heizkostenzuschuss ist ebenfalls von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Beantragen kann man die finanzielle Unterstützung für die Heizkosten beim jeweiligen Gemeindeamt.

 

 

Corona-Krise und die finanzielle Unterstützung für Studierende

In Österreich arbeiten circa 60 % der Studierenden neben ihrem Studium, um sich dieses zu finanzieren. Die meisten von ihnen arbeiten jedoch nur geringfügig. Daher sind sie von der Kurzarbeit ausgenommen und haben meist auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Zudem sind viele von ihnen in der Gastronomie oder im Tourismus beschäftigt. Viele von ihnen sind daher aktuell ohne Einkommen. In einigen Fällen können auch die Eltern derzeit nicht finanziell aushelfen. Für Studierende in Notlagen gibt es bei den meisten Hochschülerschaften einen Sozialfond. Manche lassen diesen gerade extra aufstocken. Studierende in Not können bei der Hochschülerschaft einen Antrag auf Unterstützung stellen, um sich das Studium auch weiterhin leisten zu können. Wenn bei der lokalen Hochschulvertretung alle Unterstützungen aufgebraucht sind, kann man einen Antrag bei der ÖH-Bundesvertretung stellen.

Fazit

Die aktuelle Situation betrifft sehr viele Privatpersonen. Besonders betroffen sind viele Selbständige, welche ganz ohne Einkommen sind. Wenn hier Hilfsmittel vom Staat nicht möglich sind oder du akut Hilfe benötigst, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme mit der Caritas. Denn leider sind einige Leistungen nicht so schnell verfügbar, wie sie von den Menschen benötigt werden. Regionales Einkaufen und heimische Betriebe zu unterstützen, war noch nie so wichtig wie in dieser Zeit. Wir hoffen auf den nötigen Zusammenhalt unserer Bevölkerung. Bestellt eure Produkte nicht bei Amazon und Co., unterstützt lieber lokale Betriebe. Regionale online-Shops findet ihr auf www.daspackma.at.

Wissenswertes rund um das Ferialpraktikum

Der Sommer rückt immer näher. Viele Schüler/innen und Studierende überlegen sich bereits, ob sie ein Ferialpraktikum machen sollen. Sei es, um das Taschengeld aufzubessern oder einen Beruf besser kennenzulernen. Doch ein Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Wir klären über die Unterschiede auf und geben dir Tipps, worauf du achten solltest, damit dein Ferialpraktikum nicht zum Flop wird.

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Unterschied Pflichtpraktikum und Ferialpraktikum

In Österreich darf generell ab 15 Jahren gearbeitet werden. Pflichtpraktika, beziehungsweise verpflichtende Ferialpraktika, stellen arbeitsrechtlich eine Grauzone dar. Ferialjobs hingegen sind als befristete Arbeitsverhältnisse anzusehen. Doch der Begriffs-Wirrwarr macht die Unterschiede nicht gerade leicht zu erkennen.

Somit ist ein Praktikum nicht gleich ein Praktikum. Vorsicht vor den Unterschieden. Wie der Name Pflichtpraktikum schon sagt, besteht hier die Pflicht zur Absolvierung eines Praktikums. Schüler/innen oder Studierende müssen zur Ergänzung ihrer schulischen Ausbildung ein verpflichtendes Praktikum ablegen. Hierbei steht die Ausbildung im Vordergrund. Diese Pflichtpraktika werden oft im Sommer zur Ferienzeit absolviert. Daher werden sie meist auch als Ferialpraktika bezeichnet. Ferialarbeitnehmer/innen hingegen entscheiden sich freiwillig für ein Ferialpraktikum. Hier besteht keine Verpflichtung. Diese werden meist gemacht, um einen Beruf kennenzulernen und erste Erfahrungen zu sammeln.

Unterschiede zwischen Ferialpraktikum und Ferialjob

Der Begriff Ferialpraktikant/in hat sich umgangssprachlich festgesetzt. Doch gibt es neben dem Unterschied zwischen Pflichtpraktikum und Ferialpraktikum noch einen weiteren Unterschied. Denn ein Ferialpraktikum und ein Ferialjob unterscheiden sich ebenfalls. So ist also ein Ferialjob da, um im Sommer, während der Ferien, Geld zu verdienen. Beim Ferialpraktikum hingegen geht es darum, Berufserfahrung zu sammeln und sich einen bestimmten Beruf anzuschauen. Bei einem Ferialjob handelt es sich um ein richtiges Arbeitsverhältnis. Dieser Unterschied spiegelt sich meist auch beim Gehalt wider.

Der Verdienst beim Ferialpraktikum

Oft erhalten Ferialpraktikantinnen und -praktikanten lediglich ein Taschengeld für ihre Arbeit. Dafür haben sie aber weniger Pflichten als jene die sich für einen Ferialjob entscheiden. Denn beim Ferialpraktikum steht nicht die Arbeitsleistung im Mittelpunkt. Hier geht es ganz alleine darum, was gelernt wird. Ausnahmen bestätigen die Regel. So auch beim Ferialpraktikum. Denn wer ein Ferialpraktikum im Hotel- oder Gastgewerbe macht, befindet sich immer in einem vollwertigen Arbeitsverhältnis.

Rechte und Pflichten beim Ferialpraktikum

Als erstes muss klar sein, ob du ein Ferialpraktikum oder einen Ferialjob machst. Denn bei beiden ergeben sich Rechte und Pflichten. Bei der Ferialarbeit geht es um die persönliche Arbeitsleistung, die du für das Unternehmen erbringst. Im Gegenzug für deine Arbeitsleistung hast du das Recht, auf einen kollektivvertraglich festgelegten Lohn. Bezahlte Krankenstandstage, kollektivvertragliche Sonderzahlungen sowie Urlaubsanspruch stehen dir bei einem Ferialjob ebenfalls zu. Dafür ergeben sich für dich auch Pflichten. Zum Beispiel die Einhaltung der Arbeitszeiten, konkrete Leistungserbringung und Anweisungen zu befolgen, gehören zu deinen Pflichten.

Beim Ferialpraktikum hingegen steht das Lernen und Kennenlernen eines bestimmten Berufs im Vordergrund. Es gibt dabei keine Verpflichtung zur Arbeitsleistung und kein Recht auf Mindestbezahlung.

Tipps, damit dein Ferialpraktikum zum Erfolg wird

Nicht nur das Verhalten während des Praktikums ist wichtig. Denn bereits bei der Vorbereitung kannst du auf einige Punkte achten. Damit dein Ferialpraktikum zum Erfolg wird, haben wir ein paar Tipps für dich.

Vor dem Ferialpraktikum

Bevor dein Ferialpraktikum beginnt, solltest du unbedingt Informationen über das Unternehmen recherchieren. Was macht das Unternehmen genau? Werden Lehrstellen angeboten? Wenn ja, welche? Fragen wie diese solltest du im Vorfeld beantworten.

Vor dem Praktikumsstart ist auch die Fahrstrecke wichtig. Informiere dich zuvor, wie du zur Arbeit kommst. Kannst du die Strecke mit dem Rad fahren oder gibt es eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Damit sorgst du dafür, dass du am ersten Tag nicht unnötigen Stress hast.

Über dein Auftreten solltest du dir ebenfalls im Vorfeld Gedanken machen. Kleidung, Haare sowie die Fingernägel müssen gepflegt sein. Trage nicht zu viel Parfüm auf und informiere dich vorab, ob Piercings erlaubt sind.

Verhalten während des Ferialpraktikums

Ein Ferialpraktikum bietet dir die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Lasse deine Vorgesetzten und Kolleginnen und -kollegen nicht warten und erscheine pünktlich. Viele Jugendliche fragen sich vor Arbeitsbeginn, ob sie die Teammitglieder und Vorgesetzten mit „Du“ oder „Sie“ anreden sollen. Hier raten wir dir, gehe auf Nummer sicher und sprich erst mal alle mit „Sie“ an. So hat jeder die Chance, dir das „Du“ selbst anzubieten. Natürlich kennst du das schon von Zuhause. Aber auch im Berufsleben kommen Worte wie bitte, danke und gerne immer gut an.

Wenn dir Dinge erklärt werden, lass die Person ausreden. Fall niemanden ins Wort, denn du möchtest auch nicht unterbrochen werden, wenn du sprichst. Damit du bei deinem Ferialpraktikum so viel wie möglich lernst, musst du alle deine Fragen auch wirklich stellen. Denn nur wer fragt, kommt weiter. Es ist ebenfalls wichtig, dass du hilfsbereit bist. Du kannst dich umschauen und deine Hilfe selbständig anbieten, oder andere fragen, wo du helfen kannst.

Fasse Kritik nicht als Kritik an deiner Person auf. Wenn jemand deine Arbeit kritisiert, dann frag nach, was du besser machen kannst. Schließlich lernt man auch aus Fehlern. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Verhalten während des Ferialpraktikums ist das Lästern. In den meisten Betrieben wird gerne und häufig getratscht. Als Ferialpraktikant/in nimmst du davon besser Abstand. Denn das macht keinen guten Eindruck von dir. Ebenfalls gilt, für private Geschichten ist nach der Arbeit genug Zeit.

Nach dem Praktikum

Nach Ende deines Ferialpraktikums lässt du dir eine Praktikumsbestätigung ausstellen. Diese kannst du später für deine Bewerbungsunterlagen gebrauchen. Wenn du ein Pflichtpraktikum absolviert hast, wird meist ein Praktikumsbericht verlangt. Schreib diesen am besten gleich nach Ende deines Praktikums. So sind alle Erinnerungen noch frisch und der Text schreibt sich leichter.

Überlege für dich selbst, ob dir das Praktikum, beziehungsweise der Beruf, gefallen hat. Ob du etwas lernen konntest und wie dir die Tätigkeiten zugesagt haben. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dieser Beruf etwas für dich ist, kannst du noch ein zweites Praktikum machen. Vergiss dabei nicht, als Praktikant kann man nicht alles wissen. Daher nimm dir die Kritik nicht zu sehr zu Herzen und versuche es einfach beim nächsten Mal besser zu machen.

 

Ferialjob

 

Rechtliche Tipps für Ferialpraktikantinnen und -praktikanten

Immer wieder sind Jugendliche enttäuscht, weil sie in ihren Ferien voll gearbeitet haben, jedoch nur ein Taschengeld bekommen haben. Oft wird dabei die Unwissenheit rund um das Thema Ferialpraktikum ausgenutzt. Damit du genau weißt, worauf du achten musst und dein Praktikum nicht zu einem Flop wird, haben wir hier ein paar Tipps für dich, was deine Rechte betrifft.

Vor Antritt des Ferialpraktikums

Bevor du dein Ferialpraktikum antrittst, solltest du folgende Punkte berücksichtigen. Kläre mit deinem Arbeitgeber diese Dinge ab:

  • Genaue Tätigkeit
  • Arbeitsbeginn sowie Arbeitsende
  • Arbeitszeiten
  • Gehalt
  • Falls erforderlich: Kosten für Unterkunft
  • Kollektivvertrags-Zugehörigkeit des Unternehmens

 

Wenn du die täglichen Arbeitszeiten vereinbarst, solltest du bei unregelmäßigen Diensten deine freien Tage ebenfalls im Vorfeld festlegen. Aber Achtung: Unter 18 Jahren darfst du keine Überstunden leisten.

Wenn kein Arbeitsverhältnis vorliegt, heißt das für dich, dass es keinen Lohn, beziehungsweise kein Gehalt, nach dem Kollektivertrag gibt. Hier kann aber ein „Taschengeld“ vereinbart werden. Jedoch heißt das auch, dass du keinen Anspruch auf Sonderzahlungen sowie keinen Urlaubsanspruch hast. Dafür bist du aber nicht an Arbeitszeiten gebunden. Denn im Fokus steht dann die Vermittlung von Inhalten, die zu deiner schulischen Ausbildung passen. Es wird von dir keine Arbeitsleistung verpflichtend verlangt.

Daher sollte dir vor Antritt deines Jobs in den Ferien klar sein, ob es sich um ein Ferialpraktikum oder um einen Ferialjob handelt. Es wenn dieser Punkt klar ist, kannst du dir über die restlichen Punkte Gedanken machen und dich richtig vorbereiten.

Während des Ferialpraktikums

Während deines Ferialpraktikums empfehlen wir dir, deine Arbeitszeiten und Tätigkeiten täglich zu dokumentieren und aufzubewahren. Damit kannst du, wenn nötig, deine Arbeitsleistung nachweisen. Achtung: Unterschreibe nie falsche Arbeitsaufzeichnungen. Ferialpraktikantinnen und -praktikanten müssen vor vom Unternehmen  Arbeitsantritt bei der Gebietskrankenkasse gemeldet werden. Anschließend ist die Firma verpflichtet, dem/der Praktikanten/in eine Abschrift davon zu geben. Daher solltest du auch darauf achten, um sicher zu gehen, dass du auch angemeldet wurdest.

Im Anschluss an das Praktikum

Nach Ende deines Ferialpraktikums solltest du keine Verzichtserklärungen unterschreiben. Bevor du so etwas unterschreibst, ist es besser, dich von jemanden mit Expertenwissen auf diesem Gebiet beraten zu lassen. Wenn dir dein zustehendes Gehalt nicht gezahlt wurde, musst du das Unternehmen schriftlich zur Nachzahlung auffordern. Das gilt auch, wenn dir Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Überstunden zustehen und diese nicht gezahlt wurden. Dabei solltest du keine Zeit vergehen lassen. Denn aufgrund der Verfallsbestimmungen kannst du deinen Anspruch verlieren, wenn du zu lange wartest.

Wirf auch einen Blick auf deinen Lohnzettel. Denn wenn dir Lohnsteuer abgezogen wurde, obwohl du nicht lohnsteuerpflichtig bist, kannst du dir das Geld bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung vom Finanzamt zurückholen. Lohnsteuerpflichtig ist jeder, der mehr als 12.600 Euro im Jahr verdient.

Was, wenn das Ferialpraktikum nicht passt?

Eines vorweg: Keine Angst, wenn das Ferialpraktikum zum Albtraum wird. Du kannst es vorzeitig beenden. Leider gehören auch schlechte Erfahrungen zum Leben. Bei einem Ferialpraktikum liegt meist ein befristeter Vertrag vor. Diesen kann man jederzeit einvernehmlich auflösen. Handelt es sich um ein freiwilliges Praktikum, ist es wichtig, was in der Praktikumsvereinbarung steht. Doch egal, wie schlimm das Praktikum ist, einfach nicht mehr erscheinen ist keine gute Lösung. Suche das Gespräch und beende das Praktikum persönlich. Eventuell lassen sich so Missverständnisse aufklären und es muss doch nicht zum vorzeitigen Ende kommen.

Fazit

Ein Ferialpraktikum ist ein wichtiger erster Einblick in das Berufsleben. Doch lass dich nicht über den Tisch ziehen. Unterschreibe nichts, was du nicht verstehst. Achte auf deine Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse. Wenn dein Ferialpraktikum vorbei ist, ist es wichtig, nichts zu vergessen. Diese Dinge solltest du zum Schluss beisammenhaben:

  • Endabrechnung
  • An- und Abmeldung von der GKK
  • Jahreslohnzettel für das Finanzamt
  • Deine Arbeitsbescheinigung
  • Falls erforderlich die Praxisbestätigung für deine Schule
  • Ein Dienstzeugnis – wird nicht automatisch ausgestellt. Daher musst du darum bitten.

Noch mehr Informationen rund um das Ferialpraktikum findest du hier. Du bist dir bei der Erstellung deines Lebenslaufs oder des Bewerbungsschreibens noch unsicher? Kein Problem! In unserem Blog findest du noch weiter Tipps rund um die Themen Bewerbung und Lebenslauf.

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Berufliche Veränderung: Ist es Zeit für einen Jobwechsel?

Das Wochenende ist vorbei und du bekommst Bauchschmerzen, wenn du an Montag denkst? Du bist in deinem Job unglücklich, möchtest eigentlich etwas ganz anderes machen oder suchst eine neue Herausforderung? Dann solltest du eine berufliche Veränderung in Betracht ziehen. Wir erklären in diesem Beitrag, was für einen Jobwechsel spricht, was man vorher bedenken muss und welche Förderungen es dafür gibt.

Themen, die wir in diesem Artikel behandeln:

Was spricht für eine berufliche Neuorientierung?

Wenn die Unzufriedenheit mit dem Job wächst, jeder Arbeitstag nur Frust bedeutet und du einfach nicht mehr das Gefühl hast, dass dein Job das Richtige für dich ist, ist es wahrscheinlich an der Zeit, über eine berufliche Veränderung nachzudenken. Wir haben hier ein paar Argumente für eine Neuorientierung gesammelt:

  1. Noch einmal neu durchstarten: Nicht immer war die Berufsentscheidung, die man als Jugendlicher getroffen hat, die Richtige. In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht ungewöhnlich, vom gewohnten Weg abzuzweigen und eine neue Richtung einzuschlagen. In Bezug auf Weiterbildungen wird das sogar von Arbeitgebern gefordert. Ein Jobwechsel oder eine berufliche Neuorientierung bietet dir die Möglichkeit, neu durchzustarten – mit den Erfahrungen, die du bereits im Arbeitsleben gemacht hast.
  2. Jobfrust gehört nicht zum Arbeitsleben: Wenn du schon länger unzufrieden mit deinem Job oder Beruf bist, mag es sich so anfühlen, als wäre das die berufliche Normalität. Aber das muss nicht sein, ein Jobwechsel kann hier die notwendige Veränderung in dein Leben bringen.
  3. Bessere Chancen am Arbeitsmarkt: Manche Berufe sind zukunftsträchtiger als andere. In der Zukunft werden viele Prozesse automatisiert. Das bedeutet, dass Berufe wegfallen, aber auch neue entstehen. Eine berufliche Veränderung oder Fortbildung kann dich auf diese Zeit vorbereiten und dir bessere Chancen am Arbeitsmarkt geben. Besonders, wenn sie in Richtung Digitalisierung, Technik oder Mangelberufe geht.
  4. Schlüsselqualifikationen vertiefen: Eine berufliche Veränderung muss nicht immer bedeuten, dass man in ein ganz anderes Feld wechselt. Oft zeigen Arbeitende auch das Bedürfnis, eine bestimmte Qualifikation auszubauen und sich auf einen spezifischen Bereich zu spezialisieren.
  5. Deine Gesundheit profitiert davon: Übst du einen Beruf aus, der dir gesundheitliche Probleme bereitet oder hattest du einen Arbeitsunfall oder physische Beeinträchtigungen, kann auch die Gesundheit ein Faktor für den Jobwechsel sein.

Selbstreflexion: Die 5 Fragen für deinen Jobwechsel

Sei ehrlich mit dir selbst: Die folgenden Fragen werden dir helfen herauszufinden, was dich an deiner momentanen Situation stört und was du beruflich wirklich willst.

1. Bist du in deinem jetzigen Job oder in deinem Beruf unzufrieden?

Diese Frage ist essentiell für deine berufliche Veränderung. Für manche mag sie leicht zu beantworten sein. Doch oft, wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass ihr Beruf eine Fehlentscheidung war, liegt es in Wirklichkeit am Job im aktuellen Unternehmen. Deshalb überlege dir genau: Sind es wirklich die Tätigkeiten, die dich unzufrieden machen? Kannst du dir vorstellen, dass dich deine beruflichen Aufgaben in einem besseren Arbeitsumfeld erfüllen? Kann es sein, dass dein aktueller Job dir die Lust an deinem Beruf vermiest? Warst du jemals richtig zufrieden mit deinem Job?

2. Warum bist du unzufrieden?

Hier machst du am besten eine Liste, mit den Dingen, die dich am meisten stören. Ordne diese Liste nach den wichtigsten Punkten – so weißt du auch gleich, was in deinem neuen Job unbedingt anders sein muss. Schreib dann auch gleich daneben, was du dir von deinem neuen Job wünscht, z. B. wenn du unzufrieden mit den Arbeitszeiten bist: Wünscht du dir mehr Flexibilität? Home-Office? Weniger Überstunden?

3. Bei einem Berufswechsel: Welchen Beruf willst und kannst du ausüben?

Willst du dich beruflich vollkommen verändern, ist es an der Zeit, über deine Stärken und Schwächen nachzudenken. Dazu kannst du Stärken-Schwächen-Tests im Internet machen und deine vorhandene Berufserfahrung nutzen. Auch hilft es oft, den Freundeskreis und deine Familie zu fragen. Welche Tätigkeiten sind dir immer besonders gut von der Hand gegangen? Was hat dir Spaß gemacht? Was fiel dir schwer? Auch: Welche Fähigkeiten hast du schon und kannst du ausbauen?

Hast du einen ungefähren Überblick über deine Interessen, Stärken und Schwächen, kannst du auch darüber nachdenken, welche Berufswünsche du schon hattest. Dazu musst du nicht bis in deine früheste Kindheit zurückgehen. Als du deinen jetzigen Beruf erlernt hast, welche Richtungen hast du damals noch in Betracht gezogen? Oder wolltest du eigentlich etwas ganz anderes machen, hast dich aber nicht getraut oder die Rahmenbedingungen haben es nicht zugelassen?

Im Berufskompass des AMS und dem Berufsinformationscomputer auf bic.at findest du alle Berufe inkl. genauen Beschreibungen. Im Karrierekompass findest du Informationen und Ressourcen zur Aus- und Weiterbildung.

4. Welchen Beruf kannst du ausüben?

Finde bei diesen Überlegungen aber die Balance zwischen realistisch bleiben und Mut haben. Denn du solltest auch deine finanzielle Situation, deine familiären Umstände und deine wirklichen Fähigkeiten im Blick haben. Eine Berufsberatung kann dir die Möglichkeiten aufzeigen, die du bisher noch nicht erwägt hast. Ebenfalls erfährst du dabei, welche Berufe Zukunftspotential haben. Wir haben im folgenden Artikel Jobs mit Zukunft vorgestellt:

5. Habe ich auch die Risiken einer beruflichen Veränderung bedacht?

Ein Jobwechsel birgt auch Risiken und Schwierigkeiten. Das sollte dir bewusst sein, dich aber nicht abschrecken, wenn du wirklich eine berufliche Veränderung wünscht. Mach dir auch Gedanken, welche finanzielle Risiken und persönlichen Umstände, wie dein Alter, einen Jobwechsel erschweren könnten. Dabei können dir Gespräche mit Familie und Freundeskreis helfen, am besten wendest du dich aber an Beratungsstellen. Diese wissen um alle Risiken und Chancen einer beruflichen Umorientierung Bescheid und können dir so ein umfangreiches Bild geben.

Fortbildung

Wo erhalte ich Hilfe für eine berufliche Veränderung?

Wenn der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung immer größer wird, ist guter Rat teuer. Denn natürlich will man bei einem Jobwechsel Risiken und Chancen realistisch einschätzen. Eine professionelle Beratung kann hier helfen. Das AMS ist dafür in Österreich die richtige Anlaufstelle, geht es um Möglichkeiten, Förderungen und allgemeine Berufsberatung. Auch auf erwachsenenbildung.at, einer Seite des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, findest du einen Überblick zu Beratungsstellen und -angeboten.

Finanzielle Förderungen vom AMS

Geht es um finanzielle Förderung einer Aus- oder Weiterbildung, bietet das AMS verschiedene Möglichkeiten für verschiedene Lebenssituationen. Wir stellen einige vor:

  • Lehrstellenförderung: Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch über 18-Jährige, die eine Lehre absolvieren wollen, gefördert.
  • Selbsterhalterstipendium: Hast du bereits min. 4 Jahre gearbeitet und willst nun studieren, kannst du ein Selbsterhalterstipendium beantragen.
  • Weiterbildung in Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit: Mit dem Arbeitgeber kann eine gesetzliche Bildungskarenz oder Freistellung vereinbart werden, jedoch entfallen dann die Bezüge. In diesem Fall kann man Weiterbildungsgeld beantragen.
  • Frauen in Handwerk und Technik: Mit dieser Förderung will man Frauen den Umstieg in Technik-und Handwerksberufe erleichtern.
  • Fachkräftestipendium: Du willst eine Ausbildung in einem Berufszweig machen, der momentan vom Fachkräftemangel betroffen ist? Dann kannst du deine berufliche Veränderung fördern lassen.

Keine dieser Förderungen ist für deine Situation passend? Hier findest du einen Überblick über alle Förderungen und Beihilfen des AMS.

Fazit: Ist ein Jobwechsel oder eine Umschulung das Richtige für mich?

Das kannst natürlich nur du selbst beantworten. Eine berufliche Veränderung benötigt Mut und eine realistische Einschätzung deiner eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Doch auch wenn du schon einige Jahre in deinem Beruf verbracht hast, hast du keinen Nachteil, wenn du dich neu orientieren willst. Ganz anders als noch vor 30 Jahren, ist es heute nicht mehr unüblich, sich während seines Berufslebens neu zu orientieren. Wir hoffen dir mit unserem Artikel die wichtigsten Fragen zur Selbstreflexion und Informationen zur Förderung gegeben zu haben, damit du im Falle des Jobwechseln gewappnet bist.

Bereit für deinen Jobwechsel? Hier findest du die besten Jobs in deiner Nähe:

Weiterbildung in Zeiten wie diesen – Welche Angebote gibt es derzeit?

Die Welt scheint still zu stehen. Der Frühling wird immer spürbarer und es zieht uns nach draußen. Raus in die Natur, sonnen im Park oder Spritzer am See. Doch die Parkanlagen und Straßen sind menschenleer. Cafés und Restaurants haben geschlossen und die Bevölkerung soll so gut es geht das Haus nicht verlassen. Viele Österreicher/innen sind aktuell arbeitslos oder in Kurzarbeit. Damit die Zeit gut genutzt ist und die Langeweile nicht überhandnimmt, denken viele derzeit daran, sich weiterzubilden. Doch auch hier ist das Angebot begrenzt, denn Weiterbildung geht derzeit nur online. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Fortbildungen man derzeit machen kann, erfährt ihr hier.

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Lebenslanges Lernen – Warum Weiterbildung wichtig ist

Die Arbeitswelt verändert sich ständig. Um den neuen Herausforderungen standhalten zu können, ist Weiterbildung wichtig. Im eigenen Berufsfeld ist es besonderes essenziell, immer am Ball zu bleiben. Natürlich kommen Wissenslücken vor, aber ein top Talent am Arbeitsmarkt erkennt diese Lücke und ist bereit, sie so schnell wie möglich zu schließen. Das funktioniert oft nur durch eine gezielte Weiterbildung.

Aber auch wenn du gerade nicht in einem Arbeitsverhältnis bist, ist Weiterbildung etwas besonders Wichtiges. Damit kannst du nicht nur Lücken im Lebenslauf gut füllen, sondern zeigst deinem zukünftigen Arbeitgeber, dass du engagiert bist und hebst dich mit deinen Qualifikationen aus der Masse hervor.

Wir leben in einer Wissensgesellschaft, wo man schnell ohne ein fundiertes Allgemeinwissen ins Abseits geraten kann. Nur wer sich ständig weiterbildet und entwickelt, kann heutzutage mit der Welt noch mithalten.

Gründe für eine Weiterbildung

Permanente Veränderungen gehören für viele Berufstätige zum Alltag, denn in einem Großteil der Branchen ist es ganz normal, dass laufende Weiterbildung notwendig ist. Außerdem ist es in der jetzigen Zeit nicht mehr üblich, jahrelang dieselbe Position zu besetzen. Jobwechsel sind heute etwas Übliches und niemand erwartet, dass man bei seinem ersten Arbeitgeber auch in Pension geht. Welche Gründe sprechen nun aber für laufende Weiterbildung?

  • Je mehr man weiß, umso leichter kommt man voran
  • Man sticht bei der Bewerbung aus der Masse hervor
  • Man kann sich für bessere Jobs mit mehr Verantwortung bewerben
  • Wissen ist Macht und hilft Dinge besser zu verstehen
  • Qualifikationen und Weiterbildungen haben auch Einfluss auf das Gehalt
  • Der Arbeitsmarkt hat heute ein viel größeres Volumen, permanente Anpassung ist nötig
  • Bildung legt den Grundstein der Karriere
  • Durch Bildung wird man in berufs- wie auch im Privatleben selbstsicherer

 

Fortbildung

Weiterbildung während der Corona-Krise

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung sind Schulen und Universitäten geschlossen. Weiterbildungsanbieter haben den Präsenzunterricht ebenfalls einstellen müssen. Daher sind die aktuellen Möglichkeiten sich fortzubilden auf das online Angebot eingeschränkt. Doch die Auswahl der online Kurse ist enorm. Hier ist nahezu für jeden Bereich das Richtige dabei. Hast du zum Beispiel ein LinkedIn-Profil, kannst du zum Beispiel zu den von dir angegeben Kenntnissen und Fähigkeiten online Tests durchführen. So sehen Recruiter, dass deine Fähigkeiten auch bestätigt sind und du selbst hast dein Wissen aufgefrischt und abgefragt.

Google bietet ebenfalls online gratis Zertifizierungen an. Hier kannst du dich direkt bei Google für Google Analytics und Google Ads bis zum Zertifikat fortbilden. Außerdem kannst du dir viele Dinge ebenfalls mit YouTube-Tutorials beibringen. Das Lesen von Fachliteratur ist ebenso eine Art der Weiterbildung und hilft dir deine Kenntnisse zu erweitern.

Virtuelle Lernorte für die online Weiterbildung

Ob Podcasts für die eigene Inspiration oder YouTube-Tutorials für das Sprachen erlernen. Das online Angebot ist groß. Wo es welche Angebote gibt? Wir haben für euch eine Übersicht erstellt.

Udacity

Das Portal Udacity ist aus einem Experiment der Universität von Stanford entstanden. Hier steht das Programmieren im zentralen Fokus. Der Zugang zu den Kursen und den dazugehörigen Unterlagen ist völlig kostenlos. Wünschst du dir jedoch ein umfangreiches Angebot inklusive Betreuung und persönlichem Feedback, ist das hingegen zu bezahlen. Die Entwicklung und Erarbeitung der Kurse und Inhalte wird gemeinsam mit Größen wie Google erarbeitet.

Udemy

Hier bekommst du eine gute Mischung aus von Privatpersonen erstellten Kursen sowie professionellen Angeboten durch Universitäten. Um dich hinsichtlich Qualität besser orientieren zu können, gibt es auf der Seite ein Bewertungssystem, was die Einordung der Angebote erleichtert. Es gibt kostenlose und kostenpflichtig Angebote.

Rocketship.fm

Bei Rocketship.fm kannst du exklusiv von Start-ups lernen. Mehr als 100 Firmengründer erzählen in Podcasts von ihrer Arbeit und dem Alltag bei einem Start-up. Dabei bekommst du innovative und kreative Ideen für Marketingstrategien sowie viele weitere spannende Themen.

Codecademy

Auch die New Yorker Plattform Codecademy richtet sich an Programmierinteressierte. Das Ziel dieses Portals ist es, Anfängern Basiskenntnisse des Programmierens zu vermitteln. Das Kursangebot ist kostenlos und umfasst Bereiche, wie zum Beispiel HTML & CSS, JavaScript, jQuery, PHO oder Ruby.

Coursera

Das Angebot von Coursera ist kostenlos und es gibt außerdem keine Zugangsvoraussetzung. Verschiedene Universitäten, darunter auch Elite-Universitäten, wie zum Beispiel Stanford, stellen die Weiterbildungsangebote zur Verfügung. Das ganze Jahr hindurch starten hier Kurse. Außerdem handelt es sich bei Coursera um einen der weltweit bekanntesten Anbieter.

LinkedIn Learning

Auch bei LinkedIn gibt es ein Angebot an online Fortbildungen. Hier bekommst du kurze Videolektionen im Ausmaß von zwei bis drei Stunden, mit Praxisbezug. Da LinkedIn zu Microsoft gehört, gibt es u. a. Angebote für Fortbildungen im IT-Bereich.

Fortbildungen

Wie ist eine online Weiterbildung organisiert?

Für den Aufbau einer online Fortbildung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen kann die Weiterbildung in Form eines online Videokurses durchgeführt werden. Man ist zeitlich und örtlich völlig flexibel, da der Kurs zu 100 % online abgeschlossen werden kann. Dabei wird fast nur digital kommuniziert, also zum Beispiel in Diskussionsforen. Eine andere Möglichkeit eine online Fortbildung durchzuführen, ist das Webinar. Dabei hält ein/e Vortragende/r ein Live-Seminar, das übertragen wird. Dazu befinden sich die Kursteilnehmenden sowie der Dozent in einem Webinar-Raum im Internet. Die Übertragung findet in Echtzeit statt. Somit ist man bei dieser Form zeitlich nicht mehr flexibel.

Kriterien, um den passenden Anbieter auszuwählen

Bei der Vielzahl an Anbietern fällt es oft schwer, den Richtigen auszuwählen. Außerdem möchte man im Internet nicht auf betrügerische Angebote reinfallen. Für die richtige Auswahl des Anbieters ist es vorab wichtig zu wissen, ob man sich nur für sich selbst, also aus privaten Gründen weiterbildet, oder ob man die Weiterbildung für den Beruf oder für eine berufliche Umorientierung macht. Denn macht man die Fortbildung, um die Karrierechancen zu erhöhen, empfehlen wir unbedingt einen Kurs mit Zertifikatsabschluss zu wählen. Nur so kann man die erworbenen Fähigkeiten später nachweisen.

Wenn du eine Weiterbildung suchst, die staatlich anerkannt ist, klärst du das  am besten vorab mit dem Anbieter ab. Dieser kann dir sämtliche Detailinformationen zu dem von dir favorisierten Kurs geben. Wir empfehlen dir im Vorhinein Bewertungen zum Anbieter zu recherchieren, dabei erkennt man sehr schnell ob die Plattform seriös ist oder nicht.

Fazit: Weiterbildung ist wichtig!

Nicht umsonst heißt es „lebenslanges Lernen“. Unsere Welt verändert sich schnell, das trifft auch auf viele Branchen und Berufe z. Heute ist es nicht mehr üblich, etwas beim Berufseinstieg zu erlernen und es dann die nächsten Jahrzehnte genauso weiterzumachen. Deshalb gehört es dazu, sich Weiterzubilden und auf dem Laufenden zu halten.

Viele Firmen bieten ihren Mitarbeiter/innen Weiterbildungsmöglichkeiten an oder schicken diese zu externen Seminaren. Aber auch privat kann man Fortbildungen absolvieren. Besonders wenn man aktuell ohne Beschäftigung ist, ist das eine gute Möglichkeit, um Lücken im Lebenslauf zu vermeiden.

Außerdem gibt es viele online Fortbildungen, um das Wissen gleich von zuhause aus zu erweitern. Deshalb lohnt es sich immer, sich selbst zu fragen: Was will ich noch lernen? In welchen Bereich will ich mich beruflich vertiefen? Welche Weiterbildung erhöht meine Qualifikationen? Denn: Wissen ist Macht und treibt auch deine Karrierechancen voran.

 

Ferialpraktikum – der erste Schritt in die Arbeitswelt

Es ist wieder soweit. Tausende Schüler/innen und Studierende wollen heuer wieder ihr theoretisches Wissen außerhalb von Schule und Uni praktisch beim Ferialpraktikum unter Beweis stellen. Die Jagd nach den begehrten Praktikumsplätzen im Sommer ist eröffnet.

Doch wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt, um sich für ein Ferialpraktikum zu bewerben? Was beeinflusst meine Bewerbung? Und was erwartet mich? Wir erklären dir, wie du ein Ferialpraktikum findest und was du beachten solltest.

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Warum überhaupt ein Ferialpraktikum machen?

Jedes Jahr machen tausende Jugendlichen und junge Erwachsene ein Ferialpraktikum. Heute ist es fast schon Standard, einmal im Leben ein Praktikum gemacht zu haben. Aber auch viele Schulen und Studiengänge haben ein verpflichtendes Praktikum im Lehrplan. Denn „probieren geht bekanntlich über studieren“. Oft sieht man den Unterschied zwischen theoretischem Wissen und der praktischen Umsetzung im Tagesgeschäft erst wenn man den Arbeitsalltag selbst erlebt hat. Durch ein Ferialpraktikum hast du die Möglichkeit, dein Wissen in der Praxis anzuwenden. Dadurch ist das Praktikum ein super Training für den späteren Berufseinstieg. Außerdem macht sich ein Ferialpraktikum auch gut im Lebenslauf und wird von Firmen meist positiv bewertet. Außerdem kannst du so erste berufliche Kontakte knüpfen. Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, später im Ferialbetrieb eine Lehre zu beginnen oder nach dem Studium dort einzusteigen. Des Weiteren lernt man etwas über sich selbst. Denn die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen kann man eigentlich erst beantworten, wenn man die Möglichkeit hatte, sich auszuprobieren.

Die Suche nach der passenden Ferialpraktikumsstelle

Bereits bei der Bewerbung für das Praktikum wird erwartet, dass man weiß, wo die eigenen Interessen liegen. Oft merkt man erst beim Arbeiten, dass das Aufgabenfeld beziehungsweise der Beruf, nicht zu einem passen oder ganz anders sind als gedacht. Auch dann kann man etwas mitnehmen, man weiß dann schließlich, was einem nicht liegt. Aber wo findet man eine Praktikumsstelle?

Die Suche nach einer Ferialpraktikumsstelle kannst du im Verwandten und Bekanntenkreis beginnen. Vielleicht arbeitet jemand aus deiner Familie in einem Betrieb, den du gerne kennenlernen würdest? Dann kannst du dort nachfragen, ob sie auch Ferialpraktika vergeben.

Du kannst auch online Jobbörsen, wie österreichjobs.com, durchsuchen und nach Stellenanzeigen für Ferialjobs Ausschau halten. Wenn du ein Stelleninserat gefunden hast, dann kannst du dich dort bewerben. Vielleicht kennst du bei dem Unternehmen auch jemanden und kannst deine Beziehungen spielen lassen. Wenn nicht, ist es oft von Vorteil, wenn du deine Bewerbung ausdruckst und sie persönlich vorbeibringst.

Wenn du keine passende Stellenanzeige für dein Praktikum findest, kannst du dich einfach aus Eigeninitiative bewerben. Das nennt sich Initiativbewerbung. Lass dich nicht von deiner Bewerbung abhalten, nur weil du nicht weißt, ob die Firma überhaupt Ferialpraktikanten/innen aufnimmt.

Weitere Tipps für die Erstellung deines Lebenslaufs oder für das Bewerbungsschreiben findest du in unserem Blog.

Lieber erst später für ein Praktikum bewerben?

Unterschiedliche Branchen haben unterschiedliche Hochzeiten. Die Tourismusbranche sowie die Baubranche haben beispielsweise im Sommer Hochsaison.
Das bedeutet, März und April sind ideal, um sich für ein Praktikum zu bewerben. Die Bewerbungsprozesse sind dann im vollem Gange und man erhält auf das Bewerbungsschreiben meist schnell eine Antwort. Auch andere Branchen stellen für die Sommermonate gern Praktikantinnen und Praktikanten ein, um Produktionsrückstände und Engpässe zu vermeiden.

Lohnt sich die Bewerbung für ein Ferialpraktikum im Sommerloch überhaupt?

Es wird behauptet, dass sich eine Bewerbung für ein Praktikum im sogenannten „Sommerloch“ nicht lohnt. Diese Behauptung wurde durch Studien ebenfalls entkräftet.

Sommerzeit ist zwar Urlaubszeit und die meisten Personalverantwortlichen befinden sich im Urlaub, doch das bedeutet nur, dass man geduldiger auf sein Antwortschreiben warten muss. Wenn du bei der Suche nach einem Praktikum nicht unter Druck stehst, dann nutz den trägen Sommer für ausführliche Firmenrecherchen und Initiativbewerbungen. So bist du für den Bewerbungsgespräche-Marathon im Herbst bestens gerüstet.

Nach dem Sommer sind Personalverantwortliche wieder erholt im Büro. Neue Ideen und Projekte werden erarbeitet, vorgestellt und schließlich umgesetzt. Dazu werden oft zusätzlich kreative Köpfe benötigt. Die Herbstmonate sind also ideal, um sich für ein Praktikum, aber auch für eine Fixanstellung zu bewerben.

Soll ich zum Jahresende noch eine Bewerbung für ein Praktikum senden?

Viele Saisonbetriebe sind auf Bewerbungen zum Jahresende angewiesen. Ein Kurzpraktikum während der Winterferien hat den Vorteil, dass man beispielsweise im Sommer mehr Freizeit hat.

Manche Praktika sind heiß begehrt und schwer umkämpft. Eine frühzeitige Bewerbung kann am Jahresende ein Vorteil sein. Einige dieser Ferialpraktika haben bis zu 6 Monate Vorlaufzeit. Ein Praktikum im Ausland sogar bis zu einem Jahr. So hast du die Möglichkeit, den Neujahrs-Bewerber/innen um einen Schritt voraus zu sein.

Wann ist er nun, der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung für ein Praktikum?

Den richtigen Zeitpunkt für die Bewerbung zum Ferialpraktikum bestimmst du. Informiere dich über die Branche und die Firma, bei der du das Ferialpraktikum machen willst. Finde heraus, wann es ruhigere Phasen gibt und wann Hochsaison ist. Wann Entscheidungstragende leichter erreichbar sind und ob es Projekte gibt, die an den Start gehen.

Prinzipiell gilt: Das Verschicken einer Bewerbung lohnt sich immer. Ist sie erstmal am richtigen Tisch gelandet, hat man immer eine Chance, das ausgeschriebene Praktikum zu ergattern.

 

 

Der erste Tag im Ferialpraktikum – wie wird dieser zum Erfolg?

Was ziehe ich an? Rede ich meine Kolleginnen und Kollegen mit DU oder SIE an? Fragen über Fragen. Der erste Tag beim Ferialpraktikum ist wohl der aufregendste. Schließlich ist alles neu und du lernst viele neue Menschen auf einmal kennen. Da willst du bestimmt auch einen positiven Eindruck machen. Wir geben dir ein paar Tipps, wie dein erster Tag zum Erfolg wird.

Die Kolleginnen und Kollegen kennen lernen

Hierbei kannst du dich schon im Vorfeld informieren. Schau doch einfach mal im Internet, ob das Unternehmen eine Teamseite auf ihrer Homepage hat. Wenn ja, findest du dort meist alle Mitarbeiter/innen mit Bild, Namen und die Position. Dort kannst du dir deine neuen Kolleginnen und Kollegen einprägen und dir schon mal die Namen merken. Gibt es keine Teamseite auf der Homepage? Dann kannst du Karriere-Netzwerke wie XING oder LinkedIn durchschauen. Auf dem Firmenprofil sind dort meist auch die Angestellten zu finden.

Kleider machen Leute – das Outfit für dein Ferialpraktikum

Oft passt Businesskleidung nicht zur Firmenkultur. Aber das kann man im Vorfeld nicht wissen. Für ein Praktikum bei einer Bank oder einem großen Konzern, wo du viel mit Kunden zu tun hast, ist ein Businessoutfit keine schlechte Wahl.

Jedoch ist es ratsam, gleich beim Vorstellungsgespräch nach einem Desscode zu fragen. Auch wenn dir geantwortet wird, dass es keine Kleidervorschriften gibt, heißt das nich, dass du in Jogginghose und Flip Flops kommen kannst. Wähle Kleidung aus, in der du dich wohlfühlst und die zur Branche und deiner Position passt. Deine Kleidung sollte auf jeden fall sauber und nicht kaputt sein. Ein T-Shirt mit Löchern oder schmutzige Schuhe wirken sofort ungepflegt.

Der erste Rundgang

Wenn du am ersten Praktikumstag in der Firma ankommst, gibt es normalerweise eine erste Führung durch das Büro. Dabei wirst du auch den anderen Teammitgliedern vorgestellt. Hier reicht ein einfaches „Hallo“, stelle dich kurz mit deinem Namen vor und erkläre in welchem Bereich und wie lange du hier ein Praktikum machst. Für ein besseres Kennenlernen gibt es dann die Mittagspause oder den Feierabend.

Ein Begrüßungs-E-Mail an alle?

In einigen Unternehmen ist es normal, dass am ersten Tag eine E-Mail an alle geschickt wird. In dieser stellst du dich kurz vor. Meist verlaufen diese E-Mails nach einem bestimmten Schema. Wenn dem so ist, wirst du darüber aber im Vorfeld informiert.

Die Vorstellung vor den Kolleginnen und Kollegen

Bei vielen Unternehmen ist es üblich das der/die Vorgesetzte dich vor der Belegschaft begrüßt. Im Anschluss bekommst du dann die Chance, dich selbst kurz vorzustellen. Dafür solltest du nicht länger als eine Minute brauchen. Ein paar Ideen, über welche Dinge du sprechen kannst:

  • Name, dein Alter, wo du herkommst
  • Deine Schulbildung, Studium
  • Wie bist du zu diesem Praktikum gekommen, was dich interessiert
  • Deine Hobbys und Interessen
  • Du kannst dich vorab entschuldigen, falls du leicht Namen vergisst
  • Erkläre, dass du dich auf die Zusammenarbeit freust, was dich bei deinen Projekten besonders interessiert oder auf welche Aufgaben du gespannt bist

Was mitbringen zum Einstand beim Ferialpraktikum?

Es wird nicht von dir erwartet, dass du zum Einstand Kuchen oder Brötchen mitbringst. Jedoch machst du dich mit ein paar Süßigkeiten oder einem selbstgemachten Kuchen schon mal bei der Belegschaft beliebt. Außerdem kommst du beim Kuchenessen so mit dem einen oder anderen Teammitglied in Kontakt.

Fragen gleich stellen?

Weißt du nicht, was du machen sollst oder ist dir deine Aufgabe nicht ganz klar? Dann frag am besten gleich nach. Das zeigt dein Interesse und Engagement. Übertreib jedoch nicht. Du solltest nicht bei jeder Kleinigkeit deine Kolleginnen und Kollegen fragen. Jobspezifische Dinge oder Fragen zum Unternehmen musst du natürlich stellen. Es gibt aber auch Fragen, die sich ganz schnell googeln lassen. Also bevor du jemanden fragst, wie man aus einem Word-Dokument eine PDF-Datei erstellt, kannst du das ganz zackig in die Suchmaschine eingeben. Es ist auch wichtig, dass du dieselbe Frage nicht öfter stellst. Dafür bietet es sich an, einen Block mitzunehmen, wo du dir die wichtigsten Dinge notieren kannst. Damit zeigst du auch gleich, dass du organisiert und aufmerksam bist. Außerdem bekommst du in den ersten Tagen so viele Informationen, da hilft dir das Aufschreiben bestimmt.

Auf in die Mittagspause

Gibt es in dem Betrieb noch weitere Ferialpraktikantinnen und Praktikanten? Wenn ja, kannst du dich für die Mittagspause mit ihnen zusammenschließen. Andernfalls wirst du sicher von deinen Mitarbeiter/innen gefragt, ob du dich bei ihnen anschließen möchtest. Wenn nicht, dann sei nicht schüchtern und frag, ob du dich zu ihnen gesellen kannst. In der gemeinsamen Pause kannst du die Chance nutzen, um die anderen auch privat etwas besser kennenzulernen.

Ab nach Hause – Arbeitsschluss

Der Feierabend nähert sich und du rutscht schon 45 Minuten nervös auf deinem Stuhl herum? Das macht keinen guten Eindruck. Orientiere dich lieber an deinen Kolleginnen und Kollegen. Sei nicht der Erste, der pünktlich um 17:00 aus dem Büro stürmt. Frag stattdessen lieber nach, ob es in Ordnung ist, wenn du jetzt gehst oder biete deinen Hilfe an, falls es noch etwas zu erledigen gibt.

Was geht und was geht nicht beim Ferialpraktikum?

Zum Abschluss geben wir dir noch eine kleine Liste mit Dingen, die du bei deinem Ferialpraktikum machen kannst und was du lieber bleiben lässt.

DO’s:

  • Überblick über die künftigen Kolleginnen und Kollegen auf der Homepage oder in den sozialen Netzwerken verschaffen.
  • Klären, welchen Desscode es gibt.
  • Sich über Adresse, Etage und Abteilung informieren, damit du gleich am ersten Tag weißt, wohin du musst.
  • Dir einen Sicherheitswecker stellen, falls der erste Wecker nicht läutet.
  • Dich bei den neuen Kolleginnen und Kollegen vorstellen.
  • Notizen machen.
  • Kleinigkeiten googeln und erst wenn es nötig ist, nachfragen.
  • Den typischen Arbeitstag beobachten.
  • Eine Vorstellung deiner Person vorbereiten.
  • Kuchen oder ähnliches zum Einstand mitbringen.
  • Deine Mittagspause mit deinen Teammitgliedern und nicht allein verbringen.

DONT’s:

  • Sich verspäten.
  • Ungepflegtes Auftreten – dreckiges Gewand oder kaputte Schuhe.
  • Wichtige Informationen nicht notieren.
  • Viele undurchdachte Fragen stellen.
  • Ohne Anmerkung in die Raucherpause gehen.
  • Privat telefonieren oder surfen.
  • Die Mittagspause alleine verbringen.
  • Ohne Verabschiedung oder Abmeldung in den Feierabend gehen.
  • Zu viele private Dinge erzählen.
  • Dich an Klatsch und Tratsch beteiligen.

Wenn du diese Dinge berücksichtigst, kann nichts mehr schief gehen. Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem Ferialpraktikum!