Home Office

Home-Office – Die wichtigsten Tipps, damit es gelingt

Im New-Work-Age haben etwa 48 % der österreichischen Arbeitnehmer/innen (Studie Xing Gehaltsstudie 2019) die Möglichkeit, ihr Home-Office als Arbeitsplatz zu nutzen. 3,7 % tun das auch. Hier erfährt ihr, mit welchen Problematiken ihr bei der Heimarbeit konfrontiert werdet und wie ihr damit umgehen könnt.

Home-Office: Nachteile und Hürden

Das Home Office kann viele Vorteile haben: Es kann die Kinderbetreuung enorm erleichtern. Pendler müssen nicht mehr jeden Tag weite Strecken zurücklegen. Viele können sich zuhause auch besser konzentrieren, als im lauten Büroalltag. Trotzdem sollten folgende Punkte nicht außer Acht genommen werden.

Räumliche Abgrenzung: Arbeit und Privatleben trennen

Das Arbeiten vom Bett oder der Couch aus, klingt erstmal gemütlich. Doch in der Realität kann man dabei kaum produktiv sein. Denn einem ‚kleinen‘ Nickerchen im Bett ist nicht so leicht etwas entgegenzusetzen. Richte dir deshalb einen eigenen Arbeitsbereich ein. Dieser sollte in einem ruhigen Bereich deiner Wohnung liegen. Ob eigenes Büro oder einfach ein Laptoptisch am anderen Ende des Raumes ist dabei egal. Trenne Privates und Berufliches räumlich so gut es geht ab.

Arbeitsrhythmus angewöhnen

Flexibilität ist eine Sache, Prokrastination eine andere. Wer gegen Ende eines Tages nicht unter Zeitdruck geraten will, sollte seine Arbeitszeiten gut planen und sich einen Home-Office Rhythmus angewöhnen. Ziel sollte es sein, mehrere Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten. Hilfreich können da auch verschiedene Apps sein, die Zeitmanagement tracken. Ebenfalls gibt es Zeitmanagment-Techniken, die auf Produktivitätssteigerung ausgerichtet sind. Ein Beispiel ist die Pomodoro-Technik, die aus fünf Schritten besteht:

  1. Aufgabe schriftlich fixieren, z. B. auf einer To-Do-Liste
  2. Den Timer auf 25 Minuten stellen (kann auch länger sein – teste am besten selbst, wie lange du konzentriert arbeiten kannst)
  3. In dem Zeitraum ganz auf die Aufgabe konzentrieren und keine anderen Tätigkeiten dazwischenschieben
  4. Danach kurze Pause machen (5-10 Minuten)
  5. Nach vier Arbeitsperioden eine Pause von 15-20 Minuten machen

Arbeitszeit im Home Office

Telefonate mit dem/der Partner/in, Kinder bespaßen, Wohnung putzen, einkaufen oder ein schneller Kaffee mit Freunden. Diese Dinge gehören in die Freizeit und sollten somit nicht in die Home-Office Zeiten fallen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Doch man sollte nicht vergessen, Ablenkungen, egal welcher Art, stören Konzentration und somit auch die Produktivität. Besonders jene, die ein gewisses Arbeitspensum erreichen müssen, sollten genau darauf achten, wie sie ihre Zeit verbringen.

Stay in contact – Home Office führt zu Isolation?

Wer zu Hause arbeitet, läuft auch Gefahr im Arbeitsmodus die Zeit zu übersehen. Unregelmäßiges Essen und wenig Bewegung können die Folge sein und gesundheitliche Auswirkungen haben. Auch die soziale Isolation ist ein Problem, welches man nicht unterschätzen sollte. Deshalb unser Rat: Stay in contact – mit dir und deinen Kollegen. Ideal ist es, ein paar Tage im Büro zu arbeiten und ein paar Tage zuhause. So bleibst du auch immer up-to-date.

Feierabend im Home Office

Auch als Home-Office Worker sollte man bewusst Feierabend machen und die „Tür“ zum heimischen Büro schließen. Gewöhn dir kleine Rituale an, die dein Arbeitsende kennzeichnen. Ein paar Ideen dafür:

  • To-do-Liste für den nächsten Tag schreiben
  • Schreibtisch aufräumen
  • Den Arbeitstag bei einer Tasse Tee ausklingen lassen
  • Das Diensthandy stummschalten

Fazit

Wer über eine gesunde Portion Selbstdisziplin sowie Organisations- und Planungstalent verfügt, kann seine Arbeit auch erfolgreich von zu Hause aus erledigen. Dabei sollte individuell entschieden werden, ob das Home Office für einen selbst sinnvoll ist. Aber besonders für berufstätige Eltern oder Pendler ist das Home Office oft eine Erleichterung.