Employer Branding

Employer Branding Teil 1 – So stärken Sie Ihre Marke!

Derzeit wird kein Begriff so häufig verwendet wie das Employer Branding. Wir klären auf: Wie wird man zu einem attraktiven Arbeitgeber? Warum ist das wichtig? Und was bedeutet Arbeitgeberattraktivität?

 

Was bedeutet Employer Branding? Haben Sie sich das auch schon mal gefragt? Viele Arbeitsmarkt Experten raten dazu. Aber warum? Zugegeben, der Begriff klingt anfangs vielleicht etwas befremdlich. Jedoch versteckt sich dahinter nichts anders als das Aufbauen einer Marke als Arbeitgeber.

Mit Employer Branding bauen Sie für Ihr Unternehmen ein Bild auf. Mit diesem werden Sie am Arbeitsmarkt wahrgenommen. Es geht darum, was Menschen mit Ihrem Unternehmen verbinden.

Oder anders gesagt: Employer Branding umfasst alle Aktivitäten, die Sie als Arbeitgeber unternehmen, um sich potenziellen neuen Mitarbeitern zu präsentieren.

 

Wir verraten Ihnen wie Sie von einer starken Arbeitgebermarke profitieren und wie Sie sie Stück für Stück aufbauen können.

 

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Warum Einzigartigkeit bei Employer Branding wichtig ist

Eines ist bereits klar. Das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur sind sehr vielen Mitarbeitern wichtiger als ein hohes Gehalt.

Argumente wie Mitarbeiter Benefits oder das Arbeiten in einem jungen und dynamischen Team sind bereits Fixpunkte in jedem Stelleninserat.

Da liegt das Problem. So gut wie jedes Unternehmen führt diese Punkte auch auf der Firmenwebsite an.

Es ist in Ordnung zu zeigen, was man als Unternehmen zu bieten hat. Doch man muss sich auch von anderen Unternehmen abgrenzen. Jedes Unternehmen hat einen einzigartigen Charakter. Darauf baut Ihre Arbeitgebermarke auf.

Es macht keinen Sinn, allgemeine Begriffe und Phrasen zu verwenden, die auf jedes Unternehmen zutreffen könnten.

Beispiel:

‚Angenehmes Arbeitsklima‘: Schließlich ist fast jedes Unternehmen der Meinung, ein angenehmes Arbeitsklima zu bieten.

Besser ist es die Punkte hervorzuheben, die das eigene Unternehmen einzigartig machen.

Beispiel:

,Täglich frisches Obst‘ ,Zuschüsse zum Mittagessen‘ oder ,kostenlose Massagen für Mitarbeiter‘: Das sind Dinge, die kann nicht jeder Arbeitgeber bieten. Das wissen Ihre potenziellen Mitarbeiter und so bleiben Sie in Erinnerung.

Darum dürfen Sie nicht auf Employer Branding verzichten

Diese Frage beschäftigt viele Unternehmen. Früher kamen auf ein Stelleninserat dutzende Bewerbungen. Man musste dann nur noch die Bewerber/innen auswählen.

Das funktionierte lange Zeit. Heute ist es nicht mehr so einfach. Jetzt ist es an den Unternehmen sich bei den besten Bewerber/innen zu bewerben.

Gerade Mitarbeiter/innen mit sehr guten Qualifikationen sind schwer zu bekommen. Oft haben diese auch die freie Wahl zwischen unterschiedlichen Arbeitgebern.

Hier entscheidet dann die Qualität als Arbeitgebers. Uhr Ihr Ruf – also welche Infromationen der/die neue Mitarbeiter/in zur Verfügung hat und was er/sie schon über Ihren Betrieb gehört und gelesen hat.

Diese drei Faktoren machen Employer Branding wichtig

Es wird immer bedeutender sich von der Masse abzuheben, wenn man weiterhin die besten Mitarbeiter beschäftigen möchte. Die folgenden drei Faktoren zeigen nochmal deutlich auf warum Employer Branding so wichtig ist.

  1. Es wird in Zukunft weniger potenzielle Mitarbeiter geben

Laut Statistik Austria schrumpft die arbeitende österreichische Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Bis 2028 soll die Altersgruppe zwischen 15 und 59 Jahren 182.500 Personen verlieren.

Das entspricht fast der Bevölkerung von Linz. Damit erhöht sich der Marktwert von qualifizierten Mitarbeitern. Die Ausgangslage von Unternehmen wird sich dadurch verschlechtern. Oder anders gesagt: Es wird Ihnen in Zukunft schwerer fallen Mitarbeiter zu finden. Wer jetzt damit beginnt eine Arbeitgebermarke aufzubauen, wird in der Zukunft profitieren.

  1. Die Werte der neuen Generationen sind anders

Die Generation, welche zwischen 1980 und 2000 geboren wurde, hat den Wunsch nach beruflicher Selbstbestimmung. Oft wird von dieser Generation als „Generation Y“ gesprochen. Diese Jahrgänge gelten als offener für Veränderungen.

Der Grund dafür kann sein, dass sie als Kinder nie mit Existenzängsten konfrontiert waren. Junge Beschäftigte möchten in ihrer Arbeit einen Sinn sehen. Wertschätzung wird von dieser Generation höher eingestuft als der Berufstitel.

  1. Der Arbeitgeber als Mysterium

Es reicht nicht mehr Infos zum Job und zum Unternehmen nur im Stelleninserat und beim Bewerbungsgespräch preiszugeben. Wie tickt das Unternehmen? Welche Unternehmenskultur herrscht vor?

Das sind Fragen welche man als Unternehmen offen beantworten muss. Die Bewerber/innen von heute sind mit dem Internet groß geworden. Sie sind es gewohnt alle Infos zu bekommen und diese zu bewerten.

Unternehmen, die nicht offen nach Außen auftreten tun sich damit nichts Gutes. Firmen müssen zeigen, wer Sie sind und was Sie auszeichnet. Gewähren Sie relevante Einblicke.

 

Employer Branding

 

Glaubwürdigkeit ist wichtig

Fakt ist: Man kann noch so ein guter Arbeitgeber sein, ohne Verbreitung dieser Botschaft bringt das nichts. Employer Branding startet bei den eigenen Beschäftigten.

Empfinden diese nicht, dass sie bei einem guten Unternehmen arbeiten, können sie das nicht verbreiten.

Wie wird man ein attraktiver Arbeitgeber? Stellen Sie sich folgende Fragen: Was erwarten meine bestehenden Mitarbeiter/innen? Was erwarten die Bewerbende? Was bekommen Sie geboten? Wechseln sie die Perspektive, um diese Fragen zu beantworten.

Employer Branding muss langfristig geplant werden und bedarf einer strategischen Auslegung.

Die zwei Richtungen im Employer Branding

Aktivitäten im Employer Branding gehen in zwei verschiedene Richtungen. Diese sind beide wichtig – es reicht nicht nur eine der Beiden zu betreiben.

  1. Recruiting Marketing

Hier geht es um die nach außen gerichteten Aktivitäten. Dazu gehören zum Beispiel Messen, Stellenanzeigen oder Personalmarketing-Kampagnen. Dabei macht man sich auch Gedanken, wo man das zukünftige Personal erreichen kann. Wichtig ist, dass zuerst eine Strategie erarbeitet wird. Nicht ohne einen Plan mit Maßnahmen starten!

  1. Retention Marketing

Dabei stehen die bestehenden Mitarbeiter/innen im Fokus. Man bemüht sich um die Bindung an das Unternehmen. Niemand ist überzeugender als zufriedenes Personal. Daher gilt: Employer Branding beginnt mit den eigenen Angestellten!

Was Sie beachten müssen, bevor Sie mit Employer Branding durchstarten

Zuerst richtet man den Blick nach innen. Befragen Sie ihre Angestellten, wie sie das Unternehmen sehen. Seien Sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst. Was zeichnet Sie als Firma aus? Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz? Dann richten Sie den Blick nach außen.  Ermitteln Sie, wie Ihr Unternehmen nach außen wahrgenommen wird. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, können sie eine Arbeitgeberpositionierung definieren. Als weiterer Schritt kann dann eine Arbeitgebermarke aufgebaut werden.

Wie Sie sich als Arbeitgeber mit Employer Branding positionieren können

Die Möglichkeiten im Employer Branding sind groß. Es geht darum Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Versuchen Sie nicht alles abzudecken. Stattdessen ist es besser Orientierung zu bieten. Was ist an der Arbeit bei Ihnen anders als beim Mitbewerb? Dabei ist es gut zu überlegen, welche Bewerber/innen sie ansprechen möchten.

Oder überlegen Sie was Ihren potenziellen Angestellten wichtig sein könnte. Könne Sie das bieten? Wenn ja, kommunizieren Sie das auch. Hilfreich kann es sein, einen Avatar für den/die „perfekte/n Mitarbeiter/in“ zu gestallten.

Fragen Sie sich was für Sie einen perfekten Angestellten ausmacht. Daraus ergeben sich dann Werte, die man in die Kommunikation nach außen einfließen lassen kann.

Employer Branding verlangt es auch sich mit den Bedürfnissen des eigenen Personals auseinanderzusetzen. Auch die Erwartungen von neuen Teammitgliedern darf man nicht aus den Augen verlieren. Niemanden ist es egal für wen er arbeitet.

Aktuelle Trends nicht ignorieren

Das die Jobsuche online stattfindet, haben wir bereits erwähnt. Doch dabei geht der Trend zu den mobilen Geräten. Als Unternehmen ist es daher wichtig, die Homepage mobile-fit zu machen. Bewerber/innen wegen einer nicht funktionierenden Website zu verlieren, ist heute nicht leistbar.

 

Der Begriffe-Dschungel rund um das Employer Branding

Finden sie Strategien um im „War of Talents“ zu bestehen. Richten Sie ihre Aktivitäten im „Personalmarketing“ intern wie auch extern aus. Werden Sie zum „Employer of Choice“ für „High Potentials“.  Abschließend möchten wir Licht in dieses Begriffs-Chaos bringen und die wichtigsten Begriffe kurz erklären.

Employer Branding

Ist der Prozess zum Aufbau einer Arbeitgebermarke. Wenige zentrale Botschaften transportieren die Werte des Unternehmens. Einen allgemeinen Überblick zum Thema Employer Branding bekommen Sie hier.

Arbeitgebermarke

Ist die deutsche Übersetzung von Employer Branding. Die Arbeitgebermarkte zeigt auf, was ein Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht.

Unternehmensmarke

Ist das Bild, das Personen von einem Unternehmen haben. Also das einzigartige Image eines Unternehmens. So unterscheidet es sich von anderen Firmen und erhöht die Wiedererkennung.

Arbeitgeberimage

Ist das Bild, das potentielle Bewerber/innen von einem Unternehmen haben. Es entsteht in der Öffentlichkeit, aus der Wahrnehmung des Unternehmens als Arbeitgeber. Standort Image oder Produktimage haben Einfluss auf das Arbeitgeberimage.

Branchenimage

Jeder verbindet bestimmte Vorstellungen mit ganzen Industrie- oder Wirtschaftszweigen. Das wirkt sich auf die Attraktivität des potentiellen Arbeitgebers aus.

Unternehmensimage

Ist das Bild, dass Kundschaft, Lieferanten oder allgemein die Öffentlichkeit von einem Unternehmen hat.

Corporate Identity

Durch die Unternehmensidentität möchte man ein angestrebtes Image erreichen. Das umfasst Teilbereiche wie: Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Behavior.

Employer of Choice

Ist der englische Begriff für Arbeitgeber der Wahl. Qualifizierte Bewerber/innen haben meist die Wahl zwischen verschiedenen Unternehmen. Daher müssen sich Firmen von der Konkurrenz abheben. Das ist das Ziel des Employer Branding.

Personalmarketing

Beschreibt die Orientierung der Personalpolitik an den Bedürfnissen von aktuellen und künftigen Angestellten. Ziel ist es, momentanes Personal zu halten und zu binden und neue Mitarbeiter/innen zu gewinnen.

High Potentials

Steht für Überflieger mit hohem Potenzial und bezeichnet hoch qualifiziertes Personal. Sie besitzen nicht nur eine exzellente Ausbildung oder praktische Erfahrung, sondern auch sehr gute Charaktereigenschaften.

War of Talents

Heißt zu Deutsch Wettstreit um Talente. Dieser Begrifft entstand durch den Fachkräftemangel. Daher wird es immer wichtiger sich als Unternehmen gut zu positionieren.

Fazit

In den letzten Jahren hat sich einiges geändert. Neue Werte sind in den Vordergrund gerückt. Die neue Generation weiß genau was Sie will. Der Kampf um die besten Mitarbeiter wird in den nächsten Jahren noch härter werden.

Beginnen Sie am besten noch heute mit dem Aufbau einer Unternehmensmarke. Employer Branding ist ein Prozess, der nicht von einem auf den anderen Tag umgesetzt werden kann. Mitarbeiter werden weniger werden in den nächsten Jahren. Davon die besten zu überzeugen bei Ihnen anzufangen wird noch schwieriger.

Die Möglichkeiten im Employer Branding sind vielfältig. Starten Sie noch heute mit der Strategieentwicklung. Denn niemanden ist es egal für wen er arbeitet.