Das Video Bewerbungsgespräch: Vorbereitung, Tipps und Checkliste

Mit deiner Bewerbung konntest du ein Unternehmen von dir überzeugen und du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nur soll dieses nicht persönlich stattfinden, sondern per Video. Das ist gar nicht unüblich: Der technische Fortschritt ermöglicht Firmen, neue Wege im Recruiting zu gehen. Denn egal, ob sich das Unternehmen im Ausland befindet oder aufgrund der momentanen Situation kein persönliches Gespräch möglich ist – ein Video Bewerbungsgespräch kann fast immer umgesetzt werden.

Wie du dich am besten auf das Vorstellungsgespräch per Video vorbereitest und was du unbedingt beachten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Du bist dir unsicher bei der Gestaltung deines Lebenslaufs? Hier findest du die besten Tipps:

Vorbereitung ist alles: Das solltest du schon vor dem Video Bewerbungsgespräch klären

Nichts ist schlimmer, als 5 Minuten vor dem Start des Video Vorstellungsgesprächs zu bemerken: Dir fehlen wichtige Informationen oder Dokumente. Deshalb solltest du Folgendes früh genug klären:

  1. Wann findet das Gespräch genau statt? Bedenke hier auch die verschiedenen Zeitzonen, falls Teilnehmende sich in einem anderen Land befinden. Sei schon 10 Minuten vor dem Gespräch im Video-Tool eingeloggt.
  2. Wer ruft wen an? Besonders bei Skype-Interviews solltest du das abklären, damit es nicht zu Verwirrung oder Problemen durch gleichzeitiges Anrufen kommt. Im Regelfall ruft das Unternehmen den/die Bewerber/in an.
  3. Wie lauten die Kontaktdaten der Teilnehmenden im verwendeten Tool? Frage am besten auch nach einer Telefonnummer, falls es zu technischen Schwierigkeiten kommt.
  4. Was muss parat liegen? Deine Bewerbungsunterlagen sollten sowieso ausgedruckt vor dir liegen. Der große Vorteil von Video-Interviews für Bewerber/innen ist, dass sie unauffällig mit Notizen ins Gespräch gehen können. Auch Papier und Stifte für Notizen während des Gesprächs sind sinnvoll. Ebenfalls solltest du ein Glas Wasser bereitstehen haben. Falls es noch etwas gibt, dass du für das Gespräch brauchst, besorge es schon im Vorhinein.

Das sind die technischen Voraussetzungen für ein Video Vorstellungsgespräch

Ein Endgerät, worauf auch die Software funktioniert: Ideal dafür sind PC oder Laptop, bei guter Umsetzung und guter Kamera funktioniert auch ein Tablet oder notfalls ein Smartphone. Wichtig ist, dass die verwendete Videosoftware darauf problemlos funktioniert. Verwendest du ein mobiles Endgerät, wie Smartphone oder Tablet, benötigst du eine Halterung, in du das Gerät stellen kannst. Auf keinen Fall solltest du das Gerät in der Hand halten und in Selfie-Manier das Gespräch führen.

Kamera und Ton: Dein Gerät sollte eine gute Kamera und klaren Ton haben.  Oft ist es auch sinnvoll, in ein ordentliches Headset zu investieren, um das Gegenüber bestmöglich hören zu können. Ob alles funktioniert und man dich gut hören und sehen kann, testest du im Vorhinein am besten mit anderen oder du nimmst dich selbst auf.

Die verwendete Software: Schon im Vorhinein herunterladen, sich damit vertraut machen und ausgiebig testen. Das erspart unangenehme Wartezeiten für dein Gegenüber. Meistens wird die verwendete Software kostenlos sein. Wenn nicht, frag im Unternehmen nach, wie du vorkehren sollst.

Erstelle dir vor dem Gespräch einen Account oder überprüfe deinen vorhanden, ob er tauglich ist. Achte dabei auf einen seriösen Nutzernamen (am besten: Vorname + Nachname), ein seriöses Bild (oder das Standardbild) und darauf, was dein Status enthält. Am besten ist es, für Video Jobinterviews ein eigenes Konto zu erstellen, damit du auf Nummer sicher gehst und dich andere Kontakte nicht während des Gesprächs kontaktieren. Achte darauf: Privatsphäre-Einstellungen überprüfen, damit dich das Unternehmen auch kontaktieren kann.

Tipp: Wenn möglich, installier die Software zusätzlich auf einem anderen Endgerät und logge dich ein. So hast du im Notfall ein schnelles Backup.

Internetverbindung: Stell sicher, dass deine Internetverbindung stabil ist. Wenn möglich, bereite alles dafür vor, um im Notfall mobile Daten (als Hotspot) oder ein Netzwerkkabel (schon vorher anstecken) nutzen zu können.

Skype Bewerbungsgespräch

Die Atmosphäre: Entscheide dich weise für den Ort und das Licht

Besonders bei diesem Punkt kann man so einiges falsch machen. Denn gewisse Dinge fallen einem im eigenen Zuhause gar nicht mehr auf, Personaler/innen aber umso mehr. Wen du dir hier aber Mühe gibst, kannst du mit deinem professionellem Auftritt richtig überzeugen.

Ruhiger Ort, ohne Störungen und Geräusche

Wähle für das Vorstellungsgespräch per Video einen ruhigen Ort und stelle sicher, dass du nicht gestört wirst – weder von anderen Personen, noch von deinen Geräten. Stelle also dein Handy, Tablet und Co. auf lautlos und stell sicher, dass auch dein benutztes Endgerät keine lauten Benachrichtigungen empfängt. Bei den meisten Betriebssystemen gibt es dafür einen Ruhemodus. Vergiss nicht auf Haustiere und Türklingel!

Video Bewerbungsgespräch: Kamera, Licht und Winkel

Jeder hat eine Schokoladenseite. Die kannst du auch bei deinem Video Bewerbungsgespräch zeigen. Probier einfach aus, wie du deine Kamera am besten ausrichtest, welcher Winkel ideal ist und wie du für gute Lichtverhältnisse (ideal: Licht von vorne; meist schlecht: von hinten und seitlich) sorgen kannst. Aber beachte immer: Bleib authentisch und stell sicher, dass man dich gut sehen kann.

Achte auch darauf, was noch alles zu sehen ist

Während des Gesprächs zu bemerken, dass die anderen Teilnehmenden im Hintergrund deine Mallorca-Party-Fotos sehen, ist zu spät. Dein Hintergrund sollte neutral und professionell sein. Ideal dafür ist eine leere Wand oder ein Bücherregal. Vor einem Fenster zu sitzen, ist nicht empfehlenswert: Das Geschehen vor dem Fenster ist ablenkend für Gesprächspartner/innen oder das Licht blendet so, dass man dich nicht richtig sieht. Vergiss auch nicht deinen Schreibtisch aufzuräumen.

Mimik, Gestik, Aussehen: Das ist bei dem Video Bewerbungsgespräch wichtig

Genauso wie beim persönlichen Vorstellungsgespräch sind Mimik, Gestik und dein Auftreten beim Video Bewerbungsgespräch entscheidend für den ersten Eindruck.

Mimik und Gestik: Weniger ist mehr aber bei Video Bewerbungsgesprächen

Hier gelten auch die üblichen Tipps für Bewerbungsgespräche: Sei freundlich, lächle, rede klar und deutlich. Übertreibe nicht mit deiner Gestik und lasse deine Hände lieber ruhig liegen, denn zu viel Bewegung kann das Bild verzerren. Mach ruhig Notizen, denn das zeigt Engagement und Interesse. Aber bitte nicht am Laptop – lautest Tippen ist für deine Gesprächspartner/innen störend.

Schau in die Kamera: Für viele ist es ungewohnt, während eines Video-Interviews in die Webcam zu schauen und nicht auf den Monitor. Aber nur so kann ihr Gegenüber ihnen in die Augen schauen. Wenn du redest, schau also in die Kamera, wenn dein Gegenüber redet, kannst du auf den Monitor schauen.

Online Bewerbungsgespräch: Kleidung, Make-up und Co.

Bei einem Video Bewerbungsgespräch  musst du dir weniger Mühe bei deinem Aussehen geben? Schlechte Idee, denn auch bei Bewerbungsgespräch über Skype und Co. zählt der erste Eindruck. Wähle seriöse Kleidung, die zu der Branche passt und in der du dich wohlfühlst. Denn wenn es zwickt und zwackt, lenkt dich das nur vom Gespräch ab. Auch beim Make-up solltest du professionell und schlicht auftreten. Was du noch vermeiden solltest:

  • Kleinteilig gemusterte und gestreifte Oberteile: Können bei der Übertragung flimmern.
  • Oberteil in derselben Farbe wie der Hintergrund: Du solltest dich vom Hintergrund absetzen.
  • Grelle Kleidung: Setze lieber auf neutrale und schlichte Farben.
  • Nur obenrum seriös kleiden: Was passiert, wenn du doch einmal aufstehen musst, um ein fehlendes Dokument zu holen oder die Türe zu schließen?

Download: Checkliste für dein Video Bewerbungsgespräch

Dein Video-Interview steht kurz bevor und du möchtest dich bestmöglich vorbereiten? Wir haben dir eine umfangreiche Checkliste erstellt. Dort findest du alle Punkte aus diesem Artikel – einfach abhaken und top vorbereitet in dein Video Vorstellungsgespräch starten!

 

 

Noch auf der Suche nach deinem Traumjob? Auf unserer Jobbörse findest du alle Jobs in deiner Region:

 

Lebenslauf – Wie baue ich einen Lebenslauf richtig auf?

Was denkst du, wie viel Zeit sich ein Personaler zum Durchsehen deiner Bewerbungsunterlagen nimmt? Eines ist sicher und anhand vieler wissenschaftlicher Studien belegt: Der Lebenslauf als Herzstück deiner Bewerbung muss innerhalb weniger Sekunden überzeugen. Umso mehr Sorgfalt solltest du daher beim Lebenslauf schreiben walten lassen. Mit unseren Tipps schaffst du das im Handumdrehen.

Wir verraten dir:

 

 

Lebenslauf richtig aufbauen leicht gemacht

Sieh dir zunächst deinen bestehenden Lebenslauf an und überlege,

  • einige Fähigkeiten, Qualifikationen und beruflichen Stationen für die potenzielle neue Arbeitsstelle relevant sind,
  • welche du entfernen kannst,
  • welche du unter Einbezug der Formulierungen aus der Stellenanzeige etwas umformulieren solltest.

Tipp: Dass du vor 10 Jahren im Sommer als Eisverkäuferin unterwegs warst, interessiert in der Immobilienfirma, in der du Buchhalterin werden möchtest, niemanden. Am besten du fängst damit an, dein berufliches Leben vor dir selbst auszubreiten. So kannst du dir alle beruflichen Situationen, Abschlüsse, Aus- und Weiterbildungen vor Augen halten. Überlege dir zusätzlich noch deine Hobbys und Soft Skills.

Wenn du dir dann die konkrete Stelle ansiehst, wirst du schnell merken, dass nicht alles passend ist. Für den Lebenslauf sind nur jene Angaben relevant, die für die Stelle passen und deine fachlichen und persönlichen Werte hervorheben. Zum Schluss stelle sicher, dass du die geforderten Anforderungen aus der Stellenanzeige in deinem Lebenslauf und im Bewerbungsschreiben angeführt hast.

Wie lang soll ein Lebenslauf sein?

Idealerweise präsentierst du deine Informationen auf einer A4-Seite. Wenn du die Schrift dafür stark verkleinern musst, damit sich alles auf einer Seite ausgeht, vergiss es gleich wieder. Es ist immer einfacher, deine Bewerbung in der Rundablage zu versenken, als sich eine Lupe zu organisieren. Präsentiere dich in diesem Fall auf zwei Seiten. Nutze den Platz, der dir zur Verfügung steht, dann aber auch großzügig aus und lasse nicht nur zwei Sätze einsam auf einer Seite stehen. Vielleicht ist eine zweite Seite auch gar nicht nötig. Oft löst sich das Platzproblem von selbst, wenn man sich für einen anderen Layout-Typ entscheidet.

Wie soll ein Lebenslauf gegliedert sein?

Form und Struktur lauten die Zauberwörter. Durchgesetzt hat sich der tabellarische Aufbau. Er ist sehr übersichtlich. Zusätzlich solltest du Kategorien bzw. Zwischenüberschriften verwenden.

Die gängigsten Kategorien nach Wichtigkeit gereiht:

  • Berufserfahrung
  • Ausbildung
  • EDV-Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse
  • Sonstige Qualifikationen
  • Hobbys/Soft Skills

Am interessantesten ist für Personaler dein beruflicher Werdegang. Für ihn bzw. sie sollte rasch ersichtlich sein, wo du derzeit tätig bist und welche Arbeitsaufgaben du dort hast. Bei jeder Arbeitsstelle, die du im Lebenslauf unter Berufserfahrung listest, solltest du unbedingt angeben,

  1. Wo du gearbeitet hast: vollständiger Unternehmensname, Arbeitsort
  2. Wie lange du dort gearbeitet hast: MM/JJJJ – MM/JJJJ
  3. Was deine Hauptaufgaben dort waren (nur Stichwörter, keine ganzen Sätze!). Beziehe dich dabei, wenn möglich, wieder auf die in der Stellenanzeige geforderten Kenntnisse.

Bei der Angabe deiner Sprachkenntnisse beziehe dich wenn möglich auf den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Du kannst deine Sprachkenntnisse damit nach internationalem Standard einer bestimmten Sprachniveaustufe zuordnen.

Hobbys im Lebenslauf anzugeben, ist nicht verpflichtend und solltest du nur, wenn sie dir im Bewerbungsprozess einen Mehrwert bringen. Wenn du Hobbys gerne angeben möchtest, beachte folgende Tipps: Teamsportarten vermitteln Teamgeist. Mit ungewöhnlichen Hobbys, wie einer exotischen Kampfkunst oder einer speziellen künstlerischen Tätigkeit, erweckst du Neugier. Fotografie und Videoerstellung kommen bei Bewerbungen im Bereich Grafikdesign gut an. Bloggen bringt Bewerber/innen in der Kommunikationsbranche Pluspunkte. Ehrenamtliches Engagement wird generell gern sehen. Was immer du angibst, es muss auch wirklich eines deiner Hobbys sein!

Stichwort Antichronologie

Die aktuellste Arbeitsstelle bzw. die am kürzesten zurückliegende Ausbildung wird zuerst gelistet, damit Personaler auf den ersten Blick sehen, was du derzeit gerade machst bzw. welche Aus- oder Fortbildung du frisch abgeschlossen hast.

Ein Bild sagt mehr … Teil I – Icons

Grafische Elemente lockern den Inhalt deines Lebenslaufs (facts, facts, facts!) etwas auf und ermöglichen den Leser/innen eine noch schnellere Orientierung. Verwende grafische Elemente wie Icons. Zum Beispiel eine Sprechblase als Symbol für Sprachkenntnisse, einen Computer als Symbol für EDV-Kenntnisse, ein Haus als Symbol für Adresse, Zahnräder als Symbol für Qualifikationen bzw. Fähigkeiten, einen Pokal als Symbol für besondere Auszeichnungen etc. Ich glaube, du verstehst, was gemeint ist.

Ein Bild sagt mehr … Teil II – Bewerbungsfoto

Im englischen und amerikanischen Sprachraum ist es üblich, auf die Angabe von Foto, Geschlecht, Nationalität und Geburtsdatum zu verzichten. Im deutschsprachigen Raum ist diese Praxis nicht weit verbreitet. Ein Lebenslauf ohne Foto kann der Grund sein, dass du als Bewerber/in abgelehnt wirst. Oder du wirst aufgefordert, ein Foto nachzusenden. Beachte: Wähle ein professionelles Foto. Fotos von der letzten Party, dem vorigen Strandurlaub, im Freizeitoutfit oder Hummerkostüm sollten nicht deine erste Wahl sein. Außer natürlich, du bewirbst dich dezidiert auf die ausgeschriebene Stelle als „Animateur im Hummerkostüm“.

Auch ein Selfie als Bild für deinen Lebenslauf ist ein absolutes No-Go. Das wirkt unprofessionell und kann deine Bewerbung schnell auf das Abstellgleis befördern. Investiere lieber in ein professionelles Bild vom Profi. Es fällt sofort auf, wenn ein Bild professionell aufgenommen wurde. Am besten geeignet sind Fotos, die dich als Halbportrait zeigen. Achtung: Auch deine Kleidung ist wichtig. Achte drauf, dass dein Outfit professionell ist und keine Flecken und Falten hat. Das fällt auch auf Fotos auf.

Der Hintergrund für dein Lebenslauffoto sollte neutral und ruhig sein. Weiß ist hier die gängigste Hintergrundfarbe. So hast du im Nachhinein noch die Möglichkeit die CI-Farbe des Arbeitgebers einzufügen. Als Format empfiehlt sich das Hochformat. Dieses lässt sich im Lebenslauf und am Deckblatt am leichtesten einfügen.

Persönliche Daten

Unter diesem Punkt solltest du Vorname, Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und deine E-Mailadresse versammeln. Kontrolliere unbedingt, ob du die Daten vollständig und richtig angegeben hast. Nicht, dass du einen Tippfehler bei der Telefonnummer oder E-Mail-Adresse übersiehst. Wenn du erst vor kurzem umgezogen bist, kontrolliere lieber die Adresse nochmal. Denn da kann es schon mal vorkommen, dass du unabsichtlich noch deine alte Adresse angibst.

Wording – Sprich die Sprache deines potenziellen Arbeitgebers!

Lies dir die Stellenanzeige noch einmal genau durch und vergleiche, ob du darin genannte Fähigkeiten in deinem Lebenslauf gelistet, sie aber anders bezeichnet hast. Wenn ja, gleiche sie an das Wording in der Stellenanzeige an. Versuche generell die Formulierungen aus der Stellenanzeige in deinen Lebenslauf zu übernehmen. Vorausgesetzt natürlich, die Angaben entsprechen der Wahrheit.

Grafische Gestaltung

Verwende die Corporate Identity des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst. Das zeigt, dass du dich mit der Firma auseinandergesetzt hast. Setze die Unternehmensfarben und ausgewählte Schriften bei der grafischen Gestaltung deines Lebenslaufes ein. Dazu kannst du dir die Stellenanzeige grafisch genauer ansehen. Oder dich auch durch die Homepage klicken. Dort bekommst du noch ein zusätzliches Gefühl für das Wording.

Lügen haben kurze Beine

Spätestens dann, wenn dein Chef von dir verlangt, Dateien auf die i-cloud zu schieben, du dabei nur an Freilandhühner denkst, hast du ein Problem, wenn du Skills nur in deinen Lebenslauf geschummelt hast, um Pluspunkte zu sammeln. Also immer schön bei der Wahrheit bleiben! Solche Lügen können auch nach positiver Zusage noch zur Kündigung führen. Statt einer Lüge über deine Qualifikationen, mache lieber eine Fortbildung, um diese Fähigkeiten zu erwerben. Oder mache deinem potentiellen Arbeitgeber klar, dass du diese Kenntnis noch nicht besitzt, sie aber gerne erlernen würdest. Besonders schnell fliegen Lügen bei Sprachkenntnissen auf. Denn hier passiert es oft, dass diese beim Bewerbungsgespräch oder gleich am ersten Arbeitstag zum Einsatz kommen müssen. Wenn du dann nur ein knappes Hallo auf Spanisch hervorbringst, bist du schnell als Lügner/in entlarvt.

Mut zur Lücke!

Lücken im Lebenslauf sind nicht so schlimm, solange du sie gut erklären kannst. Warst du zum Beispiel im Ausland unterwegs, hast du deine interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse erweitert. Lücken zu kaschieren, funktioniert sowieso nicht. Dafür sind Personalverantwortliche viel zu geübt darin, diese ausfindig zu machen. Mit den gängigen Tricks kannst du diese also nicht überlisten. Auch Lügen, um eine Lücke zu verbergen, ergeben keinen Sinn. Diese Lügen werden meist sehr schnell aufgedeckt und schaden deiner Glaubwürdigkeit. Wichtig bei Lücken im Lebenslauf ist, dass du auf eine positive Formulierung achtest. Zum Beispiel solltest du nicht die Bezeichnung arbeitslos, sondern arbeitssuchend verwenden.

Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler

Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler sind für die Mehrheit der Personalverantwortlichen ein absolutes No-Go. Deswegen eine Absage zu bekommen, ist äußerst bitter. Investiere daher genug Zeit, um deinen Lebenslauf Korrektur zu lesen. Sind Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion deine natürlichen Feinde, bitte kundige Freunde um Unterstützung.

Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf angeben

Auch hier gilt wieder nur Kenntnisse und Fähigkeiten anzugeben, die auch wirklich für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. So ziemlich jede Stellenausschreibung enthält klare Angaben zu den geforderten Kenntnissen. Führe die relevanten Fähigkeiten ausführlich an. Zum Beispiel solltest du statt „sehr gute Computerkenntnisse“ lieber „sehr gute Kenntnisse der MS-Office Produktpalette, besonders Word und PowerPoint“ schreiben.

Geforderte Fähigkeiten, wie Teamfähigkeit, kannst du beispielsweise durch die Angabe von Teamsportarten bei deinen Hobbys vermitteln. Du kannst zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse vorweisen, die für die offene Stelle ein Plus sein können? Dann solltest du diese unbedingt anführen. Dazu gehören Sprachkenntnisse oder Kenntnisse von Programmen oder CRM-Systemen.

Deine Sprachkenntnisse kannst du auch nach dem europäischem Referenzrahmen für Sprachen angeben. Dieser gliedert sich in A1, A2, B1, B2 sowie C1 und C2. Damit gibst du an, wie gut du die jeweilige Sprache sprichst. Dabei gilt: A1 steht für Anfänger und C2 für Kenntnisse, die annähernd der Muttersprache entsprechen.

EDV-Kenntnisse gehören zum Standard

Heute gibt es kaum noch Berufe, die keine EDV-Kenntnisse voraussetzten. Je nachdem für welchen Beruf du dich bewirbst, werden andere Kenntnisse vorausgesetzt. Zu den verschiedenen EDV-Kenntnissen gehören unter anderem:

  • Word
  • PowerPoint
  • Excel
  • Photoshop
  • InDesign
  • Illustrator
  • Programmiersprachen wie C++, PHP, Java und weitere
  • Social Media Kenntnisse (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat etc.
  • CRM-Kenntnisse

Ähnlich wie bei den Sprachkenntnissen gibst du bei den EDV-Kenntnissen auch immer an, wie gut du dich auskennst. Das führst du folgend an:

  • Grundkenntnisse
  • Fundierte Anwenderkenntnisse
  • Fortgeschrittene Kenntnisse
  • Expertenwissen

Achtung: Wenn du MS-Office Kenntnisse im Lebenslauf angibst, musst du dir bewusst sein, das diese Angabe mehrere Programme umfasst. Dazu gehört Word, Excel, PowerPoint und weitere. Das so anzugeben macht nur Sinn, wenn du dich bei sehr vielen oder sogar allen dieser Programme auskennst.

Vergiss nicht auf die Soft Skills

Soft Skills gehören auch zu deinen Kenntnissen und können dein Profil abrunden und attraktiver machen. Vergiss daher nicht, diese auch in deinem Lebenslauf anzuführen. Je nach Berufsgruppe sind andere Soft Skills gefragt. Daher schau dir zuerst an, welche Soft Skills in der Stellenanzeige gefragt sind. Anschließend kannst du dich im Internet schlau machen, welche Soft Skills in der Branche des Unternehmens wichtig sind. Die auf dich zutreffenden Fähigkeiten kannst du dann in deinem Lebenslauf angeben. Zu den Soft Skills gehören zum Beispiel: Teamfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz oder soziale Kompetenz.

 

Lebenslauf erstellen

 

Social Media Profile als Lebenslauf

In unserem Zeitalter ist ein professionelles Profil auf Karrierenetzwerken wie LinkedIn oder Xing kaum mehr wegzudenken. Immer mehr Recruiter suchen aktiv in diesen Netzwerken nach potenziellen Bewerber/innen für ihre offenen Stellen. Das der neue Job dich findet, ist also schon lange keine Wunschvorstellung mehr, sondern längst schon Realität. Deswegen empfehlen wir dir, deine Profile bei sozialen Netzwerken sorgfältig zu pflegen. Achte auch bei LinkedIn oder Xing auf ein professionelles Profilfoto.

Ebenso ist es gut, wenn du deine Kenntnisse und Fähigkeiten ausführlich beschreibst. Betrachte dein Profil als digitalen Lebenslauf. Nenne deshalb auch deine Berufserfahrungen und Referenzen. Gib ebenfalls deinen aktuellen Arbeitgeber und deinen Ausbildungsweg an. Kurzum: Achte einfach darauf, dass all deine Angaben aus dem Lebenslauf auch auf deinen Profilen enthalten sind. Du kannst auch die Links zu deinen Social Media Profilen in deinem Lebenslauf angeben. So machst du Personaler/innen darauf aufmerksam, dass du einen professionellen Umgang mit sozialen Netzwerken betreibst.

Wusstest du, dass oesterreichjobs.com es dir ermöglicht, dich direkt über das Smartphone zu bewerben? Erstelle dir einfach einen Bewerber Account. Dann lädst du dort deinen Lebenslauf hoch. Dieser ist in deinem Profil gespeichert. Wenn du dich nun über dein Smartphone einloggst, kannst du dich gleich direkt über die Plattform vom Smartphone aus bewerben.

Checkliste für den perfekten Lebenslauf

  • Richtiger Name des Dokuments
  • Keine übertriebenen Designs
  • Richtige Anordnung der Berufserfahrung
  • Achte auf die Länge
  • Lege eine Form fest

Ja, die ersten Fehler können schon bei der Benennung des Dokuments passieren. Hier ist eine eindeutige Bezeichnung wichtig. Nenne das Dokument am besten „Lebenslauf“ oder „CV“, gefolgt von deinem vollständigen Namen. Zum Beispiel: „Lebenslauf_Max_Mustermann“ oder „CV_Max_Mustermann“.

Fehler bei der Erstellung eines Lebenslaufs

Diese Fehler sollten dir bei der Lebenslauferstellung nicht passieren:

  • Angabe einer unprofessionellen E-Mail-Adresse
  • Anführen von irrelevanten und skurrilen Hobbys
  • Leistungen angeben, die keine wirklichen Leistungen sind
  • Nicht relevante Berufserfahrungen angeben
  • Lügen bei Lücken oder andere Unwahrheiten
  • Überflüssige Angaben

E-Mail-Adresse

Personaler bemerken natürlich auch auf die angegebene E-Mail-Adresse. Ja, auch darauf solltest du achten. In der Regel besteht eine E-Mail-Adresse aus Vornamen und Nachnamen, gefolgt vom E-Mail-Anbieter. E-Mail-Adressen wie zum Beispiel: Maxiiii96@gmx.at oder Zockertante@yahoo.com erzeugen einen unprofessionellen und unreifen Eindruck. Lege dir für deinen Bewerbungsprozess am besten eine neutrale E-Mail-Adresse zu. Diese wird dir generell in der Arbeitswelt zugutekommen.

Hobbys

Wie bereits zuvor erwähnt, müssen Hobbys nicht im Lebenslauf angegeben werden. Möchtest du dennoch deine Hobbys nennen? Dann verzichte dabei lieber auf irrelevante oder gar skurrile Hobbys. Freizeitbeschäftigungen, wie Bügeln, Train-Surfing oder das Sammeln von Barbie-Puppen interessieren Personaler/innen nicht.

Leistungen oder keine Leistung

Wenn du besondere Leistungen in deinem Lebenslauf angibst, dann sollte es sich dabei auch wirklich um Leistungen handeln. Das du endlich, nach drei Anläufen, das 1000-Seiten-Buch von Stephan King zu Ende gelesen hast, ist für den Recruiter nicht von Belangen. Obwohl das für dich persönlich vielleicht eine Höchstleistung war, solltest du das im Lebenslauf nicht anführen.

Berufserfahrung

Minijobs oder geringfügige Beschäftigungen aus deiner Schulzeit oder während des Studiums müssen nicht alle angegeben werden. Berufserfahrungen dieser Art solltest du nur angeben, wenn sie für die neue Stelle relevant sind. Wenn du dich beim Steuerberater bewirbst, ist es nicht wichtig, ob das du vor Jahren vier Wochen Eis verkauft hast.

Lügen

Lügen haben im Lebenslauf und im Arbeitsleben generell nichts verloren. Auch bei so unangenehmen Dingen, wie Lücken im Lebenslauf, solltest du nicht lügen. Andere Unwahrheiten zu Berufserfahrungen haben ebenfalls im Lebenslauf nichts verloren.

Überflüssige Angaben

Ein Lebenslauf soll kurz und knackig sein. Dabei haben überflüssige Angaben nichts verloren. Zu persönliche Informationen, wie der Beruf der Eltern oder der Name der Kinder, müssen im Lebenslauf nicht vorkommen. Für eine ausführlichere Beschreibungen nutzt du am besten das Bewerbungsschreiben.

Der handgeschriebene Lebenslauf

Viele denken jetzt vielleicht, dass handgeschriebene Lebensläufe in die Steinzeit gehören. Das stimmt jedoch noch nicht ganz. Oft werden sie sogar noch von Firmen explizit gefordert. So versuchen Arbeitgeber herauszufinden, wie motiviert die Bewerber/innen sind. Sie gehen davon aus, dass nur jene, die auch wirklich an der Stelle interessiert sind, einen Mehraufwand dieser Art leisten werden.

Aber Achtung: Der handgeschriebene Lebenslauf ist nicht gleich aufgebaut wie der tabellarische. Handgeschriebene Lebensläufe werden als Aufsatz geschrieben. Sie sind deshalb auchinhaltlich ausführlicher. Gegliedert werden handgeschriebene Lebensläufe in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Deine beruflichen Erfahrungen werden in der handgeschriebenen Form chronologisch angeführt.

Der Lebenslauf von Schüler/innen ist anders aufgebaut

Es liegt auf der Hand, das Schüler/innen meist wenig bis gar keine Berufserfahrung haben. Das ist aber überhaupt kein Problem. Hier stellt man beim Lebenslauf einfach die persönlichen Stärken und Kompetenzen in den Vordergrund. Auch die Ferialpraktika und Minijobs können angeführt werden. Interessen und Hobbys werden ebenfalls im Lebenslauf inkludiert. Hier ist es wichtig, dass diese einen Bezug zur Arbeitsstelle oder zum Praktikumsplatz haben.

Der Lebenslauf auf Englisch

Wenn du vor hast, im Ausland zu arbeiten, wird meist auch ein Lebenslauf in Englisch benötigt. Das Curriculum Vitae und Resümee unterscheiden sich grundlegend von unseren Bewerbungsunterlagen. So kannst du das Resümee als einfaches Informationsblatt sehen. Da werden auf einer Seite die wichtigsten Daten und Fähigkeiten angeführt. Das Resümee darf aber nicht länger als eine Seite sein. Eine Ausnahme kann gemacht werden, wenn du wirklich umfangreiche relevante Berufserfahrung vorweisen kannst.

Im Gegensatz zum Resümee ist der CV viel detaillierter. Der CV beinhaltet Personendetails, Karriereziele, Fachgebiete, Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachen und Fähigkeiten. Hier werden Berufserfahrungen nicht antichronologisch angeführt, sondern in übergreifenden Rubriken.

Das passende Layout für den Lebenslauf

Für alle kreativen: Leider gefällt Personaler/innen der klassische Lebenslauf immer noch am besten. Wie das Wort Bewerbung schon sagt: Das Selbstmarketing, also die Werbung für die eigene Person, sollen im Vordergrund stehen. Für den Erfolg deiner Bewerbung ist die Selbstwerbung ausschlaggebend. Daher soll das Design auf den ausgewählten Beruf angepasst sein. Denn bei kreativen Berufen, wie zum Beispiel Grafik Designer/in, punkten vor allem kreative Bewerbungen. Wenn du hier einen Lebenslauf im Word mit einer Standardschrift, wie Calibri abgibst, verschwendest du nur wertvolle Zeit.

Wenn du dich noch mehr aus der Masse hervorheben möchtest, kannst du auch eine Bewerbungshomepage oder ein Bewerbungsvideo erstellen. Bei Berufen, wie Bankangestellte/r oder Zahnarztassistent/in bringt das Verwenden von Farben meist leider nicht den gewünschten Erfolg.

Lebenslauf Vorlagen im Word

Das HR-Expertenteam hat für dich praktische Lebenslauf Vorlagen erstellt, die auf jeden Fall gut ankommen. So sparst du dir bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen wertvolle Zeit und kannst dich besser auf die Jobsuche konzentrieren. Egal, ob klassisch, modern und kreativ – bei unseren Lebenslauf Mustern ist für alle etwas dabei. Einfach anklicken, gratis downloaden und im Word mit deinen Informationen ausfüllen.

Downloads:

Lebenslauf Vorlage

 

Lebenslauf Vorlage

 

Vorlage Lebenslauf

 

Muster Lebenslauf

 

Lebenslauf Vorlage

 

 

Lebenslauf Vorlage

 

Muster Lebenslauf

 

Muster Lebenslauf
Lebenslauf Vorlage

 

Mit unseren Tipps zum Lebenslauf schreiben steht deinem beruflichen Erfolg nichts mehr im Weg. Gutes Gelingen und alles Gute für deine Jobsuche!

 

Bewerbungsschreiben – Worauf achten Firmen? Wie schreibe ich meine Bewerbung richtig?

Schreibst du unzählige Bewerbungen, erhältst aber immer nur Absagen? Ist deine Motivation im Keller, weil du nicht weißt, was du beim Bewerbungsschreiben anders machen könntest? Wenn du den Satzanfang „Leider müssen wir Ihnen mitteilen“ liest, unterdrückst du einen Schreianfall? Wir verraten dir, was du beim Bewerbungsschreiben unbedingt beachten solltest, um dich nicht selbst ins bewerberische Aus zu verfrachten.

 

In diesem Beitrag erfährst du Folgendes:

 

Bewerbung schreiben leicht gemacht

Während ein Lebenslauf meist kurz und knapp facts, facts, facts über dich präsentiert und häufig als das wichtigere Dokument angesehen wird, kann dein Bewerbungsschreiben dein Ticket ins Bewerbungsgespräch sein. Denn hier hast du die Möglichkeit, auf besondere Leistungen und Projekte, die für deinen potenziellen Arbeitgeber von Interesse sind, etwas ausführlicher einzugehen. Vor allem kannst du mit Individualität und Persönlichkeit überzeugen.

Daher:

  • Nimm dir Zeit für dein Bewerbungsschreiben!

Am besten kommen wir gleich zur Sache. Ich habe dich beobachtet. Ja. Genau dich! Wie du bei deiner letzten Bewerbung nur das Datum ausgebessert und sie dann abgeschickt hast. Was glaubst du, welchen Eindruck das bei Personaler/innen wohl hinterlassen hat? Die haben den Braten nach spätestens 15 Sekunden gerochen und dein Bewerbungsschreiben der Rundablage zugeführt. Hör auf, deine wertvolle Zeit für unzählige 08/15-Bewerbungen zu verwenden, die in unzähligen 08/15-Absagen enden!

  • Sei anders und hebe dich von der Masse ab!

Personalverantwortliche nehmen sich im Schnitt 45 Sekunden Zeit, um sich einen ersten Eindruck über eine Bewerbung zu verschaffen. Wie schaffst du es, dass der/die Personaler/in dein Bewerbungsschreiben auch wirklich liest? Die erste Hürde, nämlich sein Interesse zu wecken, ist bestimmt die schwierigste. Humor kann funktionieren. Muss er aber nicht. Hier bewegst du dich auf dünnem Eis und solltest genau abwägen, was in der jeweiligen Branche passt.

  • Sei kreativ!

Je nach Branche kannst du dich bei einer Bewerbung kreativ austoben. Auch verrückte Ideen haben ihre Berechtigung. Wenn du dich für einen Job im Marketing oder in der Werbung bewirbst, kannst du Standardfloskeln sowieso gleich einstampfen. Um in dieser Branche aufzufallen, braucht es ein bisschen mehr kreative Anstrengung.

  • Sei strukturiert!

Im Bewerbungsschreiben ist eine klare Textstruktur essentiell:

  1. Betreffzeile:

    Sie enthält idealerweise die Stellenbezeichnung und die Anzeigennummer, falls angegeben. Auch hier kannst du dir etwas anderes einfallen lassen und den Personaler bereits direkt ansprechen: „Ihr neuer Social Media Marketing Manager stellt sich vor“ oder „Ihre neue Werbetexterin“.

  2. Anrede (persönlich):

    In der Jobanzeige ist keine Ansprechperson namentlich erwähnt? Ruf an und erkundige dich höflich, an wen du deine Bewerbungsunterlagen schicken darfst. Oder recherchiere auf der Website des Unternehmens nach der E-Mailadresse der Personal- bzw. Abteilungsleitung. Sprich die zuständigen Personen in der Anrede deines Bewerbungsschreibens direkt an. Das ist viel persönlicher als ein „Sehr geehrte Damen und Herren“. Recherchiere auch, ob dein Ansprechpartner einen akademischen Titel hat. In Österreich gelten Titel für viele als Statussymbol. Im beruflichen Kontext kann es dir negativ ausgelegt werden, wenn du sie in der Anrede nicht verwendest.

  3. Einleitung:

    Wecke Interesse bei Leser/innen und stell dich kurz vor. Den Satz „Hiermit bewerbe ich mich auf“ streichst du am besten gleich aus deinem Repertoire! Leere Floskeln und zusammenkopierte Sätze sind ein absolutes No-Go. Formulierungen, wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Ausschreibung für XY gelesen“ sind inhaltlich nicht falsch, werden den Personalverantwortlichen aber nur ein müdes Lächeln kosten. Stattdessen besitzen Formulierungen, wie „Sie suchen einen motivierten, top-ausgebildeten Salesmanager, der mehrjährige Berufserfahrung in der Schraubenindustrie mitbringt? Sie haben ihn gefunden.“ viel mehr Kraft.

  4. Hauptteil:

    Hebe deine Stärken und für das Unternehmen relevante Leistungen hervor. Beschreibe in 2-3 Sätzen, mit welchen Arbeitsaufgaben du in deiner letzten Arbeitsstelle betraut warst und welche Erfolge du verbuchen konntest. Beziehe dich dabei auf die in der Stellenausschreibung gelisteten Aufgabenbereiche und Tätigkeiten.

  5. Schluss:

    Nein zu „würde“, „hätte“, „könnte“! Verzichte im letzten Absatz auf den Konjunktiv, das wirkt selbstbewusster. Verwende zum Beispiel: „Wenn Sie sich von meinen Zeilen angesprochen fühlen, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.“

  6. Grußformel:

    „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“ sind All-time-classics. Mit diesen beiden liegst du immer richtig. Je nach Branche kann auch ein noch förmlicheres „Hochachtungsvoll“ Sinn machen. Zu freundschaftliche Formulierungen solltest du vermeiden. „Liebe Grüße“ oder „Mit herzlichen Grüßen“ kann anbiedernd wirken.

  7. Unterschrift:

    Setze deine Unterschrift zwischen Grußformel und deinem getippten Namen. Das verleiht dem Ganzen eine persönliche Note.

  • Sei kurzweilig!

Länger als eine A4-Seite sollte dein Bewerbungsschreiben auf keinen Fall sein. Versuche deine Botschaft in 2-3 pointierten Sätzen pro Absatz zu vermitteln. Um Pluspunkte zu sammeln, erstellst du es in der Corporate Identity deines potenziellen Arbeitgebers: Verwende ähnliche Schriften und die Unternehmensfarben.

  • Nichts vergessen? 

Lies noch einmal genau, welche Unterlagen für die Bewerbung verlangt werden. Hast du sie alle vorbereitet und den Dateien salonfähige Namen gegeben, idealerweise um deinen Familiennamen ergänzt? Eventuell sind Arbeitsproben oder ein Portfolio verlangt?

  • Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler im Bewerbungsschreiben

Bevor du deine Bewerbung abschickst, lies sie Korrektur. Dann lies sie noch einmal Korrektur. Und wenn du dir sicher bist, dass du alles korrekt geschrieben hast, lies noch einmal Buchstabe für Buchstabe. Denn was sagt ein Text, in dem es vor Fehlern wimmelt, über dich als Mitarbeiter/in aus? Bist du bei allen Dingen, die man dir anvertraut, so sorgfältig? Wenn du unsicher bist und Kommasetzung und Rechtschreibung deine Feinde sind, hol dir Unterstützung von kundigen Freunden.

  • Sei seriös oder erwecke zumindest diesen Eindruck!

Von welcher E-Mailadresse verschickst, du deine Bewerbung? Schlumpfine23@aon.at, Pumuckl66@hotmail.com oder Stefan_geht_shoppen@gmail.com wirken nicht besonders seriös. Beachte: Je nach Stelle, auf die du dich bewirbst, kann das natürlich variieren.

 

 

Formulierungshilfe beim Bewerbungsschreiben

Kennst du schon das AIDA-Prinzip? Die Anwendung von AIDA kann dir gut bei der Formulierung deines Bewerbungsschreibens helfen. Wir erklären es dir kurz:

  • Steht für Attention: Als erstes sollst du die Aufmerksamkeit deines Lesers wecken
  • Steht für Interest: Wenn du seine Aufmerksamkeit geweckt hast, gewinne nun sein Interesse
  • D- Steht für Desire: Wecke beim Leser den Wunsch, mehr über dich zu erfahren
  • Steht für Action: Sorge dafür, dass deine Leser/innen dich zum Vorstellungsgespräch einladen oder dass du im Bewerbungsprozess eine Runde weiterkommst.

Orientiere dich beim Schreiben und bei deinen Formulierungen an der Stellenanzeige. Überlege dir, welche Formulierung oder Fakten über dich die Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen wecken können. Was kann in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle das Interesse wecken?

 

Bewerbungsschreiben

 

 

Häufige Fragen zum Bewerbungsschreiben

Rund um das Bewerbungsschreiben gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Fragen. Wir beantworten die wichtigsten kurz. Damit wollen wir dir das Schreiben einer Bewerbung noch leichter machen.

Ist ein Bewerbungsschreiben denn überhaupt wichtig?

Ja, denn im Vergleich zum Lebenslauf hast du hier die Möglichkeit, wichtige Informationen ausführlicher wiederzugeben. Es dient dir auch dazu, deine Motivation und deine Eignung genau zu begründen. Zudem kannst du hier etwas persönlicher werden.

Wie kann ein Bewerbungsschreiben begonnen werden?

Nach der Betreffzeile startest du am besten mit einer persönlichen Anrede. Ein schlichtes „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist unpersönlich. Kümmere dich lieber darum, einen persönlichen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Meist ist dieser in der Stellenanzeige angeführt. Gefolgt auf die Anrede kommt in der Einleitung kurz vor, wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

Welche Dinge sind beim Bewerbungsschreiben zu vermeiden?

Verzichte auf belanglose und irrelevante Informationen. Achte genau darauf, dass du keine Rechtschreib- und Grammatikfehler in deinem Bewerbungsschreiben hast. Vermeide zudem lange Schachtelsetzte. Damit wird dein Bewerbungsschreiben schwer zu lesen. Eine Nacherzählung des Lebenslaufs kommt ebenfalls nicht besonders gut an. Lästern über den ehemalige/n Chef/in oder Teammitglieder hat im Bewerbungsschreiben ebenso nichts verloren. Außerdem sollen hier keine zu persönlichen Informationen vorkommen. Halte dir vor Augen, dass ein Bewerbungsschreiben zur Bewerbung deiner eigenen Person dient. Damit sollst du für dich Werbung machen.

Welche Informationen gehören in das Bewerbungsschreiben?

Allen voran geht es um deine Motivation und deine Fähigkeiten sowie Kenntnisse, die dich zur geeigneten Person machen. Beantworte Fragen, wie „Warum diese Stelle, bei diesem einem Unternehmen? Deine Eignung für die ausgeschriebene Stelle begründest du am besten mit deinen Fähigkeiten und Kenntnissen sowie deiner Berufserfahrung.

Was ist zu viel? Wie viele Absätze darf mein Bewerbungsschreiben haben?

Wie bereits erwähnt, sollte das Bewerbungsschreiben nicht mehr als eine Seite aufweisen. Dabei ergeben sich die Absätze aus der Aufteilung im Anschreiben, der Einleitung, im Hauptteil und Schluss. Somit hat ein Anschreiben zwischen 4 und 5 Absätze.

Was muss ich bei Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand beachten?

Die Schriftart beim Bewerbungsschreiben sollte unauffällig und leicht zu lesen sein. Dafür eignen sich Schriften wie Arial, Verdana oder Times New Roman am besten. Wenn du dich für eine Schriftart entscheidest, sollte diese bei allen Dokumenten identisch sein. Das heißt: Wenn du dich zum Beispiel für Arial entscheidest, sollte der Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben in Arial geschrieben sein. Das gilt auch für die Schriftgröße und den Zeilenabstand. Die Schriftgröße sollte je nach der von dir gewählten Schriftart zwischen 10 pt und 12 pt sein. Natürlich kannst du Überschriften etwas größer machen, um sie hervorzuheben. Beim Bewerbungsschreiben verwendet man in der Regel einen einfachen Zeilenabstand. Zwischen den Absätzen ist der Abstand daher auf 0 pt zu setzten.

Muss ich beim Bewerbungsschreiben ein Datum angeben?

Ja, unbedingt. Dabei orientierst du dich am besten an herkömmlichen Geschäftsbriefen. Da findest du das Datum zwischen der Adresse des/r Empfängers/in und der Betreffzeile. Das Datum schreibst du dabei rechtsbündig. Dabei verwendest du den Tag, an welchem die Bewerbung abgeschickt wird.

Brauche ich im Bewerbungsschreiben ein Foto?

Dafür gibt es keine universale Antwort. Normalerweise kommt das Foto auf das Deckblatt und/ oder in den Lebenslauf. Dadurch wird es eigentlich im Bewerbungsschreiben an sich nicht mehr benötigt. Allerdingst kannst du dein Foto auch noch beim Anschreiben in die Kopfzeile geben. Das wird aber nicht so häufig praktiziert.

Muss ich ein Bewerbungsschreiben unterschreiben? Wenn ja, wie mache ich das bei einer online Bewerbung oder per E-Mail?

Egal auf welchem Weg du dein Bewerbungsschreiben verschickst. Du musst es immer unterschreiben. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Unterschrieben wird das Anschreiben am Seitenende. Genau zwischen „Mit freundlichen Grüßen“ und deinem abgetippten Namen. Bei einer online Bewerbung oder einer E-Mail-Bewerbung kannst du auf einem weißen Blattpapier unterschreiben und dieses dann einscannen. Die eingescannte Unterschrift kannst du dann in das Bewerbungsdokument einfügen und dort noch zurechtschneiden. Hast du dafür nicht die Möglichkeit, kannst du dich einfach nach einer verschnörkelten Schriftart umsehen und diese verwenden. Wir empfehlen aber, die richtige Unterschrift zu verwenden. Auch wenn das für dich Mehraufwand bedeutet.

Was kommt beim Bewerbungsschreiben in die Kopfzeile?

In der Regel positioniert man die eigene Adresse und ebenfalls die Kontaktdaten in der Kopfzeile. Diese trennt man dann mit einer Linie vom restlichen Dokument.

Wie kann ich im Anschreiben nochmal deutlich machen, dass ich genau diesen Beruf ausüben möchte?

Dafür gibst du einfach wieder deine Motivation an. Was motiviert dich für die Ausübung genau dieses Berufs? Zeige dabei auch, dass du dich intensiv mit dieser Stelle auseinandergesetzt hast. Und dass du genau weißt, was von dir erwartet wird und du dir sicher bist, das genau dieser Job richtig für dich ist.

Ist es wichtig, einen Bezug zum Unternehmen herzustellen?

Wenn du beim Bewerbungsschreiben einen Bezug zum Unternehmen herstellen kannst, verschafft dir das meist Vorteile. Wie du das anstellst? Es ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Dazu findest du in der Stellenanzeige und auf der Website des Unternehmens die wichtigsten Anhaltspunkte. Recherchiere nach Produkten oder Dienstleistungen, Über uns, Unternehmensphilosophie, Karriere oder Jobs und nach den News. Mit diesen Informationen kannst du zum Beispiel im Bewerbungsschreiben deutlich machen, das dir die Punkte XY aus der Unternehmensphilosophie wichtig sind. Versuche dann mit deinen Eigenschaften und Fähigkeiten deutlich zu machen, dass du das Unternehmen bestens unterstützen kannst. Dabei gehst du am besten auf die in der Stellenanzeige geforderten Qualifikationen ein. So kannst du im besten Fall beim Personalverantwortlichen den Eindruck erwecken: „Diese/r Kandidat/in passt gut zu uns“.

Ich möchte meinen Arbeitgeber wechseln. Wie kann ich das im Bewerbungsschreiben am besten erklären?

Ganz wichtig ist es, hier auf eine positive Formulierung zu setzen. Zum Beispiel kannst du dafür folgende Gründe angeben:

  • Suche nach Entwicklungsmöglichkeiten
  • fehlende Aufstiegschancen
  • Suche nach zusätzlichen oder neuen Tätigkeitsfeldern
  • Wunsch nach einer neuen Perspektive
  • Suche nach mehr Verantwortung
  • Aus Umzugsgründen – zum Beispiel Hochzeit

Fazit

Das Bewerbungsschreiben stellt für die meisten eine Hürde dar. Mehr Zeit dafür zu investieren, zahlt sich aus. Nimm dir ausreichend Zeit und recherchiere über den potenziellen Arbeitgeber. Im Bewerbungsschreiben einen Bezug zum Unternehmen herzustellen, ist ein guter Tipp, um sich ideal zu präsentieren. Mit unserenTipps bist du für dein nächstes Bewerbungsschreiben bestens gerüstet. Gutes Gelingen und viel Erfolg im Bewerbungsprozess.

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Jobs mit Zukunft – Welche Berufe sichern deine berufliche Laufbahn?

Wie wird sich ein Berufsfeld oder eine Branche in den nächsten Jahren verändern? Das ist künftig eine sehr wichtige Frage. Die Antwort darauf sollte auch Einfluss auf deine Berufswahl nehmen. Welche Jobs haben wirklich Zukunft?

Neben Tätigkeiten, die dir besonders liegen, eine erfolgreiche Ausbildung und deinen Fähigkeiten, spielen auch dein Interesse und die Karrieremöglichkeiten eine Rolle bei der Entscheidung für den Traumjob. Aber was sind denn überhaupt Jobs mit Zukunft? Wie werden sich Branchen künftig weiterentwickeln? Darauf gehen wir in diesem Beitrag ein.

Du erfährst mehr zu diesen Themen:

 

Welche Berufe könnte es in Zukunft nicht mehr geben?

Bevor wir auf Berufe mit einer guten Zukunftsperspektive eingehen, fangen wir mit jenen an, welche es in Zukunft vielleicht nicht mehr geben wird. Dazu gehören vor allem Tätigkeiten mit hohem Routineanteil. Der Grund ist, dass diese am ehesten der Digitalisierung zum Opfer fallen. Hierbei geht es nicht nur darum, welche Jobs ganz wegfallen können. Denn auch bestehende Berufe verändern sich durch die Digitalisierung.

Berufe, die von Computern übernommen werden?

Zum Beispiel der Beruf des Radiologen. Zu seinen Aufgaben gehört das Betrachten von Bildern sowie Suchen nach Anomalien. Dafür gibt es bereits Computersoftware. Diese wird aber nicht den Beruf des Radiologen ersetzten. Deshalb wird sich lediglich sein Tätigkeitsbereich verändern. Betrachten wir im Gegensatz dazu die Produktion. Hier wurden in den letzten Jahren immer mehr menschliche Tätigkeiten abgeschafft und durch Maschinen ersetzt. Dennoch läuft die Produktion noch nicht zur Gänze ohne den Menschen.

Es ist wichtig, vor der Berufswahl die aktuellen Trends der gewünschten Branche zu beachten. Wie wird sich der von mir gewünschte Beruf entwickeln? Ist diese Entwicklung für mich in Ordnung? Diese Fragen sollten unbedingt vor der Berufswahl beantwortet werden.

Berufe, die wahrscheinlich wegfallen

Einst waren es Jobs, wie Amme, Laternenträger, Zinngießerin oder Liftboys, die verschwanden. Durch Drohnen und intelligente Maschinen werden nun Hilfs- und Routinetätigkeiten ersetzt. So könnten es künftig die folgenden Jobs treffen: Fastfood-Koch, Erntehelferin, Rechtsassistent, Kassiererin oder LKW-Fahrer.

Jobs mit Zukunft

Der Stellenmarkt in Österreich – traditionelle Stärken und Jobs mit Zukunft in Österreich

Unterschiedliche Faktoren entscheiden darüber, welche Branchen künftig gute Karrierechancen bieten. Österreich hat seine traditionellen Stärken im Maschinen- und Werkzeugbau. Ebenfalls in der automotiven Zulieferindustrie, in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen und in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Dennoch gibt es gesellschaftliche und technische Trends, wie auch geopolitische Entwicklungen, denen sich ein Land nicht entziehen kann. Österreich hat die weltweite Wirtschaftskrise gut überstanden. Der Stellenmarkt in Österreich kann einen guten Branchenmix bei klein- und mittelständischen Strukturen vorweisen.

Jobs mit Zukunft – Wichtige Branchen für die Berufswahl

Prognosen besagen, dass durch die Digitalisierung 1,5 Millionen Jobs wegfallen werden. Im Gegensatz dazu werden viele neue Berufsfelder entstehen. Dennoch wird es Branchen geben, welche weiterhin bestehen bleiben. Diese werden sich auch weiterentwickeln. Jobs in folgenden Branchen haben Zukunft:

Tourismus und Freizeitwirtschaft

Dazu gehören Jobs, wie Koch/Köchin, Rezeptionist/in, Touristik-Kaufmann/-Kauffrau oder Event Manager/in. Im Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft gibt es vielfältige Berufsmöglichkeiten. In den Bereichen Freizeit, Gastronomie, Hotellerie, IT und Tourismus, Management, Marketing und Destination, Reise-Organisation und -Veranstaltung, touristisches Verkehrswesen, sowie Veranstaltungs-Management lassen sich zahlreiche Jobs mit Zukunft finden.

Medien, Kultur, Unterhaltung

Egal, ob Web-Designer/in oder Social-Media-Manager/in, Berufsmöglichkeiten im Bereich Medien und Unterhaltung sind vielfältig. Jobs mit Zukunft lassen sich hier in den Bereichen Film, Video und Tonträger, Grafik und Fotografie, Neue Meiden sowie Werbung und Public Relations finden.

IT-Informationstechnologie

Ohne IT funktioniert heute nichts mehr. Egal ob privat oder beruflich, die IT ist nicht mehr wegzudenken. Die Technologien entwickeln sich auch rasch weiter. Mach dir ein Bild von den neuen Trends. Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es in den Bereichen Anwender-Software, Datenbanken, Hardware, Neue Medien sowie Organisation und IT- Management.

Handel, Marketing und E-Commerce

Auch der Handel wird von neuen Technologien verändert. Demzufolge entwickeln sich Marketing, Werbung und Logistik weiter und spezialisieren sich. Jobs mit Zukunft gibt es hier in den Bereichen E-Business und E-Commerce, Einkauf und Logistik, Information und Medien sowie Werbung und Public Relations.

Gesundheit, Fitness und Wellness

Gesundheitsförderung und Vorsorge werden bedeutender. Denken wir an Gesundheitsberufe, denkt man sofort an Verletzungen versorgen oder Kranke betreuen. Doch gibt es in dieser Branche eine Vielzahl an Jobs mit Zukunft. Zum Beispiel in den Bereichen medizinisch-technische Berufe, medizinische Assistenzberufe, medizinische Massage und Heilmassage sowie Wellness- und Fitnessberufe.

Soziales

Sozialberufe, wie beispielsweise die Altenpflege oder Altenbetreuung, werden immer wichtiger. Hier finden sich Jobs mit Zukunft nicht nur in der Pflege. Auch in der Alten-, Familien- und Behindertenarbeit, Kinder- und Jugendbetreuung sowie Weiterbildung und Erwachsenenbildung.

Jobs die kommen werden – Berufswahl mit Zukunft

 

Allen voran werden Datenfachleute auf absehbare Zeit hoch im Kurs stehen. Softwareingenieure, IT-Sicherheitsfachleute und Datenschutzexperten werden ebenfalls immer gefragter. Ebenso werden Dienstleistungen in hochkomplexen menschlichen Beziehungen immer gefragter. Dazu gehören Lebensberatung über psychologische und physiologische Therapiefelder. Jobs mit Zukunft gibt es auch in der Wissenschaft und Forschung sowie bei Ökonomien und Ethikdenkende.

Die 10 spannendsten Jobs mit Zukunft

Aus den Bereichen Medien, Gesundheit, Bildung, Industrie, Handel und IT gibt es eine Vielzahl an Berufen mit Zukunft. 10 davon stellen wir euch vor:

  1. Cybersecurity-Consultant

Zu den Tätigkeiten des Cybersecurity-Consultant gehört die Informationssicherheitsprüfung von Banken, Konzernen, Behörden sowie Privatpersonen. Dabei wird nach Schwachstellen betreffend Schadsoftware oder Hackerangriffen gesucht. Verfügt man über sehr gute Programmierkenntnisse, kann man hier auch ohne IT-Studium Fuß fassen.

  1. Scrum-Master

Ein Scrum-Master verfügt über Methodenspezialwissen und führt agiles Arbeiten in Teams oder Unternehmen ein. Dies hilft dabei, starre und alte Arbeitsabläufe aufzulockern. Diese Dienstleistung ist vor allem für Unternehmen interessant, die vor der Digitalisierung entstanden sind. Als Scrum-Master benötigt man praktische Erfahrung in Firmen oder Organisationen.

  1. KI-Forensik

Dieser Beruf vereint Kriminalistik und IT. Dennoch ist der Job noch so neu, dass es ihn so noch gar nicht richtig gibt. Doch sobald das Roboterauto eingeführt wird, stellt man sich bei Unfällen die Frage, wer die Fehler macht. Der Mensch oder die Maschine? Diese Frage wird dann von der KI-Forensik geklärt.

  1. Data-Scientist

Im Netz werden jede Sekunde Milliarden von Daten gewonnen. Data Scientists gewinnen mit statischen Modellen aus diesen Daten relevante gesellschaftliche Erkenntnisse. Für diesen Job mit Zukunft benötig man einen Abschluss in Data-Science, Mathematik oder Informatik. Genauso wie einen Faible für Datenbanken.

  1. Flachglastechnologie

Glas ist ein Rohstoff, der boomt. Es werden immer mehr Gebäude mit Glasfassaden gebaut. Dieser Beruf ist für jeden interessant, der gerne etwas Greifbares erschafft.

  1. Servicetechniker/in in Robotik

Hast du bereits eine Ausbildung in der Mechatronik oder Elektrotechnik? Dann solltest du dir eine Weiterbildung als Servicetechniker/in in der Robotik überlegen. Zu den Aufgaben dieses Berufes gehören Installation, Wartung, Reparatur sowie Umrüstung von Industrierobotern.

  1. Social-Media-Coach

Hier berätst du Einzelpersonen oder Unternehmen, die Social-Media-Kanäle kommerziell nutzen. Ebenso gehört Aufklärungsarbeit zu diesem Job. Zum Beispiel klärt ein Social-Media-Coach Eltern, Schüler/innen und Lehrende über den Umgang mit sozialen Netzwerken und den Risiken auf.

  1. Aquaponik-Fischfarmer/in

Hier werden Fischzucht und erdfreie Pflanzenzucht kombiniert. Dadurch können in einem geschlossenen Wasser-Nährstoff-Kreislauf zum Beispiel Garnelen und Tomaten gleichzeitig wachsen. Dieser Beruf existiert so noch nicht. Doch die Entwicklung wird kommen. Jeder, der sich vorbereiten möchte, sollte schon mal Biologie studieren – mit Schwerpunkt Botanik oder Pflanzenbiotechnologie.

  1. Bodypartmaker

3-D-Drucker und künstliche-Intelligenz sind bereits präsent. Daher denken Visionäre und die Medizin über künstlich hergestellte Körperteile nach. Daraus ergibt sich ein neues Berufsfeld, welches über die herkömmliche Prothesenkonstruktion hinausgeht – der Bodypartmaker. Er spezialisiert sich auf die Herstellung einzelner Körperteile und sogar Organe. Um in diesem Bereich eine Koryphäe zu werden, benötigt man Kenntnisse in Anatomie und Kunststofftechnik.

  1. Digitale/r Bestatter/in

Digitale Bestatter/innen besitzen Spezialwissen im Bereich Internet und IT . Sie kümmern sich um das, was Verstorbene im Internet zurücklassen. Zum Beispiel  das Facebook-Profil, offene Bestellungen oder sensible Daten. Auch das Smartphone mit privaten Fotos oder Daten am PC fallen in seinen Aufgabenbereich. Digitale Bestatter/innen kümmern sich um den digitalen Nachlass im Sinne der Angehörigen. Für diesen Job mit Zukunft benötigt man IT-Kenntnisse und Einfühlungsvermögen für den Umgang mit Trauernden. In den USA gibt es für diesen Job bereits eine große Nachfrage.

Gibt es den ultimativen Job mit Zukunft?

Abschließend müssen wir feststellen, dass sich die künftigen Entwicklungen nur schwer vorhersagen lassen. Es werden Berufe verschwinden, aber gleichzeitig werden neue Berufsfelder entstehen. So war es schon früher und das wird auch in Zukunft so sein.

Daher ist es wichtig, sich weiterzubilden und aktuelle Trends nicht zu ignorieren.

Ausblick in die Zukunft

 

In vielen Bereichen überholt die Geschwindigkeit der Wissensveränderung die Ausbildung. Deswegen ist es nicht mehr ausreichend, in den Hard Skills hochqualifiziert zu sein. Nein, es braucht mehr Soft Skills, um mit der sich schnell verändernden Welt umgehen zu können. Es wird weiterhin genug Berufe mit Zukunft geben. Wenn man den Trends folgt und sich weiterbildet, kann man kaum eine falsche Berufswahl treffen.

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