Ferialpraktikanten aufnehmen

Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten aufnehmen? Gute Idee oder besser doch nicht?

Wenn sie von Ferialpraktika hören, denken viele an Kaffee kochen, das Archiv scannen oder Jause holen. Das sind jedoch nicht die Hauptaufgaben von Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten. Denn je nach Praktikumsart gibt es Vorgaben bezüglich der Entlohnung und der Ausbildung. Doch lohnt es sich als Unternehmen überhaupt Praktika zu vergeben?

 

Sie erhalten Informationen zu folgenden Themen:

  • Warum Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten aufnehmen?
  • Vorteile bei der Einstellung von Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten
  • Lohnt sich die Vergabe von Ferialpraktika?

 

Warum Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten aufnehmen?

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Viele Beschäftigte gehen besonders gerne in den Sommermonaten auf Urlaub. Gleichzeitig haben auch die Schulen und Universitäten im Sommer frei. Das trifft sich sehr gut. Denn Unternehmen können mit Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten Ersatz für sich im Urlaub befindeten Angestellten im Urlaub schaffen und Schüler/innen sowie Studierende können erste wichtige praktische Erfahrungen sammeln.

Ob Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten für Ihr Unternehmen in Frage kommen, hängt ganz von Ihnen ab. Praktikantinnen und Praktikanten können Ihre Angestellten in verschiedenen Bereichen unterstützen. Zum Beispiel bei der Ablage oder täglichen Arbeiten, wie das Verteilen der Post.

Auch in Produktionsbetrieben werden Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten gerne genommen um die Beschäftigten, die sich im Urlaub befinden, zu ersetzen. In diesem Bereich können Praktikantinnen und Praktikanten nach einer genauen Einarbeitung meist gleich viel und mit derselben Qualität arbeiten wie andere Angestellte. Das Alter spielt dabei jedoch eine Rolle. Denn mit 18 arbeitet man anders als noch mit 15.

Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten entlastet auch die Belegschaft. So kann diese Arbeiten erledigen, die liegengeblieben sind, weil neben dem Tagegeschäft dafür zu wenig Zeit ist. Je nach Alter der Praktikantinnen und Praktikanten bestimmt sich die Verantwortung, die ihnen auferlegt werden kann. Denn jemanden, der erst 15 ist, wird man nicht das Telefon und die Terminvereinbarung anvertrauen.

 

 

Vorteile von Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten

Heute ist ein Ferialpraktikum meist Teil der Ausbildung, egal, ob erst als Studierender oder schon in der Schule. Denn ein Praktikum liefert eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben. Aber ein Praktikumsplatz ermöglich für Praktikantinnen und Praktikanten nicht nur einen Einblick in die Abläufe des Unternehmens. Nein, auch für Unternehmen gibt es einige Vorteile, wenn Sie Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten aufnehmen. Folgende möchten wir hervorheben:

  • Praktikantinnen und Praktikanten liefern einen frischen Blick von außen, das eröffnet neue Sichtweisen
  • Der Kontakt mit aktuellen Lehrinhalten hilft Ihnen selbst auf dem neuesten Stand zu bleiben
  • Der/die Praktikant/in von heute ist vielleicht der Angestellte von morgen
  • Positive Mundpropaganda über das Unternehmen
  • Liegengebliebene Arbeiten können erledigt werden
  • Die Belegschaft wird entlastet und Urlaube fallen weniger auf
  • Positiv für das Employer Branding

 

 

 

Unterschiede Ferialpraktikum und Pflichtpraktikum

Die Annahme, dass beides dasselbe ist, ist falsch. Von echten Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten spricht man, wenn das Praktikum als Teil des Lehrplans absolviert werden muss. Hierbei handelt es sich um ein Pflichtpraktikum. Dabei müssen Lehrplanbestimmungen, wie zum Beispiel Dauer des Praktikums oder Art der Tätigkeit, eingehalten werden. Das Pflichtpraktikum kann das ganze Jahr über absolviert werden und ist nicht nur auf die Sommermonate beschränkt. Wichtig ist hier immer, dass die Tätigkeit zum Lehrplan passt.

Ein/e Ferialarbeitnehmer/in ist das, was klassisch bei uns als Ferialpraktikant/in verstanden wird. Hier ist die Hauptmotivation das eigene Konto aufzubessern. Sie sind die klassische Urlaubsvertretung für die Sommermonate. Ferialarbeitnehmer/innen können alle anfallenden Tätigkeiten zugeteilt werden. Sie haben allerdings einen Anspruch auf ein Gehalt nach Kollektivvertrag sowie Urlaubsanspruch.

Zu beachten bei Ferialarbeitnehmer/innen

Entscheiden Sie sich Ferialarbeitnehmer/innen in ihrem Unternehmen zu beschäftigen, müssen Sie Folgendes beachten:

  • Ein Arbeitsverhältnis muss auf bestimmte oder unbestimmte Zeit abgeschlossen werden
  • Es muss eine Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse erfolgen
  • Ein/e Ferialarbeitnehmer/in ist weisungsgebunden
  • Er/Sie hat Anspruch auf ein Entgelt
  • Er/Sie hat Anspruch auf Urlaub oder auf Auszahlung einer Urlaubsersatzleistung

 

 

Lohnt sich ein/e Ferialpraktikant/in?

Wir sagen ja, auf jeden Fall! Entscheiden Sie sich dafür, jemanden für ein Praktikum einzustellen, erweitern Sie gleichzeitig Ihren Pool an zukünftigen potenziellen Mitarbeiter/innen. Weiters sind Praktikantinnen und Praktikanten eine wertvolle Unterstützung in der Urlaubszeit, wie auch unter dem Jahr. Außerdem bringen sie neue Sichtweisen ein und steigern ebenfalls die Reputation Ihres Unternehmens. Mit der Hilfe von Praktikantinnen und Praktikanten können sie zum Beispiel auch eingefahrene Prozesse verbessern. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich vorab Gedanken machen, welche Aufgaben Sie in Ihrem Unternehmen an Ferialpraktikantinnen und Ferialpraktikanten übertragen können und wie alt sie sein sollten. Denn wie bereits beschrieben, kann ein/e Ferialpraktikant/in je älter er/sie ist, mehr Verantwortung übernehmen und mehr leisten.

Fazit – ein/e Ferialpraktikant/in lohnt sich!

Ein/e Ferialpraktikant/in ist etwas Positives. Sie investieren in die Nachwuchssicherung, Sie machen Ihr Unternehmen bei einer jüngeren Zielgruppe bekannt und schaffen Verbindungen zu potenziellen späteren Angestellten. Außerdem können Praktikantinnen und Praktikanten flexibel eingesetzt werden und Tätigkeiten übernehmen, für die sonst keine Zeit bleibt.