Wie schreibt man eine Bewerbung

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt hervorzustechen?

Der erste Eindruck muss stimmen. Das trifft auch bei den Bewerbungsunterlagen zu. Dabei entscheidet oft auch die Optik. Denn du hast nicht viel Zeit, die Personalabteilung von dir zu überzeugen. Dabei ist meist jedes kleine Detail entscheidend. Mit einer kreativen Bewerbung, die sich aus der Masse abhebt, kannst du deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch erheblich steigern. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht und in Erinnerung bleibt? Du hast dich das auch schon gefragt? Wir zeigen dir hier, worauf es ankommt und geben dir Tipps, wie du deine Bewerbung, einzigartig gestalten kannst.

 

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Die Mischung aus Perfektion und Effizienz ist beim Bewerbungsprozess wichtig

Die Jobsuche kann oft wirklich lange dauern. Dabei schreiben sehr viele Jobsuchende zehn, zwanzig, fünfzig oder in Einzelfällen sogar hundert Bewerbungen, bevor sie einen neuen Job finden.

Wir sind der Meinung, dass so viele Bewerbungen doch gar nicht nötig sind, um eine neue Anstellung zu finden. Man muss nur wissen: „Wie schreibt man eine Bewerbung richtig?“

 

Daher unser erster Tipp: Setzte nicht auf Massenbewerbungen. Nimm dir lieber genug Zeit für jede einzelne Bewerbung und stimme diese genau auf die Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt aufzufallen?

Was glaubst du, wie lange sich ein/e Personaler/in Zeit nimmt, um sich deine Unterlagen anzuschauen? Falls auch du jetzt glaubst, dass sich die Personalabteilung zwischen fünf und zwanzig Minuten Zeit nimmt, liegst du falsch. Denn in der Tat sind es nur circa 48 Sekunden pro Bewerbung.

 

Deshalb bleibt dir nicht viel Zeit, um auf dich aufmerksam zu machen. Denn auch wenn du ins Profil der Stellenausschreibung passt, du bereits Berufserfahrung hast und vielleicht auch im Ausland warst, ist dir die Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht sicher. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht?

 

Allen voran geht es bei der perfekten Bewerbung um die Kreativität. Wie kreativ sind die Formulierungen und die Gestaltung der Unterlagen, darauf achten Personalverantwortliche meistens. Natürlich sind Punkte wie die Rechtschreibung, das Foto und die Wahl der E-Mailadresse auch relevant. Mehr über diese Punkte findest du in unserem allgemeinen Artikel über das Bewerbungsschreiben. Dort haben wir auch ein paar gratis Vorlagen für dich zusammengestellt.

 

Wichtig ist beim Schreiben einer Bewerbung immer darauf zu achten, für welchen Job du dich bewirbst. Denn zum Beispiel Icons in der Bewerbung kommen bei kreativen Berufen gut an, jedoch bei Positionen im Controlling stechen diese Personaler/innen negativ ins Auge. Denn diese fragen sich dann zum Beispiel, ob der/die Bewerber/in auch im Beruf viel Zeit mit kleinen unnötigen Verschönerungen verschwendet.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die kreativ ist? Mit anderen Ansätzen am Arbeitsmarkt hervorzustechen.

Wichtig ist es, anders als die anderen zu sein. Natürlich möchte sich jeder von seiner besten Seite zeigen. Dazu kommt, dass überall gepredigt wird, nur die fachlichen und die persönlichen Stärken in den Vordergrund zu rücken. Doch um sich beim Schreiben einer Bewerbung klar abzuheben, muss man oft andere Wege einschlagen. Wir haben hier ein paar Tipps, wie deine Bewerbung in Erinnerung bleibt.

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die auffällt? Ganz einfach. Schreib auf, was du nicht kannst.

Aus dir bekommt man keinen geraden englischen Satz raus? Trotzdem steht in deiner Bewerbung, dass du über gute Englischkenntnisse verfügst? Wir machen dir dafür keinen Vorwurf, denn uns allen wurde ja eingetrichtert, diesen Satz brav in die Bewerbung zu schreiben.

 

Um aber den Personalverantwortlichen aufzufallen, schreib doch bei deiner nächsten Bewerbung mal rein, was du denn überhaupt nicht kannst. Ja, dieser Ansatz mag auf dich komisch wirken, aber deine Schwächen können dir in diesem Fall wertvolle Pluspunkte bringen.

 

Dazu ergänzt du einfach den Bereich „meine Stärken“ mit dem Zusatz „meine Schwächen“ oder „Was ich kann“ und „Was ich nicht gut kann“. Du fragst dich, warum das funktionieren soll? Die Antwort darauf ist der Überraschungseffekt. Kein/e Personalverantwortliche/r rechnet damit, diese Angaben in einer Bewerbung zu finden. Außerdem lassen deine Schwächen dich sympathischer wirken und die Personalabteilung wird von deiner Ehrlichkeit positiv überrascht sein.

 

Achtung bei den Schwächen. Hier ist aber auch Vorsicht geboten. Denn als deine Schwächen solltest du keine Eigenschaften nennen, die für die Position, für welche du dich bewirbst, relevant sind.

Mit einem Cliffhanger im Bewerbungsschreiben auffallen.

Die meisten von uns kennen den sogenannten Cliffhanger aus Filmen oder Büchern. Die Vorgehensweise dabei ist es, mit ein bis zwei kurzen Sätzen die Lesenden zum Umblättern zu bringen. Auch die Personalabteilung lässt sich von einem guten Cliffhanger überzeugen. Hier ein Beispiel, wie so ein Satz aussehen kann:

 

„Wie ich das Projekt Produktkonfigurator ganz alleine umgesetzt habe? In der Projektmappe im Anhang finden Sie alle Antworten dazu.“

 

Sätze, wie diese bleiben im Gedächtnis und stärken das eigene Profil. Diese zwei Punkte sind gleichzeitig auch die Voraussetzungen für eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch.

Verschenke keinen Platz an langweilige Floskeln

Habe Mitleid mit der Personalabteilung und langweile sie nicht mit Standardformulierungen wie zum Beispiel: „Hiermit bewerbe ich mich um die offene Stelle als Bürokauffrau.“ Stattdessen versuche einfach mal direkt im ersten Satz mit der Tür ins Haus zu fallen. Du fragst dich, wie das funktionieren soll? Zum Beispiel kannst du im ersten Satz folgendes schreiben:

 

„Ich habe alles über Ihr Unternehmen recherchiert und passe perfekt auf die offene Stelle.“

 

Wichtig ist vor allem authentisch zu bleiben und auch im späteren Bewerbungsgespräch deine Motivation glaubhaft rüberzubringen. Ein weiterer Beispielsatz für dein Einstieg im Bewerbungsanschreiben könnte lauten:

 

„Wordpress Guru? Social Media Junkie? Kommunikationstalent? Jackpot, Ihre Suche hat ein Ende.“

 

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung: Der passende Slogan

Wie schon das Wort Bewerbung verrät, geht es hier um Werbung für die eigene Person. Denn du möchtest ja deinen Wunscharbeitgeber von dir überzeugen. Niemand außer dir soll schließlich die ausgeschriebene Position bekommen.

 

Also traue dich ruhig, dich in deiner Bewerbungsmappe als Marke zu präsentieren und verpasse dir einen eigenen Slogan. Dabei soll dein Slogan wiederspiegeln, was du zu bieten beziehungsweise was du zu verkaufen hast oder was du deinem Wunscharbeitgeber bieten kannst. Diesen platzierst du dann direkt auf dem Deckblatt, neben deinem oder unter deinem Foto. Deine in dem Slogan vermittelten Werte solltest du auch wirklich vertreten und verkaufen können. Du fragst dich, wie so ein Slogan aussehen kann? Hier ein Beispiel:

„Kreativ, kommunikativ, einsatzbereit – gemeinsam schlagen wir neue Wege ein.“

 

Wenn dir kein eigener Slogan einfällt, kannst du auch den Firmenslogan auf deine Person umschreiben.

Niemand ist perfekt. Erkläre, was du noch lernen möchtest

Kein Unternehmen erwartet sich eine/n Beschäftigte/n, welche/r schon alles in Perfektion beherrscht. Ja, Stellenausschreibungen vermitteln einem oft den gegenteiligen Eindruck, doch dem ist wirklich nicht so.

 

Denn jeder Mensch kann sich in gewissen Bereichen noch verbessern oder sich völlig neue Fähigkeiten aneignen. Hab als keine Angst davor, in deiner Bewerbung anzuführen, in welchen Bereichen du dich noch weiterbilden oder was du noch erlernen möchtest. Zeigst du dich in deiner Bewerbung offen für Weiterbildungen, sammelst du damit wichtige Pluspunkte bei der/dem Personalverantwortlichen.

 

Bewerbung kreativ

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung, richtig? 4 Tipps, um zu überzeugen.

Konzentriere dich auf das Wesentliche und arbeite effizient. Schaue dir die Stellenanzeigen und die Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, vorab genau an. Danach kannst du dir einen Plan erstellen, wie du bei der Bewerbung punkten kannst, ohne dich komplett verstellen zu müssen. Folgende Tipps werden dir bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen helfen.

Wie schreibe ich eine Bewerbung – Tipp 1: Sorge für einen roten Faden

Um einen roten Faden in deine Bewerbung zu bringen, musst du einige Dinge bereits vor der Erstellung erledigen. Erstelle eine Liste deiner Soft Skills und Hard Skills. Außerdem kannst du auch noch eine Liste mit Fähigkeiten erstellen, die du nicht beherrscht.

Im Anschluss ordnest du deine Liste und streichst die Punkte raus, welche unwichtig sind.

Tipp 2: In der Kürze liegt die Würze. Lieber kurz und übersichtlich, als zu lange und langweilig

Nach dem du eine Liste mit Fähigkeiten erstellt hast und dich von den unwichtigen verabschiedet hast, entsteht nicht nur ein roter Faden. Nein, deine Bewerbungsunterlagen werden gleichzeitig auch kürzer. Denn kurze Unterlagen mit einem roten Faden, die optisch überzeugen und übersichtlich die Qualifikationen präsentieren, überzeugen. Denn auch du würdest dich doch für die/den Jobsuchende/n entscheiden, der mit kurzen, gut strukturierten Unterlagen überzeugt und nicht jene/n, der einen dicken Stapel mit unübersichtlichen und unwichtigen Informationen vorlegt.

3 Tipp: Mut zu etwas neuem

In der Regel sagt man: „Je kreativer der Beruf, für den du dich bewirbst, um so kreativer sollte auch deine Bewerbung sein.“ Wenn du dich für eine Führungsposition in einem großen Konzern bewirbst, dann werden deine Bewerbungsunterlagen, eher zurückhaltender und schlichter gestaltet sein. Wenn du dich jedoch als Grafik Designer/in bewirbst, dann sind dir bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass der Text, das Bild und das Design ein einheitliches Bild erzeugen.

 

Gleichzeitig solltest du dir ein Alleinstellungsmerkmal überlegen. Was kannst nur du? Warum soll man sich für dich entscheiden? Die Antwort darauf erfährt die Personalabteilung am besten aus deinem Anschreiben.

 

Dabei kannst du ruhig mal neue Wege einschlagen. Wie wäre es mit einer PowerPoint Präsentation? Wie das funktionieren soll? Verpacke deinen Lebenslauf und alle Infos, die du normal in ein Anschreiben geben würdest, in einer PowerPoint Präsentation. Wenn du diese noch mit kleinen Einblicken in dein Leben und Informationen über dich ausschmückst, bleibst du bestimmt in Erinnerung.

Wie schreibt man eine Bewerbung? Tipp 4: Sei selbstbewusst!

Lies dir die Stellenausschreibung genau durch. In deinem Anschreiben gehst du dann auf die Anforderungen ein und setzt diese in Bezug mit deinen Karriere-Highlights.

Tipp: Die Personalabteilung liest gerne Zahlen. Wenn du eine Führungsposition hattest, für wie viele Mitarbeiter/innen warst du verantwortlich? Deine Maßnahmen haben zur Umsatzsteigerung beigetragen? Nenne auch hier die Zahlen. Diese belegen immerhin deine Leistung und zeigen deinen Erfolg auf, das ist wichtig.

 

 

 

Die Farbwahl bei der Bewerbung – ist die Farbe wichtig, um sich von der Masse abzuheben?

Eines vorweg: Ja, die Farbwahl bei der Bewerbung ist wichtig. Denn circa 80 Prozent der Menschen werden von Farben unterbewusst beeinflusst. Mit der richtigen Farbwahl bei deiner Bewerbung kannst du einen besseren und bleiben Eindruck hinterlassen. Jeder Mensch verknüpft mit Farben, abhängig von seinem kulturellen Hintergrund, bestimmte Ereignisse und Gefühle. Zum Beispiel steht Gelb für den Neid, mit Weiß verbindet man die Unschuld und die Reinheit und mit Rot die Liebe oder Wut.

 

Auch im Bewerbungsprozess spielt die Farbwahl eine Rolle. Denn wie jeder Mensch verbindet auch das Personal aus der Personalabteilung verschiedene Emotionen und Eigenschaften mit Farben. Anhand der Farbwahl in deiner Bewerbung, schreibt dir der/die Personaler/in unterbewusst Eigenschaften zu, ohne ein Wort in deinen Unterlagen gelesen zu haben. Wie du die Wirkung von Farben für deine Bewerbungsunterlagen nutzen kannst, erklären wir dir jetzt.

Wie schreibt man eine Bewerbung – die richtige Farbwahl

Bei der richtigen Farbwahl für deine Bewerbung, gehen die Meinungen auseinander. Manche empfehlen nur die Farben des Unternehmens zu wählen, bei welchen du dich bewirbst. Andere raten dazu, ordentlich in den Farbtopf zu greifen und sich auch mal etwas zu trauen.

 

Unser Tipp: Farbe in der Bewerbung ist wichtig. Achte aber darauf, bei den Farbkombinationen nicht zu übertreiben. Die Farben, die du wählst, sollen natürlich zu einander passen. Anderenfalls wirft das ein schlechtes Licht auf dich und deine Arbeitsleistung.

Die Wirkung unterschiedlicher Farben

Fragst du dich jetzt die ganz Zeit schon, welche Farben, wie auf andere wirken? Wir haben die Antwort. Die Wirkung aller Farben zu skizieren, würde an dieser Stelle zu lange dauern. Daher haben wir für dich die häufigsten Farben analysiert.

 

  • Dunkelblau: Steht für Kompetenz.
  • Grau: Damit verbindet man Zuverlässigkeit, Fleiß, Intelligenz, Technik.
  • Rosarot: Hier assoziiert man Bodenständigkeit oder Familienorientierung.
  • Rot: Steht für Mut, Fantasie, Trendbewusstsein, Modernität, Spannung.
  • Orange: Transportiert die Eigenschaften jung oder cool, einzigartig, unabhängig, temperamentvoll und kreativ

 

Wie bereits erwähnt, kannst du mit bestimmten Farben in deiner Bewerbung, bestimmte Eigenschaften ausstrahlen. Aber welche Farbe sich für deine Bewerbungsunterlagen eignet, hängt von der Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

Für forschende, konventionelle, unternehmerische sowie praktikorientierte Berufe, wählst du am besten Farben wie Blau, Braun, Beige oder Grau. Diese Farben drücken deine Kompetenz aus.

 

Bewirbst du dich für einen Beruf im sozialen Bereich, dann raten wir dir zu Farben wie Gelb, Weiß oder Rosarot.

 

Für kreative oder unternehmerische Berufe raten wir zu Farben wie Rot oder Orange.

 

Wenn du dich dann für eine Farbe für deine Bewerbungsunterlagen entschieden hast, dann solltest du auch darauf achten, dass dein Bewerbungsfoto zu diesen Farben passt. Besonders musst du dabei auf die Kleidung und die Farbe des Schmucks achten.

 

 

Unser Fazit – wie schreibt man eine Bewerbung, um hervorzustechen?

Traue dich einfach mal einen anderen Weg einzuschlagen. Wer immer dasselbe macht, wie die Masse, wird an der Vielzahl an Bewerbungen unter gehen.

 

Entscheidest du dich für Farben in deinen Bewerbungsunterlagen, dann beschränke dich auf ein bis drei Farben, welche auch zusammenpassen. Zu viele Farben überfordern den/die Recruiter/in und wirken zu bunt und kitschig. Achtung, Finger weg von Signalfarben oder Neonfarben, diese stechen ins Auge, jedoch nicht auf positive Art.

 

Ein absolutes No-Go bei der Farbwahl sind die Farben der Konkurrenz. Daher informiere dich vorab über das Unternehmen und die direkte Konkurrenz, dann kann dir dieser Fehler nicht passieren.