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Hilfe bei der Berufsorientierung – Lehre oder Studium? Wo sind die Jobchancen besser?

Die Berufsorientierung ist vor allem für junge Menschen nicht einfach. Viele fragen sich, wie es für sie nach der Schule weitergehen soll. Welcher Beruf ist der richtige für mich? Was interessiert mich denn überhaupt? Für welchen Beruf bin ich geeignet?

Diese und andere Fragen stellen sich Jugendliche vor ihrem Einstieg in das Berufsleben. Bevor man sich aber für einen Beruf entscheiden kann, muss man sich über seine Stärken und Schwächen im Klaren sein. Denn erst wenn man sich für einen Beruf entschieden hat, kann man planen, wie es nach der Schule weitergehen soll. Wird man eine Lehre absolvieren oder die Ausbildung mit einem Studium fortsetzen? Hier bekommst du Tipps für die Berufsorientierung. Wir zeigen dir die Vorteile einer Lehre sowie die des Studiums und informieren dich über die Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten.

 

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Warum ist Berufsorientierung wichtig?

Welche Berufe gibt es? Welcher Beruf passt am besten zu meinen Interessen? Soll ich eine Lehre antreten oder doch studieren? Der Schulabschluss rückt immer näher und die Fragen werden immer mehr. Denn nach der Schule stehen dir viele unterschiedliche Wege offen. Genau aus diesem Grund ist eine gute Berufsorientierung wichtig. Denn hast du dich erst einmal orientiert und weißt, wohin es für dich gehen soll, dann lässt du dich von den vielen Optionen nicht mehr verunsichern.

 

Für die Berufsorientierung gibt es viele unterschiedliche Angebote. Wir empfehlen dir aber, bei dir selbst zu starten, denn es gibt auch viele Möglichkeiten, wie du dir selbst klarmachen kannst, welche Berufe zu dir passen könnten. Daher haben wir hier sechs Tipps für die Berufsfindung für dich:

  • Analysiere deine Hobbys und Interessen

Das allerwichtigste an einem Beruf ist, dass er dir Spaß macht. Daher ist es gut, erstmal bei deinen Interessen und Hobbys zu starten. Was macht dir Spaß? Interessierst du dich sehr für Mathematik und Zahlen? Bist du gerne in der Natur? Außerdem können deine Hobbys und Interessen auch schon Auskunft über deine Stärken und Schwächen geben.

  • In welchen Schulfächern warst du besonders gut? Wo hast du dir leichtgetan?

Wie bereits deine Interessen und Hobbys geben dir auch die Schulfächer Informationen darüber, welche Berufe zu dir passen könnten. Hier zählen aber nicht nur die Noten. Du sollst vor allem darauf achten, welche Fächer dir Spaß gemacht haben und wo dir das Lernen leichtgefallen ist.

  • Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?

Eine Liste über deine Stärken und Schwächen gibt dir eine gute Richtung vor, welche Berufe für dich passen könnten. Dabei kannst du dir Hilfe von deinen Eltern und deinem Freundeskreis holen. Diese sehen dich meist anders, als du dich selbst und können dich gut einschätzen.

  • Sammle praktische Erfahrung und gewinne Eindrücke aus den Arbeitsalltag

Mit Hilfe von einem Praktikum kannst du wirklich gut einschätzen, ob dir ein Beruf liegt. Wenn du bereits ein paar Praktika gemacht hast, erstell davon eine Liste. So hast du einen Überblick, welche Berufe dabei waren. Dann kannst du dort vermerken, ob dir die Arbeit gefallen hat und warum das so war. Wenn du noch kein Praktikum gemacht hast, empfehlen wir dir, das nachzuholen. Wähle dafür am besten einen Beruf, von dem du denkst, dass er zu dir passen könnte.

  • Bist du für den Traumberuf gesundheitlich geeignet?

Bei der Berufswahl solltest du auch den Zustand deiner Gesundheit nicht außer Acht lassen. Hast du zum Beispiel Höhenangst, raten wir dir von einer Lehre als Dachdecker/in ab.

  • Plan B – finde eine alternative für deinen Traumberuf

Die Ausbildung für deinen Traumberuf wird in deiner Nähe nicht angeboten? Oder du bringst die körperlichen Voraussetzungen nicht mit? Lass dich davon nicht entmutigen. Es gib so viele verschiedene Berufe, in welchen du ähnliche Tätigkeiten ausüben kannst. Daher empfehlen wir dir, auch einen Plan B vorzubereiten.

 

 

Hilfen bei der Berufsorientierung

Es gibt viele Angebote, die dir bei der Berufsorientierung helfen. Hier stellen wir dir weitere Wege für die Orientierung bei der Berufswahl vor.

Hilfe bei der Berufsorientierung in der Schule

In Österreich gibt es viele Schulen, die ihren Schüler/innen Unterstützung bei der Berufswahl anbieten. Das passiert zum Beispiel durch einen speziellen Berufsorientierungsunterricht. Hier befasst man sich intensiv mit unterschiedlichen Lehrberufen und den dafür nötigen Fähigkeiten. Das Erstellen der Bewerbungsunterlagen wird dabei meist ebenfalls behandelt. Gibt es keinen Berufsorientierungsunterricht, wird meist eine persönliche Berufsberatung außerhalb der Unterrichtszeit angeboten. Dieses Angebot umfasst oft auch die Beratung zur Studienorientierung.

Online-Test als Hilfe bei der Berufsorientierung

Diese Methode ist die einfachste. Dabei gibt es sehr viele gute Angebote, die du ganz einfach über dein Smartphone oder den Computer machen kannst. Hier werden dir Fragen zu deinen Fähigkeiten, Zielen, Interessen sowie Eigenschaften gestellt. Deine Antworten werden mit den Voraussetzungen für verschiedene Berufe abgeglichen. Zum Schluss bekommst du Berufsvorschläge. Über diese kannst du dich dann weiter informieren.

Veranstaltungen, um Berufe oder Unternehmen kennenzulernen

Jedes Jahr finden verschiedene Job- und Berufsbildungsmessen statt. Dort kannst du dich über unterschiedliche Lehrberufe oder Studiengänge informieren. Meist hast du dort auch die Chance, den Lehrbetrieb gleich vor Ort kennenzulernen. Den Ansprechpartnern vor Ort kannst du gleichzeitig alle deine offenen Fragen stellen. Wir empfehlen dir auch „Tage der offenen Tür“ von Unternehmen in deiner Nähe zu nutzen. So bekommst du einen besseren Eindruck von dem Beruf sowie vom Unternehmen. Außerdem kannst du vor Ort gleich einen guten Eindruck hinterlassen und steigerst damit deine Chance, zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

 

 

Berufsorientierung – Was ist besser, eine Lehre oder ein Studium?

Statistiken zeigen, dass aktuell mehr Jugendliche studieren wollen, als eine Lehre zu absolvieren. Betrachtet man den österreichischen Arbeitsmarkt, stellen wir fest, dass hier Hochschulabsolvent/innen sowie Lehrlinge sehr gut aufgenommen werden. Laut Statistik Austria waren die Arbeitslosenquoten 2017 bei Lehrberufen 4,7 Prozent, bei Hochschulabsolvent/innen 3,5 Prozent.

 

In vielen Tätigkeitsbereichen steigen die Anforderungsniveaus. Daher ist es im Prinzip gut, wenn sich Menschen höher qualifizieren. Dafür gibt es im beruflichen Bereich ebenfalls viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Meisterprüfung. Hast du jedoch nur einen Pflichtschulabschluss, sehen die Chancen am Arbeitsmarkt nicht besonders gut aus. Viele Jugendliche entscheiden sich auch gerne für eine Lehre mit Matura. So haben sie nach erfolgreichem Lehrabschluss durch die Matura ebenfalls die Möglichkeit, studieren zu gehen.

 

 

Hilfe bei der Berufsorientierung: Die Einstiegsgehälter von Lehrlingen und Studierenden

Je nach Beruf können die Einstiegsgehälter bei Lehrabsolvent/innen sowie bei Studienabsolvent/innen variieren. So verdienen zum Beispiel Lehrlinge als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau am wenigsten. Hier liegt das Einstiegsgehalt nämlich bei 1.100 Euro netto. Diese wird meist durch Leistungsprämien noch aufgebessert. Auch in der Bekleidungserzeugung, wie zum Beispiel als Textilgestalter/in oder Handschuhmacher/in, verdient man sehr wenig. Bei diesen Berufen liegt das Einstiegsgehalt bei 1.120 Euro netto. Ein/e Frisör/in verdient anfangs bis zu 1.300 Euro netto.

 

Doch auch bei Studienabsolvent/innen gibt es Einstiegsgehälter, die eher gering ausfallen. Zum Beispiel verdient ein/e Dolmetscher/in oder Übersetzer/in laut dem Gehaltskompass vom AMS 1.340 bis 1.450 Euro netto. Ein/e Fotoredakteur/in verdient hingegen circa 1.500 Euro netto beim Einstieg.

 

Zu den Besserverdiener/innen bei den Lehrabsolvent/innen gehören die Berufe Dachdecker/in, Maurer/in, Schalungsbauer/in sowie Tiefbauer/in. Bei den Studienabsolvent/innen sind es Ärzt/innen, Maschinenbautechniker/in, Bauingenieur/in sowie IT-Qualitätsmanager/in, welche besser verdienen.

 

 

Was ist am Arbeitsmarkt gefragt, Lehre oder Studium?

Es zeichnet sich bei den Gehältern bereits ab und wird in Zukunft auch weiter in diese Richtung gehen: Wer mehr praktische Erfahrung hat, der verdient mehr. Denn die Berufserfahrung wird immer wichtiger. Genau in diesem Bereich haben Lehrlinge einen klaren Vorteil, da ihre Ausbildung sehr praxisnah erfolgt. Die Zeiten, wo eine formale Qualifikation am Arbeitsmarkt ausreicht, sind vorbei. Nur mit Qualifikationen durch Bildung und ohne praktische Erfahrung ist man am Arbeitsmarkt nicht mehr konkurrenzfähig.

 

Obwohl am Arbeitsmarkt für Lehrlinge und Studierende eine Chancengleichheit herrscht, sinken die Zahlen der Lehrlinge weiter. Das führt dazu, dass Lehrlinge in Berufen, die besonders gefragt sind, wo es aber wenig Facharbeiter/innen gibt, hohe Einstiegsgehälter fordern können oder auch geboten bekommen.

 

Berufsorientierung: Die Gründe für ein Studium

Am Arbeitsmarkt gibt es unter den Akademiker/innen die geringste Arbeitslosenquote. Aber welche weiteren Gründe sprechen für ein Studium? Wir haben hier einige für dich zusammengefasst:

  • Bessere Karriere- und Aufstiegschancen

Meist werden heute noch für höhere Positionen Akademiker/innen bevorzugt. Ohne Studium befindet man sich meist irgendwann am Ende der Karriereleiter und kommt nicht weiter nach oben. Mit einem Studium hingegen heißt es, dass der Aufstieg auf die Karriereleiter leichter fällt und schneller vorangeht.

  • Große Auswahl an verschiedenen Berufen

An den Universitäten in Österreich gibt es hunderte verschiedene Studienrichtungen. So hast du eine sehr große Auswahl an verschiedenen Berufen, für welche du dich entscheiden kannst.

  • Das Studium fördert die Selbständigkeit

Für ein Studium musst du dich meist schnell in einer neuen Stadt zurechtfinden. Häufig bezieht man dabei auch die erste eigene Wohnung und man ist selbst für sich verantwortlich. Oft muss man sich das Wissen für Prüfungen selbst erarbeiten und auch die Fächer und den Stundenplan muss man sich während des Studiums selbst organisieren.

  • Die Arbeitslosenrate ist kleiner

Wie bereits erwähnt, ist die Zahl der Arbeitslosen unter Akademikern meist geringer.

  • Man erlernt wichtige Soft Skills

Sei es eine Präsentation oder eine Teamarbeit in einer großen Gruppe, während des Studiums erlernt man viele Schlüsselqualifikationen.

 

 

Was spricht bei der Berufsorientierung für eine Lehrlingsausbildung?

In manchen Berufsfeldern sind die Einstiegsgehälter für Absolvent/innen einer Lehrlingsausbildung sehr gut. Das betrifft zum Beispiel die Bereiche Bauwesen und Chemie. Wie auch das Studium hat auch die Lehrausbildung ihre Vorteile. Dazu gehören:

  • Man verfügt über viel praktische Erfahrung

Wenn du weniger theoretisch und mehr praktisch arbeiten möchtest, ist eine Lehre genau das richtige für dich. Außerdem sammelst du ab dem ersten Tag wertvolle Berufserfahrung.

  • Die Lehre ist nicht das Ende, sondern oft erst der Anfang

Viele Lehrlinge in Österreich entscheiden sich für eine Lehre mit Matura. Diese sehen die Lehrausbildung als Zwischenschritt zum Studium. Das bietet besonders viele Vorteile. Denn diese Personen verfügen am Ende ihrer Ausbildung nicht nur über viel Wissen, sondern auch über genügend praktische Erfahrung. Außerdem kann man so in den Semesterferien in seinem gelernten Beruf arbeiten und das Budget etwas aufbessern.

  • Der erste Schritt in die Selbständigkeit

Bei vielen Lehrberufen hat man die Möglichkeit, sich anschließend in diesem Bereich selbstständig zu machen. Außerdem sichern sie einem den Aufstieg als Führungskraft im Handwerk.

  • Gute Jobaussichten für die Zukunft

Die meisten Lehrbetriebe übernehmen ihre Lehrlinge im Anschluss an ihre Ausbildung. Außerdem sind in vielen Bereichen Fachkräfte Mangelware und hart umkämpft.

  • Anrechnung für die Pensionszeit

Entscheidest du dich für eine Lehre, wird diese vom ersten Tag an für die spätere Pension angerechnet.

 

Berufsorientierung

 

Deine Möglichkeiten nach der Schule

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende zu und du weißt nicht, was du im Anschluss tun willst? Keine Angst, damit bist du nicht alleine. Jedes Jahr müssen viele Jugendliche eine Entscheidung treffen, wie es nach der Schule für sie weiter gehen soll. Dabei stellen sich alle dieselben Fragen. Für eine leichtere Entscheidungsfindung haben wir dir einen Überblick erstellt, welche Möglichkeiten es nach der Schule gibt.

Au-Pair

Nach der Schule ins Ausland und Sprachkenntnisse verbessern? Du möchtest ein anderes Land kennenlernen? Das Leben in einer anderen Familie zu erleben würde dich interessieren? Dann auf ins Ausland und mach doch mal ein Au-Pair-Jahr. Diese Erfahrung macht sich auch sehr gut in deinem Lebenslauf und kommt später bei der Jobsuche ebenfalls gut an.

Lehre

Du möchtest einfach schnell dein eigenes Geld verdienen und unabhängig sein? Dann ist eine Lehre perfekt für dich. Außerdem gibt es unzählige unterschiedliche Lehrberufe, zwischen welchen du wählen kannst.

Duales Studium

Hierbei wird die Arbeit in einem Unternehmen mit den theoretischen Vorlesungen an einer Universität oder Fachhochschule kombiniert.

Freiwilliges Soziales Jahr

Wenn du zwischen 16 und 26 Jahre alt und nicht mehr schulpflichtig bist, kannst du dich für ein freiwilliges Soziales Jahr entscheiden. Diese Entscheidung treffen meist Jugendliche, die nach der Schule noch nicht genau wissen, was sie wollen. Hier arbeitest du für eine soziale Einrichtung und sammelst dort erste praktische Erfahrung. Diese kann dir ebenfalls bei der Berufsorientierung helfen.

Praktikum

Du bist dir noch nicht sicher, ob dein Traumberuf auch wirklich etwas für dich ist? In diesem Fall raten wir dir zu einem Praktikum. So kannst du den Arbeitsalltag kennenlernen und bekommst erste Einblicke in das Arbeitsleben. Dabei wirst du schnell merken, ob du dir das Arbeiten in diesem Beruf auch tatsächlich vorstellen kannst.

Sprachreise

Du begeisterst dich für fremde Kulturen und das Leben in einem anderen Land? Außerdem willst du deine Sprachkenntnisse vertiefen oder eine neue Sprache erlernen? Dann nichts wie los, begib dich auf Sprachreise und lerne die Welt kennen.

Studium

Du hast vom Lernen noch nicht genug und möchtest dein Wissen erweitern? Auch bei den Studienfächern gibt es eine sehr große Auswahl. Hier findest du sicher einen Bereich, der wie für dich gemacht ist.

 

 

Fragen, die dir bei der Berufsorientierung helfen können

Eine Entscheidung zu treffen, wie es nach der Schule für dich weiter gehen soll, ist nicht einfach. Um dir den Prozess der Entscheidungsfindung leichter zu machen, haben wir dir ein paar Fragen zusammengestellt. Diese sollen dir bei der Orientierung helfen.

 

  • Hast du schon einen Berufswunsch oder eine grobe Vorstellung? Wenn ja, welche?
  • Kannst du deine Berufsvorstellungen mit einer Lehre oder mit einem Studium besser erreichen?
  • Sind deine Noten gut genug für ein potenzielles Studium oder eine Lehre?
  • Welche Fächer haben dich am meisten interessiert?
  • Was sind deine Stärken?
  • Welche Stärken sehen deine Eltern oder Freunde in dir?
  • Was für Leidenschaften und Interessen hast du?
  • Welche Studienfächer oder Ausbildungen sind für dich unpassend?
  • Arbeitest du lieber praktisch oder willst du mehr theoretisches Wissen erreichen?
  • Welcher Bildungsweg passt zu deinen Interessen?
  • Brauchst du klare Strukturen oder willst du dich selbst organisieren?
  • Wie wichtig ist dir die Dauer deines Bildungswegs?
  • Ist für dich eine Lehre und ein Studium finanzierbar?
  • Bieten das Unternehmen oder die Hochschule deiner Wahl einen Tag der offenen Tür? Wenn ja, besuche diesen!
  • Wie lerne ich am besten? Mit Vorgaben oder selbständig?
  • Liest du gerne und viel? Kannst du dir vorstellen, dich selbständig in Fachbücher einzuarbeiten?

 

Fazit – Lehre oder Studium?

Die Berufsorientierung ist nicht einfach. Wichtig ist, dass du dich ausführlich über deine Möglichkeiten und die Angebote in deiner Nähe informierst. Denn Fakt ist, Lehre wie auch Studium haben Vor- und Nachteile. Außerdem bietet dir das österreichische Bildungssystem viele Möglichkeiten. Zum Beispiel die Lehre mit Matura, Zusatzausbildungen nach dem Studium oder ein duales Studium. Momentan sind besonders Ausbildungen im technischen sowie im wirtschaftlichen Bereich gefragt.

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt hervorzustechen?

Der erste Eindruck muss stimmen. Das trifft auch bei den Bewerbungsunterlagen zu. Dabei entscheidet oft auch die Optik. Denn du hast nicht viel Zeit, die Personalabteilung von dir zu überzeugen. Dabei ist meist jedes kleine Detail entscheidend. Mit einer kreativen Bewerbung, die sich aus der Masse abhebt, kannst du deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch erheblich steigern. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht und in Erinnerung bleibt? Du hast dich das auch schon gefragt? Wir zeigen dir hier, worauf es ankommt und geben dir Tipps, wie du deine Bewerbung, einzigartig gestalten kannst.

 

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Die Mischung aus Perfektion und Effizienz ist beim Bewerbungsprozess wichtig

Die Jobsuche kann oft wirklich lange dauern. Dabei schreiben sehr viele Jobsuchende zehn, zwanzig, fünfzig oder in Einzelfällen sogar hundert Bewerbungen, bevor sie einen neuen Job finden.

Wir sind der Meinung, dass so viele Bewerbungen doch gar nicht nötig sind, um eine neue Anstellung zu finden. Man muss nur wissen: „Wie schreibt man eine Bewerbung richtig?“

 

Daher unser erster Tipp: Setzte nicht auf Massenbewerbungen. Nimm dir lieber genug Zeit für jede einzelne Bewerbung und stimme diese genau auf die Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, um am Arbeitsmarkt aufzufallen?

Was glaubst du, wie lange sich ein/e Personaler/in Zeit nimmt, um sich deine Unterlagen anzuschauen? Falls auch du jetzt glaubst, dass sich die Personalabteilung zwischen fünf und zwanzig Minuten Zeit nimmt, liegst du falsch. Denn in der Tat sind es nur circa 48 Sekunden pro Bewerbung.

 

Deshalb bleibt dir nicht viel Zeit, um auf dich aufmerksam zu machen. Denn auch wenn du ins Profil der Stellenausschreibung passt, du bereits Berufserfahrung hast und vielleicht auch im Ausland warst, ist dir die Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht sicher. Aber wie schreibt man eine Bewerbung, die hervorsticht?

 

Allen voran geht es bei der perfekten Bewerbung um die Kreativität. Wie kreativ sind die Formulierungen und die Gestaltung der Unterlagen, darauf achten Personalverantwortliche meistens. Natürlich sind Punkte wie die Rechtschreibung, das Foto und die Wahl der E-Mailadresse auch relevant. Mehr über diese Punkte findest du in unserem allgemeinen Artikel über das Bewerbungsschreiben. Dort haben wir auch ein paar gratis Vorlagen für dich zusammengestellt.

 

Wichtig ist beim Schreiben einer Bewerbung immer darauf zu achten, für welchen Job du dich bewirbst. Denn zum Beispiel Icons in der Bewerbung kommen bei kreativen Berufen gut an, jedoch bei Positionen im Controlling stechen diese Personaler/innen negativ ins Auge. Denn diese fragen sich dann zum Beispiel, ob der/die Bewerber/in auch im Beruf viel Zeit mit kleinen unnötigen Verschönerungen verschwendet.

 

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die kreativ ist? Mit anderen Ansätzen am Arbeitsmarkt hervorzustechen.

Wichtig ist es, anders als die anderen zu sein. Natürlich möchte sich jeder von seiner besten Seite zeigen. Dazu kommt, dass überall gepredigt wird, nur die fachlichen und die persönlichen Stärken in den Vordergrund zu rücken. Doch um sich beim Schreiben einer Bewerbung klar abzuheben, muss man oft andere Wege einschlagen. Wir haben hier ein paar Tipps, wie deine Bewerbung in Erinnerung bleibt.

 

Wie schreibt man eine Bewerbung, die auffällt? Ganz einfach. Schreib auf, was du nicht kannst.

Aus dir bekommt man keinen geraden englischen Satz raus? Trotzdem steht in deiner Bewerbung, dass du über gute Englischkenntnisse verfügst? Wir machen dir dafür keinen Vorwurf, denn uns allen wurde ja eingetrichtert, diesen Satz brav in die Bewerbung zu schreiben.

 

Um aber den Personalverantwortlichen aufzufallen, schreib doch bei deiner nächsten Bewerbung mal rein, was du denn überhaupt nicht kannst. Ja, dieser Ansatz mag auf dich komisch wirken, aber deine Schwächen können dir in diesem Fall wertvolle Pluspunkte bringen.

 

Dazu ergänzt du einfach den Bereich „meine Stärken“ mit dem Zusatz „meine Schwächen“ oder „Was ich kann“ und „Was ich nicht gut kann“. Du fragst dich, warum das funktionieren soll? Die Antwort darauf ist der Überraschungseffekt. Kein/e Personalverantwortliche/r rechnet damit, diese Angaben in einer Bewerbung zu finden. Außerdem lassen deine Schwächen dich sympathischer wirken und die Personalabteilung wird von deiner Ehrlichkeit positiv überrascht sein.

 

Achtung bei den Schwächen. Hier ist aber auch Vorsicht geboten. Denn als deine Schwächen solltest du keine Eigenschaften nennen, die für die Position, für welche du dich bewirbst, relevant sind.

Mit einem Cliffhanger im Bewerbungsschreiben auffallen.

Die meisten von uns kennen den sogenannten Cliffhanger aus Filmen oder Büchern. Die Vorgehensweise dabei ist es, mit ein bis zwei kurzen Sätzen die Lesenden zum Umblättern zu bringen. Auch die Personalabteilung lässt sich von einem guten Cliffhanger überzeugen. Hier ein Beispiel, wie so ein Satz aussehen kann:

 

„Wie ich das Projekt Produktkonfigurator ganz alleine umgesetzt habe? In der Projektmappe im Anhang finden Sie alle Antworten dazu.“

 

Sätze, wie diese bleiben im Gedächtnis und stärken das eigene Profil. Diese zwei Punkte sind gleichzeitig auch die Voraussetzungen für eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch.

Verschenke keinen Platz an langweilige Floskeln

Habe Mitleid mit der Personalabteilung und langweile sie nicht mit Standardformulierungen wie zum Beispiel: „Hiermit bewerbe ich mich um die offene Stelle als Bürokauffrau.“ Stattdessen versuche einfach mal direkt im ersten Satz mit der Tür ins Haus zu fallen. Du fragst dich, wie das funktionieren soll? Zum Beispiel kannst du im ersten Satz folgendes schreiben:

 

„Ich habe alles über Ihr Unternehmen recherchiert und passe perfekt auf die offene Stelle.“

 

Wichtig ist vor allem authentisch zu bleiben und auch im späteren Bewerbungsgespräch deine Motivation glaubhaft rüberzubringen. Ein weiterer Beispielsatz für dein Einstieg im Bewerbungsanschreiben könnte lauten:

 

„Wordpress Guru? Social Media Junkie? Kommunikationstalent? Jackpot, Ihre Suche hat ein Ende.“

 

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung: Der passende Slogan

Wie schon das Wort Bewerbung verrät, geht es hier um Werbung für die eigene Person. Denn du möchtest ja deinen Wunscharbeitgeber von dir überzeugen. Niemand außer dir soll schließlich die ausgeschriebene Position bekommen.

 

Also traue dich ruhig, dich in deiner Bewerbungsmappe als Marke zu präsentieren und verpasse dir einen eigenen Slogan. Dabei soll dein Slogan wiederspiegeln, was du zu bieten beziehungsweise was du zu verkaufen hast oder was du deinem Wunscharbeitgeber bieten kannst. Diesen platzierst du dann direkt auf dem Deckblatt, neben deinem oder unter deinem Foto. Deine in dem Slogan vermittelten Werte solltest du auch wirklich vertreten und verkaufen können. Du fragst dich, wie so ein Slogan aussehen kann? Hier ein Beispiel:

„Kreativ, kommunikativ, einsatzbereit – gemeinsam schlagen wir neue Wege ein.“

 

Wenn dir kein eigener Slogan einfällt, kannst du auch den Firmenslogan auf deine Person umschreiben.

Niemand ist perfekt. Erkläre, was du noch lernen möchtest

Kein Unternehmen erwartet sich eine/n Beschäftigte/n, welche/r schon alles in Perfektion beherrscht. Ja, Stellenausschreibungen vermitteln einem oft den gegenteiligen Eindruck, doch dem ist wirklich nicht so.

 

Denn jeder Mensch kann sich in gewissen Bereichen noch verbessern oder sich völlig neue Fähigkeiten aneignen. Hab als keine Angst davor, in deiner Bewerbung anzuführen, in welchen Bereichen du dich noch weiterbilden oder was du noch erlernen möchtest. Zeigst du dich in deiner Bewerbung offen für Weiterbildungen, sammelst du damit wichtige Pluspunkte bei der/dem Personalverantwortlichen.

 

Bewerbung kreativ

 

Wie schreibe ich eine Bewerbung, richtig? 4 Tipps, um zu überzeugen.

Konzentriere dich auf das Wesentliche und arbeite effizient. Schaue dir die Stellenanzeigen und die Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, vorab genau an. Danach kannst du dir einen Plan erstellen, wie du bei der Bewerbung punkten kannst, ohne dich komplett verstellen zu müssen. Folgende Tipps werden dir bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen helfen.

Wie schreibe ich eine Bewerbung – Tipp 1: Sorge für einen roten Faden

Um einen roten Faden in deine Bewerbung zu bringen, musst du einige Dinge bereits vor der Erstellung erledigen. Erstelle eine Liste deiner Soft Skills und Hard Skills. Außerdem kannst du auch noch eine Liste mit Fähigkeiten erstellen, die du nicht beherrscht.

Im Anschluss ordnest du deine Liste und streichst die Punkte raus, welche unwichtig sind.

Tipp 2: In der Kürze liegt die Würze. Lieber kurz und übersichtlich, als zu lange und langweilig

Nach dem du eine Liste mit Fähigkeiten erstellt hast und dich von den unwichtigen verabschiedet hast, entsteht nicht nur ein roter Faden. Nein, deine Bewerbungsunterlagen werden gleichzeitig auch kürzer. Denn kurze Unterlagen mit einem roten Faden, die optisch überzeugen und übersichtlich die Qualifikationen präsentieren, überzeugen. Denn auch du würdest dich doch für die/den Jobsuchende/n entscheiden, der mit kurzen, gut strukturierten Unterlagen überzeugt und nicht jene/n, der einen dicken Stapel mit unübersichtlichen und unwichtigen Informationen vorlegt.

3 Tipp: Mut zu etwas neuem

In der Regel sagt man: „Je kreativer der Beruf, für den du dich bewirbst, um so kreativer sollte auch deine Bewerbung sein.“ Wenn du dich für eine Führungsposition in einem großen Konzern bewirbst, dann werden deine Bewerbungsunterlagen, eher zurückhaltender und schlichter gestaltet sein. Wenn du dich jedoch als Grafik Designer/in bewirbst, dann sind dir bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass der Text, das Bild und das Design ein einheitliches Bild erzeugen.

 

Gleichzeitig solltest du dir ein Alleinstellungsmerkmal überlegen. Was kannst nur du? Warum soll man sich für dich entscheiden? Die Antwort darauf erfährt die Personalabteilung am besten aus deinem Anschreiben.

 

Dabei kannst du ruhig mal neue Wege einschlagen. Wie wäre es mit einer PowerPoint Präsentation? Wie das funktionieren soll? Verpacke deinen Lebenslauf und alle Infos, die du normal in ein Anschreiben geben würdest, in einer PowerPoint Präsentation. Wenn du diese noch mit kleinen Einblicken in dein Leben und Informationen über dich ausschmückst, bleibst du bestimmt in Erinnerung.

Wie schreibt man eine Bewerbung? Tipp 4: Sei selbstbewusst!

Lies dir die Stellenausschreibung genau durch. In deinem Anschreiben gehst du dann auf die Anforderungen ein und setzt diese in Bezug mit deinen Karriere-Highlights.

Tipp: Die Personalabteilung liest gerne Zahlen. Wenn du eine Führungsposition hattest, für wie viele Mitarbeiter/innen warst du verantwortlich? Deine Maßnahmen haben zur Umsatzsteigerung beigetragen? Nenne auch hier die Zahlen. Diese belegen immerhin deine Leistung und zeigen deinen Erfolg auf, das ist wichtig.

 

 

 

Die Farbwahl bei der Bewerbung – ist die Farbe wichtig, um sich von der Masse abzuheben?

Eines vorweg: Ja, die Farbwahl bei der Bewerbung ist wichtig. Denn circa 80 Prozent der Menschen werden von Farben unterbewusst beeinflusst. Mit der richtigen Farbwahl bei deiner Bewerbung kannst du einen besseren und bleiben Eindruck hinterlassen. Jeder Mensch verknüpft mit Farben, abhängig von seinem kulturellen Hintergrund, bestimmte Ereignisse und Gefühle. Zum Beispiel steht Gelb für den Neid, mit Weiß verbindet man die Unschuld und die Reinheit und mit Rot die Liebe oder Wut.

 

Auch im Bewerbungsprozess spielt die Farbwahl eine Rolle. Denn wie jeder Mensch verbindet auch das Personal aus der Personalabteilung verschiedene Emotionen und Eigenschaften mit Farben. Anhand der Farbwahl in deiner Bewerbung, schreibt dir der/die Personaler/in unterbewusst Eigenschaften zu, ohne ein Wort in deinen Unterlagen gelesen zu haben. Wie du die Wirkung von Farben für deine Bewerbungsunterlagen nutzen kannst, erklären wir dir jetzt.

Wie schreibt man eine Bewerbung – die richtige Farbwahl

Bei der richtigen Farbwahl für deine Bewerbung, gehen die Meinungen auseinander. Manche empfehlen nur die Farben des Unternehmens zu wählen, bei welchen du dich bewirbst. Andere raten dazu, ordentlich in den Farbtopf zu greifen und sich auch mal etwas zu trauen.

 

Unser Tipp: Farbe in der Bewerbung ist wichtig. Achte aber darauf, bei den Farbkombinationen nicht zu übertreiben. Die Farben, die du wählst, sollen natürlich zu einander passen. Anderenfalls wirft das ein schlechtes Licht auf dich und deine Arbeitsleistung.

Die Wirkung unterschiedlicher Farben

Fragst du dich jetzt die ganz Zeit schon, welche Farben, wie auf andere wirken? Wir haben die Antwort. Die Wirkung aller Farben zu skizieren, würde an dieser Stelle zu lange dauern. Daher haben wir für dich die häufigsten Farben analysiert.

 

  • Dunkelblau: Steht für Kompetenz.
  • Grau: Damit verbindet man Zuverlässigkeit, Fleiß, Intelligenz, Technik.
  • Rosarot: Hier assoziiert man Bodenständigkeit oder Familienorientierung.
  • Rot: Steht für Mut, Fantasie, Trendbewusstsein, Modernität, Spannung.
  • Orange: Transportiert die Eigenschaften jung oder cool, einzigartig, unabhängig, temperamentvoll und kreativ

 

Wie bereits erwähnt, kannst du mit bestimmten Farben in deiner Bewerbung, bestimmte Eigenschaften ausstrahlen. Aber welche Farbe sich für deine Bewerbungsunterlagen eignet, hängt von der Position ab, für welche du dich bewirbst.

 

Für forschende, konventionelle, unternehmerische sowie praktikorientierte Berufe, wählst du am besten Farben wie Blau, Braun, Beige oder Grau. Diese Farben drücken deine Kompetenz aus.

 

Bewirbst du dich für einen Beruf im sozialen Bereich, dann raten wir dir zu Farben wie Gelb, Weiß oder Rosarot.

 

Für kreative oder unternehmerische Berufe raten wir zu Farben wie Rot oder Orange.

 

Wenn du dich dann für eine Farbe für deine Bewerbungsunterlagen entschieden hast, dann solltest du auch darauf achten, dass dein Bewerbungsfoto zu diesen Farben passt. Besonders musst du dabei auf die Kleidung und die Farbe des Schmucks achten.

 

 

Unser Fazit – wie schreibt man eine Bewerbung, um hervorzustechen?

Traue dich einfach mal einen anderen Weg einzuschlagen. Wer immer dasselbe macht, wie die Masse, wird an der Vielzahl an Bewerbungen unter gehen.

 

Entscheidest du dich für Farben in deinen Bewerbungsunterlagen, dann beschränke dich auf ein bis drei Farben, welche auch zusammenpassen. Zu viele Farben überfordern den/die Recruiter/in und wirken zu bunt und kitschig. Achtung, Finger weg von Signalfarben oder Neonfarben, diese stechen ins Auge, jedoch nicht auf positive Art.

 

Ein absolutes No-Go bei der Farbwahl sind die Farben der Konkurrenz. Daher informiere dich vorab über das Unternehmen und die direkte Konkurrenz, dann kann dir dieser Fehler nicht passieren.

 

Berufliche Veränderung: Ist es Zeit für einen Jobwechsel?

Das Wochenende ist vorbei und du bekommst Bauchschmerzen, wenn du an Montag denkst? Du bist in deinem Job unglücklich, möchtest eigentlich etwas ganz anderes machen oder suchst eine neue Herausforderung? Dann solltest du eine berufliche Veränderung in Betracht ziehen. Wir erklären in diesem Beitrag, was für einen Jobwechsel spricht, was man vorher bedenken muss und welche Förderungen es dafür gibt.

Themen, die wir in diesem Artikel behandeln:

Was spricht für eine berufliche Neuorientierung?

Wenn die Unzufriedenheit mit dem Job wächst, jeder Arbeitstag nur Frust bedeutet und du einfach nicht mehr das Gefühl hast, dass dein Job das Richtige für dich ist, ist es wahrscheinlich an der Zeit, über eine berufliche Veränderung nachzudenken. Wir haben hier ein paar Argumente für eine Neuorientierung gesammelt:

  1. Noch einmal neu durchstarten: Nicht immer war die Berufsentscheidung, die man als Jugendlicher getroffen hat, die Richtige. In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht ungewöhnlich, vom gewohnten Weg abzuzweigen und eine neue Richtung einzuschlagen. In Bezug auf Weiterbildungen wird das sogar von Arbeitgebern gefordert. Ein Jobwechsel oder eine berufliche Neuorientierung bietet dir die Möglichkeit, neu durchzustarten – mit den Erfahrungen, die du bereits im Arbeitsleben gemacht hast.
  2. Jobfrust gehört nicht zum Arbeitsleben: Wenn du schon länger unzufrieden mit deinem Job oder Beruf bist, mag es sich so anfühlen, als wäre das die berufliche Normalität. Aber das muss nicht sein, ein Jobwechsel kann hier die notwendige Veränderung in dein Leben bringen.
  3. Bessere Chancen am Arbeitsmarkt: Manche Berufe sind zukunftsträchtiger als andere. In der Zukunft werden viele Prozesse automatisiert. Das bedeutet, dass Berufe wegfallen, aber auch neue entstehen. Eine berufliche Veränderung oder Fortbildung kann dich auf diese Zeit vorbereiten und dir bessere Chancen am Arbeitsmarkt geben. Besonders, wenn sie in Richtung Digitalisierung, Technik oder Mangelberufe geht.
  4. Schlüsselqualifikationen vertiefen: Eine berufliche Veränderung muss nicht immer bedeuten, dass man in ein ganz anderes Feld wechselt. Oft zeigen Arbeitende auch das Bedürfnis, eine bestimmte Qualifikation auszubauen und sich auf einen spezifischen Bereich zu spezialisieren.
  5. Deine Gesundheit profitiert davon: Übst du einen Beruf aus, der dir gesundheitliche Probleme bereitet oder hattest du einen Arbeitsunfall oder physische Beeinträchtigungen, kann auch die Gesundheit ein Faktor für den Jobwechsel sein.

Selbstreflexion: Die 5 Fragen für deinen Jobwechsel

Sei ehrlich mit dir selbst: Die folgenden Fragen werden dir helfen herauszufinden, was dich an deiner momentanen Situation stört und was du beruflich wirklich willst.

1. Bist du in deinem jetzigen Job oder in deinem Beruf unzufrieden?

Diese Frage ist essentiell für deine berufliche Veränderung. Für manche mag sie leicht zu beantworten sein. Doch oft, wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass ihr Beruf eine Fehlentscheidung war, liegt es in Wirklichkeit am Job im aktuellen Unternehmen. Deshalb überlege dir genau: Sind es wirklich die Tätigkeiten, die dich unzufrieden machen? Kannst du dir vorstellen, dass dich deine beruflichen Aufgaben in einem besseren Arbeitsumfeld erfüllen? Kann es sein, dass dein aktueller Job dir die Lust an deinem Beruf vermiest? Warst du jemals richtig zufrieden mit deinem Job?

2. Warum bist du unzufrieden?

Hier machst du am besten eine Liste, mit den Dingen, die dich am meisten stören. Ordne diese Liste nach den wichtigsten Punkten – so weißt du auch gleich, was in deinem neuen Job unbedingt anders sein muss. Schreib dann auch gleich daneben, was du dir von deinem neuen Job wünscht, z. B. wenn du unzufrieden mit den Arbeitszeiten bist: Wünscht du dir mehr Flexibilität? Home-Office? Weniger Überstunden?

3. Bei einem Berufswechsel: Welchen Beruf willst und kannst du ausüben?

Willst du dich beruflich vollkommen verändern, ist es an der Zeit, über deine Stärken und Schwächen nachzudenken. Dazu kannst du Stärken-Schwächen-Tests im Internet machen und deine vorhandene Berufserfahrung nutzen. Auch hilft es oft, den Freundeskreis und deine Familie zu fragen. Welche Tätigkeiten sind dir immer besonders gut von der Hand gegangen? Was hat dir Spaß gemacht? Was fiel dir schwer? Auch: Welche Fähigkeiten hast du schon und kannst du ausbauen?

Hast du einen ungefähren Überblick über deine Interessen, Stärken und Schwächen, kannst du auch darüber nachdenken, welche Berufswünsche du schon hattest. Dazu musst du nicht bis in deine früheste Kindheit zurückgehen. Als du deinen jetzigen Beruf erlernt hast, welche Richtungen hast du damals noch in Betracht gezogen? Oder wolltest du eigentlich etwas ganz anderes machen, hast dich aber nicht getraut oder die Rahmenbedingungen haben es nicht zugelassen?

Im Berufskompass des AMS und dem Berufsinformationscomputer auf bic.at findest du alle Berufe inkl. genauen Beschreibungen. Im Karrierekompass findest du Informationen und Ressourcen zur Aus- und Weiterbildung.

4. Welchen Beruf kannst du ausüben?

Finde bei diesen Überlegungen aber die Balance zwischen realistisch bleiben und Mut haben. Denn du solltest auch deine finanzielle Situation, deine familiären Umstände und deine wirklichen Fähigkeiten im Blick haben. Eine Berufsberatung kann dir die Möglichkeiten aufzeigen, die du bisher noch nicht erwägt hast. Ebenfalls erfährst du dabei, welche Berufe Zukunftspotential haben. Wir haben im folgenden Artikel Jobs mit Zukunft vorgestellt:

5. Habe ich auch die Risiken einer beruflichen Veränderung bedacht?

Ein Jobwechsel birgt auch Risiken und Schwierigkeiten. Das sollte dir bewusst sein, dich aber nicht abschrecken, wenn du wirklich eine berufliche Veränderung wünscht. Mach dir auch Gedanken, welche finanzielle Risiken und persönlichen Umstände, wie dein Alter, einen Jobwechsel erschweren könnten. Dabei können dir Gespräche mit Familie und Freundeskreis helfen, am besten wendest du dich aber an Beratungsstellen. Diese wissen um alle Risiken und Chancen einer beruflichen Umorientierung Bescheid und können dir so ein umfangreiches Bild geben.

Fortbildung

Wo erhalte ich Hilfe für eine berufliche Veränderung?

Wenn der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung immer größer wird, ist guter Rat teuer. Denn natürlich will man bei einem Jobwechsel Risiken und Chancen realistisch einschätzen. Eine professionelle Beratung kann hier helfen. Das AMS ist dafür in Österreich die richtige Anlaufstelle, geht es um Möglichkeiten, Förderungen und allgemeine Berufsberatung. Auch auf erwachsenenbildung.at, einer Seite des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, findest du einen Überblick zu Beratungsstellen und -angeboten.

Finanzielle Förderungen vom AMS

Geht es um finanzielle Förderung einer Aus- oder Weiterbildung, bietet das AMS verschiedene Möglichkeiten für verschiedene Lebenssituationen. Wir stellen einige vor:

  • Lehrstellenförderung: Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch über 18-Jährige, die eine Lehre absolvieren wollen, gefördert.
  • Selbsterhalterstipendium: Hast du bereits min. 4 Jahre gearbeitet und willst nun studieren, kannst du ein Selbsterhalterstipendium beantragen.
  • Weiterbildung in Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit: Mit dem Arbeitgeber kann eine gesetzliche Bildungskarenz oder Freistellung vereinbart werden, jedoch entfallen dann die Bezüge. In diesem Fall kann man Weiterbildungsgeld beantragen.
  • Frauen in Handwerk und Technik: Mit dieser Förderung will man Frauen den Umstieg in Technik-und Handwerksberufe erleichtern.
  • Fachkräftestipendium: Du willst eine Ausbildung in einem Berufszweig machen, der momentan vom Fachkräftemangel betroffen ist? Dann kannst du deine berufliche Veränderung fördern lassen.

Keine dieser Förderungen ist für deine Situation passend? Hier findest du einen Überblick über alle Förderungen und Beihilfen des AMS.

Fazit: Ist ein Jobwechsel oder eine Umschulung das Richtige für mich?

Das kannst natürlich nur du selbst beantworten. Eine berufliche Veränderung benötigt Mut und eine realistische Einschätzung deiner eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Doch auch wenn du schon einige Jahre in deinem Beruf verbracht hast, hast du keinen Nachteil, wenn du dich neu orientieren willst. Ganz anders als noch vor 30 Jahren, ist es heute nicht mehr unüblich, sich während seines Berufslebens neu zu orientieren. Wir hoffen dir mit unserem Artikel die wichtigsten Fragen zur Selbstreflexion und Informationen zur Förderung gegeben zu haben, damit du im Falle des Jobwechseln gewappnet bist.

Bereit für deinen Jobwechsel? Hier findest du die besten Jobs in deiner Nähe:

Das Video Bewerbungsgespräch: Vorbereitung, Tipps und Checkliste

Mit deiner Bewerbung konntest du ein Unternehmen von dir überzeugen und du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nur soll dieses nicht persönlich stattfinden, sondern per Video. Das ist gar nicht unüblich: Der technische Fortschritt ermöglicht Firmen, neue Wege im Recruiting zu gehen. Denn egal, ob sich das Unternehmen im Ausland befindet oder aufgrund der momentanen Situation kein persönliches Gespräch möglich ist – ein Video Bewerbungsgespräch kann fast immer umgesetzt werden.

Wie du dich am besten auf das Vorstellungsgespräch per Video vorbereitest und was du unbedingt beachten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Du bist dir unsicher bei der Gestaltung deines Lebenslaufs? Hier findest du die besten Tipps:

Vorbereitung ist alles: Das solltest du schon vor dem Video Bewerbungsgespräch klären

Nichts ist schlimmer, als 5 Minuten vor dem Start des Video Vorstellungsgesprächs zu bemerken: Dir fehlen wichtige Informationen oder Dokumente. Deshalb solltest du Folgendes früh genug klären:

  1. Wann findet das Gespräch genau statt? Bedenke hier auch die verschiedenen Zeitzonen, falls Teilnehmende sich in einem anderen Land befinden. Sei schon 10 Minuten vor dem Gespräch im Video-Tool eingeloggt.
  2. Wer ruft wen an? Besonders bei Skype-Interviews solltest du das abklären, damit es nicht zu Verwirrung oder Problemen durch gleichzeitiges Anrufen kommt. Im Regelfall ruft das Unternehmen den/die Bewerber/in an.
  3. Wie lauten die Kontaktdaten der Teilnehmenden im verwendeten Tool? Frage am besten auch nach einer Telefonnummer, falls es zu technischen Schwierigkeiten kommt.
  4. Was muss parat liegen? Deine Bewerbungsunterlagen sollten sowieso ausgedruckt vor dir liegen. Der große Vorteil von Video-Interviews für Bewerber/innen ist, dass sie unauffällig mit Notizen ins Gespräch gehen können. Auch Papier und Stifte für Notizen während des Gesprächs sind sinnvoll. Ebenfalls solltest du ein Glas Wasser bereitstehen haben. Falls es noch etwas gibt, dass du für das Gespräch brauchst, besorge es schon im Vorhinein.

Das sind die technischen Voraussetzungen für ein Video Vorstellungsgespräch

Ein Endgerät, worauf auch die Software funktioniert: Ideal dafür sind PC oder Laptop, bei guter Umsetzung und guter Kamera funktioniert auch ein Tablet oder notfalls ein Smartphone. Wichtig ist, dass die verwendete Videosoftware darauf problemlos funktioniert. Verwendest du ein mobiles Endgerät, wie Smartphone oder Tablet, benötigst du eine Halterung, in du das Gerät stellen kannst. Auf keinen Fall solltest du das Gerät in der Hand halten und in Selfie-Manier das Gespräch führen.

Kamera und Ton: Dein Gerät sollte eine gute Kamera und klaren Ton haben.  Oft ist es auch sinnvoll, in ein ordentliches Headset zu investieren, um das Gegenüber bestmöglich hören zu können. Ob alles funktioniert und man dich gut hören und sehen kann, testest du im Vorhinein am besten mit anderen oder du nimmst dich selbst auf.

Die verwendete Software: Schon im Vorhinein herunterladen, sich damit vertraut machen und ausgiebig testen. Das erspart unangenehme Wartezeiten für dein Gegenüber. Meistens wird die verwendete Software kostenlos sein. Wenn nicht, frag im Unternehmen nach, wie du vorkehren sollst.

Erstelle dir vor dem Gespräch einen Account oder überprüfe deinen vorhanden, ob er tauglich ist. Achte dabei auf einen seriösen Nutzernamen (am besten: Vorname + Nachname), ein seriöses Bild (oder das Standardbild) und darauf, was dein Status enthält. Am besten ist es, für Video Jobinterviews ein eigenes Konto zu erstellen, damit du auf Nummer sicher gehst und dich andere Kontakte nicht während des Gesprächs kontaktieren. Achte darauf: Privatsphäre-Einstellungen überprüfen, damit dich das Unternehmen auch kontaktieren kann.

Tipp: Wenn möglich, installier die Software zusätzlich auf einem anderen Endgerät und logge dich ein. So hast du im Notfall ein schnelles Backup.

Internetverbindung: Stell sicher, dass deine Internetverbindung stabil ist. Wenn möglich, bereite alles dafür vor, um im Notfall mobile Daten (als Hotspot) oder ein Netzwerkkabel (schon vorher anstecken) nutzen zu können.

Skype Bewerbungsgespräch

Die Atmosphäre: Entscheide dich weise für den Ort und das Licht

Besonders bei diesem Punkt kann man so einiges falsch machen. Denn gewisse Dinge fallen einem im eigenen Zuhause gar nicht mehr auf, Personaler/innen aber umso mehr. Wen du dir hier aber Mühe gibst, kannst du mit deinem professionellem Auftritt richtig überzeugen.

Ruhiger Ort, ohne Störungen und Geräusche

Wähle für das Vorstellungsgespräch per Video einen ruhigen Ort und stelle sicher, dass du nicht gestört wirst – weder von anderen Personen, noch von deinen Geräten. Stelle also dein Handy, Tablet und Co. auf lautlos und stell sicher, dass auch dein benutztes Endgerät keine lauten Benachrichtigungen empfängt. Bei den meisten Betriebssystemen gibt es dafür einen Ruhemodus. Vergiss nicht auf Haustiere und Türklingel!

Video Bewerbungsgespräch: Kamera, Licht und Winkel

Jeder hat eine Schokoladenseite. Die kannst du auch bei deinem Video Bewerbungsgespräch zeigen. Probier einfach aus, wie du deine Kamera am besten ausrichtest, welcher Winkel ideal ist und wie du für gute Lichtverhältnisse (ideal: Licht von vorne; meist schlecht: von hinten und seitlich) sorgen kannst. Aber beachte immer: Bleib authentisch und stell sicher, dass man dich gut sehen kann.

Achte auch darauf, was noch alles zu sehen ist

Während des Gesprächs zu bemerken, dass die anderen Teilnehmenden im Hintergrund deine Mallorca-Party-Fotos sehen, ist zu spät. Dein Hintergrund sollte neutral und professionell sein. Ideal dafür ist eine leere Wand oder ein Bücherregal. Vor einem Fenster zu sitzen, ist nicht empfehlenswert: Das Geschehen vor dem Fenster ist ablenkend für Gesprächspartner/innen oder das Licht blendet so, dass man dich nicht richtig sieht. Vergiss auch nicht deinen Schreibtisch aufzuräumen.

Mimik, Gestik, Aussehen: Das ist bei dem Video Bewerbungsgespräch wichtig

Genauso wie beim persönlichen Vorstellungsgespräch sind Mimik, Gestik und dein Auftreten beim Video Bewerbungsgespräch entscheidend für den ersten Eindruck.

Mimik und Gestik: Weniger ist mehr aber bei Video Bewerbungsgesprächen

Hier gelten auch die üblichen Tipps für Bewerbungsgespräche: Sei freundlich, lächle, rede klar und deutlich. Übertreibe nicht mit deiner Gestik und lasse deine Hände lieber ruhig liegen, denn zu viel Bewegung kann das Bild verzerren. Mach ruhig Notizen, denn das zeigt Engagement und Interesse. Aber bitte nicht am Laptop – lautest Tippen ist für deine Gesprächspartner/innen störend.

Schau in die Kamera: Für viele ist es ungewohnt, während eines Video-Interviews in die Webcam zu schauen und nicht auf den Monitor. Aber nur so kann ihr Gegenüber ihnen in die Augen schauen. Wenn du redest, schau also in die Kamera, wenn dein Gegenüber redet, kannst du auf den Monitor schauen.

Online Bewerbungsgespräch: Kleidung, Make-up und Co.

Bei einem Video Bewerbungsgespräch  musst du dir weniger Mühe bei deinem Aussehen geben? Schlechte Idee, denn auch bei Bewerbungsgespräch über Skype und Co. zählt der erste Eindruck. Wähle seriöse Kleidung, die zu der Branche passt und in der du dich wohlfühlst. Denn wenn es zwickt und zwackt, lenkt dich das nur vom Gespräch ab. Auch beim Make-up solltest du professionell und schlicht auftreten. Was du noch vermeiden solltest:

  • Kleinteilig gemusterte und gestreifte Oberteile: Können bei der Übertragung flimmern.
  • Oberteil in derselben Farbe wie der Hintergrund: Du solltest dich vom Hintergrund absetzen.
  • Grelle Kleidung: Setze lieber auf neutrale und schlichte Farben.
  • Nur obenrum seriös kleiden: Was passiert, wenn du doch einmal aufstehen musst, um ein fehlendes Dokument zu holen oder die Türe zu schließen?

Download: Checkliste für dein Video Bewerbungsgespräch

Dein Video-Interview steht kurz bevor und du möchtest dich bestmöglich vorbereiten? Wir haben dir eine umfangreiche Checkliste erstellt. Dort findest du alle Punkte aus diesem Artikel – einfach abhaken und top vorbereitet in dein Video Vorstellungsgespräch starten!

 

 

Noch auf der Suche nach deinem Traumjob? Auf unserer Jobbörse findest du alle Jobs in deiner Region:

 

Lücken im Lebenslauf – Wie kann ich damit umgehen?

Das gewählte Studium war doch nicht das Richtige. Der geplante nahtlose Jobwechsel hat nicht funktioniert. Der Einstieg ins Berufsleben hat länger gedauert, als gedacht. Das sind nur ein paar Beispiele dafür, wie Lücken im Lebenslauf entstehen können. Viele fürchten sich bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen genau vor diesen Lücken. Was tun mit Unterbrechungen im Lebenslauf? Hier erfährst du, wie du mit Lücken im Lebenslauf richtig umgehst. Wir geben dir Tipps, wie du diese schließen oder rechtfertigen kannst.

Du bekommst Informationen zu folgenden Themen:

 

Was sind Lücken im Lebenslauf?

Lücken im Lebenslauf lassen Personaler aufhorchen. Die Zeiten der nicht-Beschäftigung wecken die Neugierde und geben Spielraum für Spekulationen. Oft entstehen diese Lücken sehr schnell. Zum Beispiel durch eine längere Krankheit, Reisen, Kündigung, Arbeitslosigkeit oder eine schlichte Fehlentscheidung bei der Wahl des Studiums. Eine Lücke im Lebenslauf ist also eine Zeitspanne, in der keine Beschäftigung stattgefunden hat. Als Lücke sieht man zum Beispiel Zeiten ohne dauerhafte Beschäftigung, Berufsausbildung, Studium, Weiterbildung oder Praktikum.

Versuchst du diese Lücken zu verschweigen, kann das deiner Glaubwürdigkeit schaden. Denn Personalverantwortliche sichten täglich Bewerbungsunterlagen. Sie sind geübt darin, diese Lücken ausfindig zu machen. Erklärt man längere Pausen nicht, weckt das den Verdacht, dass der/die Bewerber/in nicht ohne Grund längere Zeit arbeitslos war.

Ab wann zählt die Unterbrechung als Lücke?

Dafür gibt es keine genaue Regel. Als grobe Richtlinie gilt: Alles was einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten überschreitet und nicht geklärt wird, ist eine Lücke. Doch welcher Lebenslauf ist lupenrein und perfekt? Wichtig ist jedoch, dass längere Lücken auf jeden Fall erklärt werden sollten.

Ein längerer Urlaub von vier Wochen zwischen zwei Jobs oder nach der Matura oder dem Studium ist zum Beispiel völlig in Ordnung. Das zählt noch nicht als Unterbrechung. Eine längere Pause, um sich beruflich neu zu orientieren, zählt ebenso nicht zu den Lücken. Dafür kannst du dir auch bis zu acht Wochen Zeit lassen, ohne das erklären zu müssen.

Wodurch fallen Lücken im Lebenslauf auf?

Besonders verdächtig für Personalverantwortliche sind Lebensläufe, in welchen die Bewerber/innen Jahresangaben ohne Monatsangaben verwenden. Ebenfalls ausfällig sind Lebensläufe, in denen nur Erfahrungsprofile beschrieben werden. Zum Beispiel: 4 Jahre Vertriebsinnendienst bei der Versicherung. Dabei wird weder eine Jahreszahl noch eine Firma angegeben. Diese Tricks stechen Personalverantwortlichen sofort ins Auge.

Unterbrechungen im Lebenslauf sind kein Ausschlussgrund

Lücken im Lebenslauf sind menschlich, es kommt nur auf die Formulierung an. Es ist wichtig, sich auf diese Brüche vorzubereiten. Denn eines ist sicher. Der zukünftige Chef wird an diesen Lücken besonders interessiert sein. Sie sollten in der Lage sein, diese beim Vorstellungsgespräch richtig zu verkaufen. Dafür sind glaubwürdige Fakten wichtig. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass eine ehrliche Antwort immer besser ist, als eine gut klingende Lüge. Außerdem sind Falschangaben im Lebenslauf ein Kündigungsgrund. Das gilt auch noch nach der Jobzusage.

Auch das auf ‚aufhübschen‘ von Lücken im Lebenslauf ist kein guter Plan. Zum Beispiel wenn die USA-Reise zur „interkulturellen Bildungsreise“ wird. Leser/innen Ihrer Bewerbung sind mit Sicherheit schlau genug, das zu durchschauen.

Der richtige Umgang mit Lücken im Lebenslauf

Das Positive zuerst: Die wenigsten Lebensläufe haben keine Lücken. Die schlechte Nachricht: Das macht dir den Umgang mit Ihnen nicht leichter. Manche Bewerber/innen erfinden für ihre Unterbrechungen Märchen, verschweigen sie oder versuchen diese zu verschönern. Das sind jedoch die falschen Herangehensweisen und sie können sogar zu negativen Konsequenzen führen.

Unsere Empfehlungen für dich:

  1. Wenn es sich wirklich um eine Lücke in deinem Lebenslauf handelt

Alles unter zwei Monaten zählt nicht als Lücke. Länger Unterbrechungen sollten aber erklärt und argumentiert werden. Bleiben sie nämlich unerklärt, gibt das Raum für Spekulationen. Du musst diese auch nicht detailliert erklären. Denn du stehst für weitere Fragen telefonisch oder persönlich zur Verfügung.

Was nicht als Lücke zählt – Beispiele:

Studienwechsel: Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich die erste Wahl des Studiums oft als falsch herausstellt. Nun musst du auf den nächsten freien Platz oder auf den Start des neuen Studiums warten. Kein Problem. Das lässt sich mit den Formularen der Universität gut belegen. Die Wartezeit kannst du zum Beispiel mit einem Praktikum überbrücken.

Krankheit: Warst du eine längere Zeit krank oder hast ein Familienmitglied gepflegt, musst du das nicht tarnen oder verschönern. Grenze einfach den Zeitraum der Erkrankung genau ein und beschreiben ihn zum Beispiel mit: „Ausfall durch gesundheitliche Gründe – wieder völlig genesen und einsatzbereit“. Oder mit: „Pflege des schwer erkrankten Bruders“. Für deine Erkrankung musst du die genaue Krankheit nicht nennen. Denn das ist eine Privatsache. Wie viel du preisgeben möchtest, entscheidest du selbst.

Berufseinstieg: Bei Berufseinsteiger/innen kann die Arbeitsuche schon mal etwas länger dauern. Du solltest die Zeit allerdings mit Praxistagen oder Praktika füllen. So wirst du nicht als untätig wahrgenommen.

Arbeitslosigkeit: Wenn du in der Vergangenheit kurze Zeit arbeitslos warst, muss du das nicht verschweigen. Denn du hast danach wieder einen Job gefunden. Eine Arbeitslosigkeit kann vorkommen. Am besten beschreibst du hier kurz, was du unternommen hast, um wieder einen Job zu finden. Das zeigt den Personalverantwortlichen dein Engagement und deine Zielstrebigkeit.

  1. Lüge nicht über deine Unterbrechungen

Durch Lügen verlierst du deine Glaubwürdigkeit. Ein paar freie Monate im Bewerbungsverfahren sollten dich nicht zur Unehrlichkeit verleiten. Sei ehrlich und überlege dir eine schlüssige Argumentation für deine Lücken.

  1. Die richtige Formulierung ist wichtig

Es macht einen Unterschied, ob arbeitslos oder arbeitssuchend im Lebenslauf steht. Denn eine positive Formulierung beeinflusst die Wahrnehmung. Beispiel für eine richtige Formulierung sind:

  • Jobwechsel aufgrund von fehlenden Zukunftsperspektiven – damit zeigst du das du genau weißt, was du willst und zielstrebig bist.
  • Einjährige Weltreise – damit zeigst du Selbständigkeit und die Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen

Überlege dir, wie du von deinem neuen Arbeitgeber wahrgenommen werden möchtest und argumentiere deine Unterbrechungen genauso. Persönlich im Gespräch kannst du dann Lücken mit Soft Skills füllen und damit Defizite ausgleichen.

  1. Lücke im Lebenslauf durch eine Kündigung

Dabei ist zu unterscheiden, ob die Kündigung selbst- oder fremdverschuldet war. Wichtig ist, immer den Grund der Kündigung anzugeben. Wurdest du zum Beispiel gekündigt, weil dein alter Arbeitgeber insolvent wurde? Dann solltest du das genauso anführen. Zum Beispiel so:

07/2017 – 09/2019 Vertriebsinnendienst bei Max Mustermann GmbH

(Kündigung wegen Insolvenz)

Wenn du deinen alten Job wegen deinem eigenen Verschulden verloren hast, benötigt das etwas mehr Feingefühl. Hast du aus eigenen Gründen gekündigt, raten wir dir dazu, auf Lästern zu verzichten. Mobbingvorwürfe oder innerbetriebliche Spannungen haben im schriftlichen Lebenslauf nichts verloren. Im Bewerbungsgespräch kannst du die Gründe natürlich erklären. Du solltest dabei aber immer sachlich bleiben.

  1. Längere Phasen ohne Beschäftigung sinnvoll nutzen

Weiterbildung ist ein guter Tipp für eine längere Zeit ohne Beschäftigung. Dabei sind Weiterbildungen zu wählen, die für deine Karriere relevant sein können. Also eine Ausbildung zum Fitnesstrainer, wenn du eigentlich als Steuerberater arbeitest, macht wenig Sinn. Außer du möchtest dich umorientieren.

 

Lebenslauf Unterbrechungen

 

Wie schlimm sind Lücken im Lebenslauf?

Dafür gibt es leider keine pauschale Antwort. Das hängt von der Firma ab. Die Personalabteilung eins konservativen Unternehmens, das immer noch mit unbefristeten Arbeitsverträgen arbeitet, wird Lücken im Lebenslauf eher kritisch sehen. Auch bei verantwortungsvollen Positionen werden verlässliche Personen gesucht. Bewerber/innen mit vielen Lücken oder jene, die ihren Job jährlich wechseln, werden hierfür meist nicht eingeladen. Aus Unterbrechungen im Lebenslauf schließen Personaler/innen oft, dass es der Person an Motivation sowie Durchhaltevermögen fehlt. Daher ist ein roter Faden im Lebenslauf sehr wichtig. Damit kann man diesem Glauben entgegenwirken.

Der rote Faden im Lebenslauf

Der rote Faden im Lebenslauf wird durch viele Lücken zerstört. Daher solltest du diese passend füllen. Denn ein roter Faden lässt auch einen lückenhaften Lebenslauf nach einer zielstrebigen Person aussehen. Denn mit der durchgängigen Linie zeigst du, dass du deinen Weg kennst und ein konkretes Ziel hast. Zum Beispiel wenn du in der Zeit als du Arbeitslos warst eine Fortbildung im Grafik Bereich gemacht hast oder dich über Neuheiten im Marketing weitergebildet hast. Solltest du das im Lebenslauf anführen. Damit zeigst du das du auf dem neuesten Stand geblieben bist und du genau weißt das du in dieser Branche bleiben möchtest.

Lücken im Lebenslauf trotz fehlender Erklärung richtig füllen

Es gibt auch Möglichkeiten, trotz einer fehlenden Erklärung die Lücken im Lebenslauf richtig zu füllen. Wir verraten dir wie:

  1. Stellenanzeige gründlich studieren

Wir haben dir bereits erklärt, dass du deinen Lebenslauf stets individuell an die jeweilige Stelle anpassen musst. Konzentriere dich auf folgende Punkte der Stellenanzeige:

  • Fähigkeiten und Qualifikationen
  • Soft und Hard Skills

Dann überlegst du dir, wie du den roten Faden in deinem Lebenslauf gestalten möchtest. Willst du mit deinen Alleinstellungsmerkmalen oder deinen Soft Skills überzeugen? Oder doch lieber mit deinen fachlichen Qualifikationen punkten?

  1. Die Lücken auf das Stelleninserat abstimmen

Stelle dir dafür einfach die Frage, was du während dieser wirklich gemacht hast und was davon für die Stelle relevant sein könnte. Damit kann man oft aus der Lücke noch etwas Gutes rausholen. Denn oft erscheinen die Aktivitäten während der Unterbrechung anfangs als nicht relevant. Doch hinterher können diese sich doch noch positiv auswirken.

  1. Die Lücken im Lebenslauf dürfen nicht im Mittelpunkt stehen

Überlege dir, ob ein chronologischer oder antichronologischer Aufbau deines Lebenslaufes besser ist. Das hängt davon ab, an welcher Stelle sich deine Unterbrechungen befinden. Ergänze deine Bewerbung durch Referenzen oder Empfehlungsschreiben. Je besser deine Erfolge in den Vordergrund rücken, umso unwichtiger sind deine Lücken.

  1. Formuliere die Wahrheit richtig

Wenn du deine Unterbrechungen im Lebenslauf nicht richtig erklären kannst, bleib bei der Wahrheit. Zum Beispiel ist deine Selbständigkeit nicht einfach gescheitert. Im Gegenteil: Dadurch konntest du wichtige Erfahrungen sammeln. So hast du auch gelernt, dass eine Festanstellung besser zu deiner Persönlichkeit passt.

Die Elternkarenz als Lücke im Lebenslauf

Wenn du wegen der Familiengründung einige Zeit aus dem Berufsleben ausgeschieden bist, solltest du das auf jeden Fall im Lebenslauf anführen. Meist trifft das auf Frauen zu. Denn obwohl es die Männerkarenz gibt, kümmert sich meist die Frau um den Nachwuchs. Männer nehmen die angebotene Karenz nur selten in Anspruch.

Deine Elternkarenz kann auch mehrere Jahre dauern. Das hängt davon ab, für welches Modell du dich entscheidest. Doch je länger deine Karenz dauert, umso schwieriger ist meist der Wiedereinstieg in das Berufsleben. Wir geben dir dafür den Tipp, immer up to date zu bleiben. Nutze deine Karenz auch für Weiterbildungen oder Minijobs. Zum Beispiel arbeiten viele Frauen während ihrer Elternzeit geringfügig. Meist in ihrem alten Job.

So verlierst du nicht ganz den Bezug zur Arbeitswelt und deinen Arbeitskolleginnen und -kollegen. Das hat auch den Vorteil, dass bei Jobsuche nach der Karenz die geringfügige Beschäftigung beim neuen Arbeitgeber gut ankommt. Besonders wenn es in einem für deinen Job relevantem Bereich war. Gesetzlich ist eine geringfügige Beschäftigung in der Karenz erlaubt. Damit hast du auch den Vorteil, dein Karenzgeld etwas aufbessern zu können.

Der falsche Umgang mit Lücken im Lebenslauf

  • Auf die Monatsangabe verzichten und nur das Jahr anführen
  • Beschäftigungsverhältnisse erfinden, um die Lücke zu füllen
  • Das aufhübschen von Lücken

Nur die Jahresangebe verwenden

Dieser Trick fällt dem Personalverantwortlichen sofort auf. Daher solltest du das auf keinen Fall machen. Denn dieses Vorgehen wirft ein schlechtes Licht auf dich. Sei ehrlich und verwende immer Monat und Jahr für den Beginn und das Ende der Beschäftigung, Weiterbildung oder Ausbildung.

Beschäftigungsverhältnisse erfinden

Auch diese Lüge hat meist kurze Beine. Oft ruft der potenzielle Arbeitgeber bei deiner/m ehemaligen Vorgesetzten anruft, um sich Referenzen einzuholen und dort das Beschäftigungsverhältnis abzuklären. Wenn er dann feststellen muss, dass du dort gar nicht gearbeitet hast, bist du als Lügner/in entlarvt und deine Glaubwürdigkeit ist nicht mehr vorhanden. Deswegen kannst du nicht einfach angeben, dass du in deinem Jahr Auszeit bei der Firma XY gearbeitet hast, nur um die Lücke verschwinden zu lassen. Überlege dir lieber mit unseren Tipps von vorhin, wie du mit dieser Lücke besser umgehen kannst.

Aufhübschen von Lücken

Zum Beispiel eine Auszeit als Sprachaufenthalt zu verkaufen, ist ebenfalls ein schlechter Plan. Denn es kann sein, dass dein neuer Arbeitgeber ein Zertifikat dafür sehen will. Oder beim Bewerbungsgespräch deine Sprachkenntnisse prüft.

 

Lücken im Lebenslauf

 

Der richtige Umgang mit Lücken im Lebenslauf beim Vorstellungsgespräch

Beim Bewerbungsgespräch ist es empfehlenswert, sich sehr gut auf die Lücken vorzubereiten. Denn eines ist sicher, die Lücken wecken die Neugierde des/der Personalverantwortlichen und du wirst sicher darauf angesprochen. Daher überlege dir gut, wie du die Lücken erklärst. Damit vermeidest du während des Gesprächs ins Stocken zu kommen. Wir raten dir: Einfach bei der Wahrheit bleiben und versuchen, das Gespräch wieder auf den neuen Job zu lenken.

Unser Fazit zu Lücken im Lebenslauf

Kein Lebenslauf ist perfekt. Unterbrechungen können vorkommen und sind keine Schande. Wichtig ist aber, mit ihnen richtig umzugehen und sie nicht zu vertuschen oder zu lügen. Einfach falsche Angaben zu machen, um von einer Lücke abzulenken, ist der schlechteste Weg. Diese Lüge fällt ziemlich sicher auf und damit kannst du dich vom neuen Job verabschieden. Besser ist es, erst gar keine Lücken aufkommen zu lassen.

Du bist also aktuell auf Jobsuche und nach ein paar Wochen hast du gemerkt, dass sich nichts neues auftut? Dann überlege dir, wie du die Zeit der Suche sinnvoll nutzen kannst. Schaue dich nach Weiterbildungen um. Vielleicht findest du auch einen Minijob, mit dem du die Zeit überbrücken kannst oder du machst ein Praktikum. Das Wichtigste ist auf jeden Fall, bei der Wahrheit zu bleiben.

Lebenslauf – Wie baue ich einen Lebenslauf richtig auf?

Was denkst du, wie viel Zeit sich ein Personaler zum Durchsehen deiner Bewerbungsunterlagen nimmt? Eines ist sicher und anhand vieler wissenschaftlicher Studien belegt: Der Lebenslauf als Herzstück deiner Bewerbung muss innerhalb weniger Sekunden überzeugen. Umso mehr Sorgfalt solltest du daher beim Lebenslauf schreiben walten lassen. Mit unseren Tipps schaffst du das im Handumdrehen.

Wir verraten dir:

 

 

Lebenslauf richtig aufbauen leicht gemacht

Sieh dir zunächst deinen bestehenden Lebenslauf an und überlege,

  • einige Fähigkeiten, Qualifikationen und beruflichen Stationen für die potenzielle neue Arbeitsstelle relevant sind,
  • welche du entfernen kannst,
  • welche du unter Einbezug der Formulierungen aus der Stellenanzeige etwas umformulieren solltest.

Tipp: Dass du vor 10 Jahren im Sommer als Eisverkäuferin unterwegs warst, interessiert in der Immobilienfirma, in der du Buchhalterin werden möchtest, niemanden. Am besten du fängst damit an, dein berufliches Leben vor dir selbst auszubreiten. So kannst du dir alle beruflichen Situationen, Abschlüsse, Aus- und Weiterbildungen vor Augen halten. Überlege dir zusätzlich noch deine Hobbys und Soft Skills.

Wenn du dir dann die konkrete Stelle ansiehst, wirst du schnell merken, dass nicht alles passend ist. Für den Lebenslauf sind nur jene Angaben relevant, die für die Stelle passen und deine fachlichen und persönlichen Werte hervorheben. Zum Schluss stelle sicher, dass du die geforderten Anforderungen aus der Stellenanzeige in deinem Lebenslauf und im Bewerbungsschreiben angeführt hast.

Wie lang soll ein Lebenslauf sein?

Idealerweise präsentierst du deine Informationen auf einer A4-Seite. Wenn du die Schrift dafür stark verkleinern musst, damit sich alles auf einer Seite ausgeht, vergiss es gleich wieder. Es ist immer einfacher, deine Bewerbung in der Rundablage zu versenken, als sich eine Lupe zu organisieren. Präsentiere dich in diesem Fall auf zwei Seiten. Nutze den Platz, der dir zur Verfügung steht, dann aber auch großzügig aus und lasse nicht nur zwei Sätze einsam auf einer Seite stehen. Vielleicht ist eine zweite Seite auch gar nicht nötig. Oft löst sich das Platzproblem von selbst, wenn man sich für einen anderen Layout-Typ entscheidet.

Wie soll ein Lebenslauf gegliedert sein?

Form und Struktur lauten die Zauberwörter. Durchgesetzt hat sich der tabellarische Aufbau. Er ist sehr übersichtlich. Zusätzlich solltest du Kategorien bzw. Zwischenüberschriften verwenden.

Die gängigsten Kategorien nach Wichtigkeit gereiht:

  • Berufserfahrung
  • Ausbildung
  • EDV-Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse
  • Sonstige Qualifikationen
  • Hobbys/Soft Skills

Am interessantesten ist für Personaler dein beruflicher Werdegang. Für ihn bzw. sie sollte rasch ersichtlich sein, wo du derzeit tätig bist und welche Arbeitsaufgaben du dort hast. Bei jeder Arbeitsstelle, die du im Lebenslauf unter Berufserfahrung listest, solltest du unbedingt angeben,

  1. Wo du gearbeitet hast: vollständiger Unternehmensname, Arbeitsort
  2. Wie lange du dort gearbeitet hast: MM/JJJJ – MM/JJJJ
  3. Was deine Hauptaufgaben dort waren (nur Stichwörter, keine ganzen Sätze!). Beziehe dich dabei, wenn möglich, wieder auf die in der Stellenanzeige geforderten Kenntnisse.

Bei der Angabe deiner Sprachkenntnisse beziehe dich wenn möglich auf den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Du kannst deine Sprachkenntnisse damit nach internationalem Standard einer bestimmten Sprachniveaustufe zuordnen.

Hobbys im Lebenslauf anzugeben, ist nicht verpflichtend und solltest du nur, wenn sie dir im Bewerbungsprozess einen Mehrwert bringen. Wenn du Hobbys gerne angeben möchtest, beachte folgende Tipps: Teamsportarten vermitteln Teamgeist. Mit ungewöhnlichen Hobbys, wie einer exotischen Kampfkunst oder einer speziellen künstlerischen Tätigkeit, erweckst du Neugier. Fotografie und Videoerstellung kommen bei Bewerbungen im Bereich Grafikdesign gut an. Bloggen bringt Bewerber/innen in der Kommunikationsbranche Pluspunkte. Ehrenamtliches Engagement wird generell gern sehen. Was immer du angibst, es muss auch wirklich eines deiner Hobbys sein!

Stichwort Antichronologie

Die aktuellste Arbeitsstelle bzw. die am kürzesten zurückliegende Ausbildung wird zuerst gelistet, damit Personaler auf den ersten Blick sehen, was du derzeit gerade machst bzw. welche Aus- oder Fortbildung du frisch abgeschlossen hast.

Ein Bild sagt mehr … Teil I – Icons

Grafische Elemente lockern den Inhalt deines Lebenslaufs (facts, facts, facts!) etwas auf und ermöglichen den Leser/innen eine noch schnellere Orientierung. Verwende grafische Elemente wie Icons. Zum Beispiel eine Sprechblase als Symbol für Sprachkenntnisse, einen Computer als Symbol für EDV-Kenntnisse, ein Haus als Symbol für Adresse, Zahnräder als Symbol für Qualifikationen bzw. Fähigkeiten, einen Pokal als Symbol für besondere Auszeichnungen etc. Ich glaube, du verstehst, was gemeint ist.

Ein Bild sagt mehr … Teil II – Bewerbungsfoto

Im englischen und amerikanischen Sprachraum ist es üblich, auf die Angabe von Foto, Geschlecht, Nationalität und Geburtsdatum zu verzichten. Im deutschsprachigen Raum ist diese Praxis nicht weit verbreitet. Ein Lebenslauf ohne Foto kann der Grund sein, dass du als Bewerber/in abgelehnt wirst. Oder du wirst aufgefordert, ein Foto nachzusenden. Beachte: Wähle ein professionelles Foto. Fotos von der letzten Party, dem vorigen Strandurlaub, im Freizeitoutfit oder Hummerkostüm sollten nicht deine erste Wahl sein. Außer natürlich, du bewirbst dich dezidiert auf die ausgeschriebene Stelle als „Animateur im Hummerkostüm“.

Auch ein Selfie als Bild für deinen Lebenslauf ist ein absolutes No-Go. Das wirkt unprofessionell und kann deine Bewerbung schnell auf das Abstellgleis befördern. Investiere lieber in ein professionelles Bild vom Profi. Es fällt sofort auf, wenn ein Bild professionell aufgenommen wurde. Am besten geeignet sind Fotos, die dich als Halbportrait zeigen. Achtung: Auch deine Kleidung ist wichtig. Achte drauf, dass dein Outfit professionell ist und keine Flecken und Falten hat. Das fällt auch auf Fotos auf.

Der Hintergrund für dein Lebenslauffoto sollte neutral und ruhig sein. Weiß ist hier die gängigste Hintergrundfarbe. So hast du im Nachhinein noch die Möglichkeit die CI-Farbe des Arbeitgebers einzufügen. Als Format empfiehlt sich das Hochformat. Dieses lässt sich im Lebenslauf und am Deckblatt am leichtesten einfügen.

Persönliche Daten

Unter diesem Punkt solltest du Vorname, Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer und deine E-Mailadresse versammeln. Kontrolliere unbedingt, ob du die Daten vollständig und richtig angegeben hast. Nicht, dass du einen Tippfehler bei der Telefonnummer oder E-Mail-Adresse übersiehst. Wenn du erst vor kurzem umgezogen bist, kontrolliere lieber die Adresse nochmal. Denn da kann es schon mal vorkommen, dass du unabsichtlich noch deine alte Adresse angibst.

Wording – Sprich die Sprache deines potenziellen Arbeitgebers!

Lies dir die Stellenanzeige noch einmal genau durch und vergleiche, ob du darin genannte Fähigkeiten in deinem Lebenslauf gelistet, sie aber anders bezeichnet hast. Wenn ja, gleiche sie an das Wording in der Stellenanzeige an. Versuche generell die Formulierungen aus der Stellenanzeige in deinen Lebenslauf zu übernehmen. Vorausgesetzt natürlich, die Angaben entsprechen der Wahrheit.

Grafische Gestaltung

Verwende die Corporate Identity des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst. Das zeigt, dass du dich mit der Firma auseinandergesetzt hast. Setze die Unternehmensfarben und ausgewählte Schriften bei der grafischen Gestaltung deines Lebenslaufes ein. Dazu kannst du dir die Stellenanzeige grafisch genauer ansehen. Oder dich auch durch die Homepage klicken. Dort bekommst du noch ein zusätzliches Gefühl für das Wording.

Lügen haben kurze Beine

Spätestens dann, wenn dein Chef von dir verlangt, Dateien auf die i-cloud zu schieben, du dabei nur an Freilandhühner denkst, hast du ein Problem, wenn du Skills nur in deinen Lebenslauf geschummelt hast, um Pluspunkte zu sammeln. Also immer schön bei der Wahrheit bleiben! Solche Lügen können auch nach positiver Zusage noch zur Kündigung führen. Statt einer Lüge über deine Qualifikationen, mache lieber eine Fortbildung, um diese Fähigkeiten zu erwerben. Oder mache deinem potentiellen Arbeitgeber klar, dass du diese Kenntnis noch nicht besitzt, sie aber gerne erlernen würdest. Besonders schnell fliegen Lügen bei Sprachkenntnissen auf. Denn hier passiert es oft, dass diese beim Bewerbungsgespräch oder gleich am ersten Arbeitstag zum Einsatz kommen müssen. Wenn du dann nur ein knappes Hallo auf Spanisch hervorbringst, bist du schnell als Lügner/in entlarvt.

Mut zur Lücke!

Lücken im Lebenslauf sind nicht so schlimm, solange du sie gut erklären kannst. Warst du zum Beispiel im Ausland unterwegs, hast du deine interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse erweitert. Lücken zu kaschieren, funktioniert sowieso nicht. Dafür sind Personalverantwortliche viel zu geübt darin, diese ausfindig zu machen. Mit den gängigen Tricks kannst du diese also nicht überlisten. Auch Lügen, um eine Lücke zu verbergen, ergeben keinen Sinn. Diese Lügen werden meist sehr schnell aufgedeckt und schaden deiner Glaubwürdigkeit. Wichtig bei Lücken im Lebenslauf ist, dass du auf eine positive Formulierung achtest. Zum Beispiel solltest du nicht die Bezeichnung arbeitslos, sondern arbeitssuchend verwenden.

Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler

Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler sind für die Mehrheit der Personalverantwortlichen ein absolutes No-Go. Deswegen eine Absage zu bekommen, ist äußerst bitter. Investiere daher genug Zeit, um deinen Lebenslauf Korrektur zu lesen. Sind Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion deine natürlichen Feinde, bitte kundige Freunde um Unterstützung.

Kenntnisse und Fähigkeiten im Lebenslauf angeben

Auch hier gilt wieder nur Kenntnisse und Fähigkeiten anzugeben, die auch wirklich für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. So ziemlich jede Stellenausschreibung enthält klare Angaben zu den geforderten Kenntnissen. Führe die relevanten Fähigkeiten ausführlich an. Zum Beispiel solltest du statt „sehr gute Computerkenntnisse“ lieber „sehr gute Kenntnisse der MS-Office Produktpalette, besonders Word und PowerPoint“ schreiben.

Geforderte Fähigkeiten, wie Teamfähigkeit, kannst du beispielsweise durch die Angabe von Teamsportarten bei deinen Hobbys vermitteln. Du kannst zusätzliche Fähigkeiten und Kenntnisse vorweisen, die für die offene Stelle ein Plus sein können? Dann solltest du diese unbedingt anführen. Dazu gehören Sprachkenntnisse oder Kenntnisse von Programmen oder CRM-Systemen.

Deine Sprachkenntnisse kannst du auch nach dem europäischem Referenzrahmen für Sprachen angeben. Dieser gliedert sich in A1, A2, B1, B2 sowie C1 und C2. Damit gibst du an, wie gut du die jeweilige Sprache sprichst. Dabei gilt: A1 steht für Anfänger und C2 für Kenntnisse, die annähernd der Muttersprache entsprechen.

EDV-Kenntnisse gehören zum Standard

Heute gibt es kaum noch Berufe, die keine EDV-Kenntnisse voraussetzten. Je nachdem für welchen Beruf du dich bewirbst, werden andere Kenntnisse vorausgesetzt. Zu den verschiedenen EDV-Kenntnissen gehören unter anderem:

  • Word
  • PowerPoint
  • Excel
  • Photoshop
  • InDesign
  • Illustrator
  • Programmiersprachen wie C++, PHP, Java und weitere
  • Social Media Kenntnisse (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat etc.
  • CRM-Kenntnisse

Ähnlich wie bei den Sprachkenntnissen gibst du bei den EDV-Kenntnissen auch immer an, wie gut du dich auskennst. Das führst du folgend an:

  • Grundkenntnisse
  • Fundierte Anwenderkenntnisse
  • Fortgeschrittene Kenntnisse
  • Expertenwissen

Achtung: Wenn du MS-Office Kenntnisse im Lebenslauf angibst, musst du dir bewusst sein, das diese Angabe mehrere Programme umfasst. Dazu gehört Word, Excel, PowerPoint und weitere. Das so anzugeben macht nur Sinn, wenn du dich bei sehr vielen oder sogar allen dieser Programme auskennst.

Vergiss nicht auf die Soft Skills

Soft Skills gehören auch zu deinen Kenntnissen und können dein Profil abrunden und attraktiver machen. Vergiss daher nicht, diese auch in deinem Lebenslauf anzuführen. Je nach Berufsgruppe sind andere Soft Skills gefragt. Daher schau dir zuerst an, welche Soft Skills in der Stellenanzeige gefragt sind. Anschließend kannst du dich im Internet schlau machen, welche Soft Skills in der Branche des Unternehmens wichtig sind. Die auf dich zutreffenden Fähigkeiten kannst du dann in deinem Lebenslauf angeben. Zu den Soft Skills gehören zum Beispiel: Teamfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz oder soziale Kompetenz.

 

Lebenslauf erstellen

 

Social Media Profile als Lebenslauf

In unserem Zeitalter ist ein professionelles Profil auf Karrierenetzwerken wie LinkedIn oder Xing kaum mehr wegzudenken. Immer mehr Recruiter suchen aktiv in diesen Netzwerken nach potenziellen Bewerber/innen für ihre offenen Stellen. Das der neue Job dich findet, ist also schon lange keine Wunschvorstellung mehr, sondern längst schon Realität. Deswegen empfehlen wir dir, deine Profile bei sozialen Netzwerken sorgfältig zu pflegen. Achte auch bei LinkedIn oder Xing auf ein professionelles Profilfoto.

Ebenso ist es gut, wenn du deine Kenntnisse und Fähigkeiten ausführlich beschreibst. Betrachte dein Profil als digitalen Lebenslauf. Nenne deshalb auch deine Berufserfahrungen und Referenzen. Gib ebenfalls deinen aktuellen Arbeitgeber und deinen Ausbildungsweg an. Kurzum: Achte einfach darauf, dass all deine Angaben aus dem Lebenslauf auch auf deinen Profilen enthalten sind. Du kannst auch die Links zu deinen Social Media Profilen in deinem Lebenslauf angeben. So machst du Personaler/innen darauf aufmerksam, dass du einen professionellen Umgang mit sozialen Netzwerken betreibst.

Wusstest du, dass oesterreichjobs.com es dir ermöglicht, dich direkt über das Smartphone zu bewerben? Erstelle dir einfach einen Bewerber Account. Dann lädst du dort deinen Lebenslauf hoch. Dieser ist in deinem Profil gespeichert. Wenn du dich nun über dein Smartphone einloggst, kannst du dich gleich direkt über die Plattform vom Smartphone aus bewerben.

Checkliste für den perfekten Lebenslauf

  • Richtiger Name des Dokuments
  • Keine übertriebenen Designs
  • Richtige Anordnung der Berufserfahrung
  • Achte auf die Länge
  • Lege eine Form fest

Ja, die ersten Fehler können schon bei der Benennung des Dokuments passieren. Hier ist eine eindeutige Bezeichnung wichtig. Nenne das Dokument am besten „Lebenslauf“ oder „CV“, gefolgt von deinem vollständigen Namen. Zum Beispiel: „Lebenslauf_Max_Mustermann“ oder „CV_Max_Mustermann“.

Fehler bei der Erstellung eines Lebenslaufs

Diese Fehler sollten dir bei der Lebenslauferstellung nicht passieren:

  • Angabe einer unprofessionellen E-Mail-Adresse
  • Anführen von irrelevanten und skurrilen Hobbys
  • Leistungen angeben, die keine wirklichen Leistungen sind
  • Nicht relevante Berufserfahrungen angeben
  • Lügen bei Lücken oder andere Unwahrheiten
  • Überflüssige Angaben

E-Mail-Adresse

Personaler bemerken natürlich auch auf die angegebene E-Mail-Adresse. Ja, auch darauf solltest du achten. In der Regel besteht eine E-Mail-Adresse aus Vornamen und Nachnamen, gefolgt vom E-Mail-Anbieter. E-Mail-Adressen wie zum Beispiel: Maxiiii96@gmx.at oder Zockertante@yahoo.com erzeugen einen unprofessionellen und unreifen Eindruck. Lege dir für deinen Bewerbungsprozess am besten eine neutrale E-Mail-Adresse zu. Diese wird dir generell in der Arbeitswelt zugutekommen.

Hobbys

Wie bereits zuvor erwähnt, müssen Hobbys nicht im Lebenslauf angegeben werden. Möchtest du dennoch deine Hobbys nennen? Dann verzichte dabei lieber auf irrelevante oder gar skurrile Hobbys. Freizeitbeschäftigungen, wie Bügeln, Train-Surfing oder das Sammeln von Barbie-Puppen interessieren Personaler/innen nicht.

Leistungen oder keine Leistung

Wenn du besondere Leistungen in deinem Lebenslauf angibst, dann sollte es sich dabei auch wirklich um Leistungen handeln. Das du endlich, nach drei Anläufen, das 1000-Seiten-Buch von Stephan King zu Ende gelesen hast, ist für den Recruiter nicht von Belangen. Obwohl das für dich persönlich vielleicht eine Höchstleistung war, solltest du das im Lebenslauf nicht anführen.

Berufserfahrung

Minijobs oder geringfügige Beschäftigungen aus deiner Schulzeit oder während des Studiums müssen nicht alle angegeben werden. Berufserfahrungen dieser Art solltest du nur angeben, wenn sie für die neue Stelle relevant sind. Wenn du dich beim Steuerberater bewirbst, ist es nicht wichtig, ob das du vor Jahren vier Wochen Eis verkauft hast.

Lügen

Lügen haben im Lebenslauf und im Arbeitsleben generell nichts verloren. Auch bei so unangenehmen Dingen, wie Lücken im Lebenslauf, solltest du nicht lügen. Andere Unwahrheiten zu Berufserfahrungen haben ebenfalls im Lebenslauf nichts verloren.

Überflüssige Angaben

Ein Lebenslauf soll kurz und knackig sein. Dabei haben überflüssige Angaben nichts verloren. Zu persönliche Informationen, wie der Beruf der Eltern oder der Name der Kinder, müssen im Lebenslauf nicht vorkommen. Für eine ausführlichere Beschreibungen nutzt du am besten das Bewerbungsschreiben.

Der handgeschriebene Lebenslauf

Viele denken jetzt vielleicht, dass handgeschriebene Lebensläufe in die Steinzeit gehören. Das stimmt jedoch noch nicht ganz. Oft werden sie sogar noch von Firmen explizit gefordert. So versuchen Arbeitgeber herauszufinden, wie motiviert die Bewerber/innen sind. Sie gehen davon aus, dass nur jene, die auch wirklich an der Stelle interessiert sind, einen Mehraufwand dieser Art leisten werden.

Aber Achtung: Der handgeschriebene Lebenslauf ist nicht gleich aufgebaut wie der tabellarische. Handgeschriebene Lebensläufe werden als Aufsatz geschrieben. Sie sind deshalb auchinhaltlich ausführlicher. Gegliedert werden handgeschriebene Lebensläufe in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Deine beruflichen Erfahrungen werden in der handgeschriebenen Form chronologisch angeführt.

Der Lebenslauf von Schüler/innen ist anders aufgebaut

Es liegt auf der Hand, das Schüler/innen meist wenig bis gar keine Berufserfahrung haben. Das ist aber überhaupt kein Problem. Hier stellt man beim Lebenslauf einfach die persönlichen Stärken und Kompetenzen in den Vordergrund. Auch die Ferialpraktika und Minijobs können angeführt werden. Interessen und Hobbys werden ebenfalls im Lebenslauf inkludiert. Hier ist es wichtig, dass diese einen Bezug zur Arbeitsstelle oder zum Praktikumsplatz haben.

Der Lebenslauf auf Englisch

Wenn du vor hast, im Ausland zu arbeiten, wird meist auch ein Lebenslauf in Englisch benötigt. Das Curriculum Vitae und Resümee unterscheiden sich grundlegend von unseren Bewerbungsunterlagen. So kannst du das Resümee als einfaches Informationsblatt sehen. Da werden auf einer Seite die wichtigsten Daten und Fähigkeiten angeführt. Das Resümee darf aber nicht länger als eine Seite sein. Eine Ausnahme kann gemacht werden, wenn du wirklich umfangreiche relevante Berufserfahrung vorweisen kannst.

Im Gegensatz zum Resümee ist der CV viel detaillierter. Der CV beinhaltet Personendetails, Karriereziele, Fachgebiete, Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachen und Fähigkeiten. Hier werden Berufserfahrungen nicht antichronologisch angeführt, sondern in übergreifenden Rubriken.

Das passende Layout für den Lebenslauf

Für alle kreativen: Leider gefällt Personaler/innen der klassische Lebenslauf immer noch am besten. Wie das Wort Bewerbung schon sagt: Das Selbstmarketing, also die Werbung für die eigene Person, sollen im Vordergrund stehen. Für den Erfolg deiner Bewerbung ist die Selbstwerbung ausschlaggebend. Daher soll das Design auf den ausgewählten Beruf angepasst sein. Denn bei kreativen Berufen, wie zum Beispiel Grafik Designer/in, punkten vor allem kreative Bewerbungen. Wenn du hier einen Lebenslauf im Word mit einer Standardschrift, wie Calibri abgibst, verschwendest du nur wertvolle Zeit.

Wenn du dich noch mehr aus der Masse hervorheben möchtest, kannst du auch eine Bewerbungshomepage oder ein Bewerbungsvideo erstellen. Bei Berufen, wie Bankangestellte/r oder Zahnarztassistent/in bringt das Verwenden von Farben meist leider nicht den gewünschten Erfolg.

Lebenslauf Vorlagen im Word

Das HR-Expertenteam hat für dich praktische Lebenslauf Vorlagen erstellt, die auf jeden Fall gut ankommen. So sparst du dir bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen wertvolle Zeit und kannst dich besser auf die Jobsuche konzentrieren. Egal, ob klassisch, modern und kreativ – bei unseren Lebenslauf Mustern ist für alle etwas dabei. Einfach anklicken, gratis downloaden und im Word mit deinen Informationen ausfüllen.

Downloads:

Lebenslauf Vorlage

 

Lebenslauf Vorlage

 

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Muster Lebenslauf

 

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Muster Lebenslauf

 

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Mit unseren Tipps zum Lebenslauf schreiben steht deinem beruflichen Erfolg nichts mehr im Weg. Gutes Gelingen und alles Gute für deine Jobsuche!

 

Bewerbungsschreiben – Worauf achten Firmen? Wie schreibe ich meine Bewerbung richtig?

Schreibst du unzählige Bewerbungen, erhältst aber immer nur Absagen? Ist deine Motivation im Keller, weil du nicht weißt, was du beim Bewerbungsschreiben anders machen könntest? Wenn du den Satzanfang „Leider müssen wir Ihnen mitteilen“ liest, unterdrückst du einen Schreianfall? Wir verraten dir, was du beim Bewerbungsschreiben unbedingt beachten solltest, um dich nicht selbst ins bewerberische Aus zu verfrachten.

 

In diesem Beitrag erfährst du Folgendes:

 

Bewerbung schreiben leicht gemacht

Während ein Lebenslauf meist kurz und knapp facts, facts, facts über dich präsentiert und häufig als das wichtigere Dokument angesehen wird, kann dein Bewerbungsschreiben dein Ticket ins Bewerbungsgespräch sein. Denn hier hast du die Möglichkeit, auf besondere Leistungen und Projekte, die für deinen potenziellen Arbeitgeber von Interesse sind, etwas ausführlicher einzugehen. Vor allem kannst du mit Individualität und Persönlichkeit überzeugen.

Daher:

  • Nimm dir Zeit für dein Bewerbungsschreiben!

Am besten kommen wir gleich zur Sache. Ich habe dich beobachtet. Ja. Genau dich! Wie du bei deiner letzten Bewerbung nur das Datum ausgebessert und sie dann abgeschickt hast. Was glaubst du, welchen Eindruck das bei Personaler/innen wohl hinterlassen hat? Die haben den Braten nach spätestens 15 Sekunden gerochen und dein Bewerbungsschreiben der Rundablage zugeführt. Hör auf, deine wertvolle Zeit für unzählige 08/15-Bewerbungen zu verwenden, die in unzähligen 08/15-Absagen enden!

  • Sei anders und hebe dich von der Masse ab!

Personalverantwortliche nehmen sich im Schnitt 45 Sekunden Zeit, um sich einen ersten Eindruck über eine Bewerbung zu verschaffen. Wie schaffst du es, dass der/die Personaler/in dein Bewerbungsschreiben auch wirklich liest? Die erste Hürde, nämlich sein Interesse zu wecken, ist bestimmt die schwierigste. Humor kann funktionieren. Muss er aber nicht. Hier bewegst du dich auf dünnem Eis und solltest genau abwägen, was in der jeweiligen Branche passt.

  • Sei kreativ!

Je nach Branche kannst du dich bei einer Bewerbung kreativ austoben. Auch verrückte Ideen haben ihre Berechtigung. Wenn du dich für einen Job im Marketing oder in der Werbung bewirbst, kannst du Standardfloskeln sowieso gleich einstampfen. Um in dieser Branche aufzufallen, braucht es ein bisschen mehr kreative Anstrengung.

  • Sei strukturiert!

Im Bewerbungsschreiben ist eine klare Textstruktur essentiell:

  1. Betreffzeile:

    Sie enthält idealerweise die Stellenbezeichnung und die Anzeigennummer, falls angegeben. Auch hier kannst du dir etwas anderes einfallen lassen und den Personaler bereits direkt ansprechen: „Ihr neuer Social Media Marketing Manager stellt sich vor“ oder „Ihre neue Werbetexterin“.

  2. Anrede (persönlich):

    In der Jobanzeige ist keine Ansprechperson namentlich erwähnt? Ruf an und erkundige dich höflich, an wen du deine Bewerbungsunterlagen schicken darfst. Oder recherchiere auf der Website des Unternehmens nach der E-Mailadresse der Personal- bzw. Abteilungsleitung. Sprich die zuständigen Personen in der Anrede deines Bewerbungsschreibens direkt an. Das ist viel persönlicher als ein „Sehr geehrte Damen und Herren“. Recherchiere auch, ob dein Ansprechpartner einen akademischen Titel hat. In Österreich gelten Titel für viele als Statussymbol. Im beruflichen Kontext kann es dir negativ ausgelegt werden, wenn du sie in der Anrede nicht verwendest.

  3. Einleitung:

    Wecke Interesse bei Leser/innen und stell dich kurz vor. Den Satz „Hiermit bewerbe ich mich auf“ streichst du am besten gleich aus deinem Repertoire! Leere Floskeln und zusammenkopierte Sätze sind ein absolutes No-Go. Formulierungen, wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Ausschreibung für XY gelesen“ sind inhaltlich nicht falsch, werden den Personalverantwortlichen aber nur ein müdes Lächeln kosten. Stattdessen besitzen Formulierungen, wie „Sie suchen einen motivierten, top-ausgebildeten Salesmanager, der mehrjährige Berufserfahrung in der Schraubenindustrie mitbringt? Sie haben ihn gefunden.“ viel mehr Kraft.

  4. Hauptteil:

    Hebe deine Stärken und für das Unternehmen relevante Leistungen hervor. Beschreibe in 2-3 Sätzen, mit welchen Arbeitsaufgaben du in deiner letzten Arbeitsstelle betraut warst und welche Erfolge du verbuchen konntest. Beziehe dich dabei auf die in der Stellenausschreibung gelisteten Aufgabenbereiche und Tätigkeiten.

  5. Schluss:

    Nein zu „würde“, „hätte“, „könnte“! Verzichte im letzten Absatz auf den Konjunktiv, das wirkt selbstbewusster. Verwende zum Beispiel: „Wenn Sie sich von meinen Zeilen angesprochen fühlen, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.“

  6. Grußformel:

    „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“ sind All-time-classics. Mit diesen beiden liegst du immer richtig. Je nach Branche kann auch ein noch förmlicheres „Hochachtungsvoll“ Sinn machen. Zu freundschaftliche Formulierungen solltest du vermeiden. „Liebe Grüße“ oder „Mit herzlichen Grüßen“ kann anbiedernd wirken.

  7. Unterschrift:

    Setze deine Unterschrift zwischen Grußformel und deinem getippten Namen. Das verleiht dem Ganzen eine persönliche Note.

  • Sei kurzweilig!

Länger als eine A4-Seite sollte dein Bewerbungsschreiben auf keinen Fall sein. Versuche deine Botschaft in 2-3 pointierten Sätzen pro Absatz zu vermitteln. Um Pluspunkte zu sammeln, erstellst du es in der Corporate Identity deines potenziellen Arbeitgebers: Verwende ähnliche Schriften und die Unternehmensfarben.

  • Nichts vergessen? 

Lies noch einmal genau, welche Unterlagen für die Bewerbung verlangt werden. Hast du sie alle vorbereitet und den Dateien salonfähige Namen gegeben, idealerweise um deinen Familiennamen ergänzt? Eventuell sind Arbeitsproben oder ein Portfolio verlangt?

  • Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler im Bewerbungsschreiben

Bevor du deine Bewerbung abschickst, lies sie Korrektur. Dann lies sie noch einmal Korrektur. Und wenn du dir sicher bist, dass du alles korrekt geschrieben hast, lies noch einmal Buchstabe für Buchstabe. Denn was sagt ein Text, in dem es vor Fehlern wimmelt, über dich als Mitarbeiter/in aus? Bist du bei allen Dingen, die man dir anvertraut, so sorgfältig? Wenn du unsicher bist und Kommasetzung und Rechtschreibung deine Feinde sind, hol dir Unterstützung von kundigen Freunden.

  • Sei seriös oder erwecke zumindest diesen Eindruck!

Von welcher E-Mailadresse verschickst, du deine Bewerbung? Schlumpfine23@aon.at, Pumuckl66@hotmail.com oder Stefan_geht_shoppen@gmail.com wirken nicht besonders seriös. Beachte: Je nach Stelle, auf die du dich bewirbst, kann das natürlich variieren.

 

 

Formulierungshilfe beim Bewerbungsschreiben

Kennst du schon das AIDA-Prinzip? Die Anwendung von AIDA kann dir gut bei der Formulierung deines Bewerbungsschreibens helfen. Wir erklären es dir kurz:

  • Steht für Attention: Als erstes sollst du die Aufmerksamkeit deines Lesers wecken
  • Steht für Interest: Wenn du seine Aufmerksamkeit geweckt hast, gewinne nun sein Interesse
  • D- Steht für Desire: Wecke beim Leser den Wunsch, mehr über dich zu erfahren
  • Steht für Action: Sorge dafür, dass deine Leser/innen dich zum Vorstellungsgespräch einladen oder dass du im Bewerbungsprozess eine Runde weiterkommst.

Orientiere dich beim Schreiben und bei deinen Formulierungen an der Stellenanzeige. Überlege dir, welche Formulierung oder Fakten über dich die Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen wecken können. Was kann in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle das Interesse wecken?

 

Bewerbungsschreiben

 

 

Häufige Fragen zum Bewerbungsschreiben

Rund um das Bewerbungsschreiben gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Fragen. Wir beantworten die wichtigsten kurz. Damit wollen wir dir das Schreiben einer Bewerbung noch leichter machen.

Ist ein Bewerbungsschreiben denn überhaupt wichtig?

Ja, denn im Vergleich zum Lebenslauf hast du hier die Möglichkeit, wichtige Informationen ausführlicher wiederzugeben. Es dient dir auch dazu, deine Motivation und deine Eignung genau zu begründen. Zudem kannst du hier etwas persönlicher werden.

Wie kann ein Bewerbungsschreiben begonnen werden?

Nach der Betreffzeile startest du am besten mit einer persönlichen Anrede. Ein schlichtes „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist unpersönlich. Kümmere dich lieber darum, einen persönlichen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Meist ist dieser in der Stellenanzeige angeführt. Gefolgt auf die Anrede kommt in der Einleitung kurz vor, wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

Welche Dinge sind beim Bewerbungsschreiben zu vermeiden?

Verzichte auf belanglose und irrelevante Informationen. Achte genau darauf, dass du keine Rechtschreib- und Grammatikfehler in deinem Bewerbungsschreiben hast. Vermeide zudem lange Schachtelsetzte. Damit wird dein Bewerbungsschreiben schwer zu lesen. Eine Nacherzählung des Lebenslaufs kommt ebenfalls nicht besonders gut an. Lästern über den ehemalige/n Chef/in oder Teammitglieder hat im Bewerbungsschreiben ebenso nichts verloren. Außerdem sollen hier keine zu persönlichen Informationen vorkommen. Halte dir vor Augen, dass ein Bewerbungsschreiben zur Bewerbung deiner eigenen Person dient. Damit sollst du für dich Werbung machen.

Welche Informationen gehören in das Bewerbungsschreiben?

Allen voran geht es um deine Motivation und deine Fähigkeiten sowie Kenntnisse, die dich zur geeigneten Person machen. Beantworte Fragen, wie „Warum diese Stelle, bei diesem einem Unternehmen? Deine Eignung für die ausgeschriebene Stelle begründest du am besten mit deinen Fähigkeiten und Kenntnissen sowie deiner Berufserfahrung.

Was ist zu viel? Wie viele Absätze darf mein Bewerbungsschreiben haben?

Wie bereits erwähnt, sollte das Bewerbungsschreiben nicht mehr als eine Seite aufweisen. Dabei ergeben sich die Absätze aus der Aufteilung im Anschreiben, der Einleitung, im Hauptteil und Schluss. Somit hat ein Anschreiben zwischen 4 und 5 Absätze.

Was muss ich bei Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand beachten?

Die Schriftart beim Bewerbungsschreiben sollte unauffällig und leicht zu lesen sein. Dafür eignen sich Schriften wie Arial, Verdana oder Times New Roman am besten. Wenn du dich für eine Schriftart entscheidest, sollte diese bei allen Dokumenten identisch sein. Das heißt: Wenn du dich zum Beispiel für Arial entscheidest, sollte der Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben in Arial geschrieben sein. Das gilt auch für die Schriftgröße und den Zeilenabstand. Die Schriftgröße sollte je nach der von dir gewählten Schriftart zwischen 10 pt und 12 pt sein. Natürlich kannst du Überschriften etwas größer machen, um sie hervorzuheben. Beim Bewerbungsschreiben verwendet man in der Regel einen einfachen Zeilenabstand. Zwischen den Absätzen ist der Abstand daher auf 0 pt zu setzten.

Muss ich beim Bewerbungsschreiben ein Datum angeben?

Ja, unbedingt. Dabei orientierst du dich am besten an herkömmlichen Geschäftsbriefen. Da findest du das Datum zwischen der Adresse des/r Empfängers/in und der Betreffzeile. Das Datum schreibst du dabei rechtsbündig. Dabei verwendest du den Tag, an welchem die Bewerbung abgeschickt wird.

Brauche ich im Bewerbungsschreiben ein Foto?

Dafür gibt es keine universale Antwort. Normalerweise kommt das Foto auf das Deckblatt und/ oder in den Lebenslauf. Dadurch wird es eigentlich im Bewerbungsschreiben an sich nicht mehr benötigt. Allerdingst kannst du dein Foto auch noch beim Anschreiben in die Kopfzeile geben. Das wird aber nicht so häufig praktiziert.

Muss ich ein Bewerbungsschreiben unterschreiben? Wenn ja, wie mache ich das bei einer online Bewerbung oder per E-Mail?

Egal auf welchem Weg du dein Bewerbungsschreiben verschickst. Du musst es immer unterschreiben. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz. Unterschrieben wird das Anschreiben am Seitenende. Genau zwischen „Mit freundlichen Grüßen“ und deinem abgetippten Namen. Bei einer online Bewerbung oder einer E-Mail-Bewerbung kannst du auf einem weißen Blattpapier unterschreiben und dieses dann einscannen. Die eingescannte Unterschrift kannst du dann in das Bewerbungsdokument einfügen und dort noch zurechtschneiden. Hast du dafür nicht die Möglichkeit, kannst du dich einfach nach einer verschnörkelten Schriftart umsehen und diese verwenden. Wir empfehlen aber, die richtige Unterschrift zu verwenden. Auch wenn das für dich Mehraufwand bedeutet.

Was kommt beim Bewerbungsschreiben in die Kopfzeile?

In der Regel positioniert man die eigene Adresse und ebenfalls die Kontaktdaten in der Kopfzeile. Diese trennt man dann mit einer Linie vom restlichen Dokument.

Wie kann ich im Anschreiben nochmal deutlich machen, dass ich genau diesen Beruf ausüben möchte?

Dafür gibst du einfach wieder deine Motivation an. Was motiviert dich für die Ausübung genau dieses Berufs? Zeige dabei auch, dass du dich intensiv mit dieser Stelle auseinandergesetzt hast. Und dass du genau weißt, was von dir erwartet wird und du dir sicher bist, das genau dieser Job richtig für dich ist.

Ist es wichtig, einen Bezug zum Unternehmen herzustellen?

Wenn du beim Bewerbungsschreiben einen Bezug zum Unternehmen herstellen kannst, verschafft dir das meist Vorteile. Wie du das anstellst? Es ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Dazu findest du in der Stellenanzeige und auf der Website des Unternehmens die wichtigsten Anhaltspunkte. Recherchiere nach Produkten oder Dienstleistungen, Über uns, Unternehmensphilosophie, Karriere oder Jobs und nach den News. Mit diesen Informationen kannst du zum Beispiel im Bewerbungsschreiben deutlich machen, das dir die Punkte XY aus der Unternehmensphilosophie wichtig sind. Versuche dann mit deinen Eigenschaften und Fähigkeiten deutlich zu machen, dass du das Unternehmen bestens unterstützen kannst. Dabei gehst du am besten auf die in der Stellenanzeige geforderten Qualifikationen ein. So kannst du im besten Fall beim Personalverantwortlichen den Eindruck erwecken: „Diese/r Kandidat/in passt gut zu uns“.

Ich möchte meinen Arbeitgeber wechseln. Wie kann ich das im Bewerbungsschreiben am besten erklären?

Ganz wichtig ist es, hier auf eine positive Formulierung zu setzen. Zum Beispiel kannst du dafür folgende Gründe angeben:

  • Suche nach Entwicklungsmöglichkeiten
  • fehlende Aufstiegschancen
  • Suche nach zusätzlichen oder neuen Tätigkeitsfeldern
  • Wunsch nach einer neuen Perspektive
  • Suche nach mehr Verantwortung
  • Aus Umzugsgründen – zum Beispiel Hochzeit

Fazit

Das Bewerbungsschreiben stellt für die meisten eine Hürde dar. Mehr Zeit dafür zu investieren, zahlt sich aus. Nimm dir ausreichend Zeit und recherchiere über den potenziellen Arbeitgeber. Im Bewerbungsschreiben einen Bezug zum Unternehmen herzustellen, ist ein guter Tipp, um sich ideal zu präsentieren. Mit unserenTipps bist du für dein nächstes Bewerbungsschreiben bestens gerüstet. Gutes Gelingen und viel Erfolg im Bewerbungsprozess.

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Neujahrsvorsatz neuer Job? Alles zum Thema Jobsuche

Du bekommst das Gruseln, wenn du an deine aktuelle Arbeitsstelle denkst. Am Sonntagabend gehst du regelmäßig mit Bauchweh schlafen und hoffst insgeheim, erst freitags, pünktlich zum Wochenendbeginn, wieder aufzuwachen? Ich sag es dir ja nur ungern, aber es ist höchste Zeit für eine berufliche Neuorientierung. Wir geben dir ein paar Tipps für deine Jobsuche.

Hier bekommst du:

Neuer Job, neues Glück

Bald kannst du den Jobfrust des alten Jahres getrost hinter dir lassen. Wir verraten dir die 7 wichtigsten Tipps, wenn du dich auf Jobsuche begibst:

Schritt 1: Bestandsaufnahme – was passt (nicht)?

Was stört dich? Die Frage mag auf den ersten Blick banal klingen. Dennoch solltest du deine Jobsuche mit ihr beginnen. Nimm dir ein leeres Blatt Papier und schreib auf, was dir an deiner derzeitigen beruflichen Situation nicht gefällt und wieso du dich verändern möchtest. Was stört dich konkret? Warum hast du dich entschieden, eine neue Arbeit zu suchen? Dann notiere dir auch, was dir derzeit gut gefällt.

Schritt 2: Wunschliste – was will ich? Worauf liegt mein Fokus bei der Jobsuche?

Was willst du eigentlich? Nein, ich meine jetzt nicht vom Leben allgemein. Philosophisch soll es nicht werden. Kannst du dich noch daran erinnern, als du in der Jugend gefragt wurdest, was du einmal beruflich machen möchtest? Was hast du damals geantwortet? Und was machst du jetzt? Notiere dir, welche Wünsche du an einen neuen Job, eine neue Tätigkeit hast. Gibt es Tätigkeiten, einen Arbeitsort oder ein Unternehmen, das bzw. die dich schon länger faszinieren? Überlege dir, was dir Freude macht und schreib es auf. Suche bloß nicht nach „irgendeinem“ Job!

Schritt 3: Selbstwahrnehmung – wie bin ich?

Der Stellenmarkt kann je nach Branche hart umkämpft sein. Umso wichtiger ist es, dass du dich und deine beruflichen Stärken und Schwächen gut kennst. So kannst du realistisch einschätzen, ob eine Stellenausschreibung auf dich und deine Fähigkeiten passt. Frage vertraute Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, wie sie dich beschreiben würden. Überlege selbst, was dir im Arbeitsalltag besonders leicht von der Hand geht und was dich nach wie vor herausfordert.

Schritt 4: Profilschärfe – wie präsentiere ich mich bei der Jobsuche?

Noch bevor du konkret nach offenen Stellen Ausschau hältst, solltest du einen kritischen Blick auf  deine Social-Media-Profile werfen. Bist du sicher, dass du nichts Unpassendes veröffentlicht hast? Die verwackelten Partyfotos von dir im Hamsterkostüm solltest du lieber löschen! Nimm dir Zeit, um deine Profile auf den neuesten Stand zu bringen, aktualisiere deinen Lebenslauf.

Schritt 5: Stellenmarkt – welche Portale nutze ich bei der Jobsuche

Offene Stellen findest du je nach Branche entweder wie Sand am Meer oder du musst gefühlt mit der Lupe nach ihnen suchen. Bedenke: Viele Unternehmen veröffentlichen bewusst keine Stellenanzeigen in allseits bekannten Jobportalen oder Medien, sondern nur in brancheninternen. Es lohnt sich also für dich, wenn du dich zuerst schlau machst. Welche brancheninternen Medien und Plattformen gibt es?

Einige Firmen stellen neue Jobangebote zudem nur auf ihre eigene Website. So können sie sicher sein, dass sich nur Bewerber/innen melden, die ernsthaftes Interesse am Unternehmen mitbringen. Das bedeutet für dich, dass du regelmäßig Unternehmensseiten abgrasen solltest, die dich besonders interessieren. Tipp: Initiativbewerbungen von motivierten Bewerber/innen sind meist gern gesehen.

Die verschieden online Jobbörse eigenen sich auch sehr gut für die Jobsuche. Denn dort hast du eine große Auswahl an verschiedenen Unternehmen und Positionen. Oft entdeckt man hier Jobs, von denen man nie gedacht hätte, das sie einen interessieren würden. Auch auf Social Media Plattformen wie LinkedIn, Xing oder Facebook kannst du nach Jobs suchen. Wichtig ist allerdings, dass du dich nicht nur auf ein Medium beschränkst.

Überleg dir auch zu Netzwerken. Denn das Netzwerken ist ein wichtiger Bestandteil bei des Arbeitsalltags und kann dir auch bei der Jobsuche helfen.

Schritt 6: Jobangebote – wie lese ich ein Stelleninserat richtig?

Lies Jobanzeigen genau durch und entscheide in Ruhe, ob die darin angegebenen Tätigkeiten für dich in Frage kommen. Weniger ist mehr! Sortiere genau aus, wo die Rahmenbedingungen für dich passen und investiere Zeit, um deine Bewerbung an die Stellenausschreibung anzupassen. Produziere keine Bewerbungen am Fließband!

Recherchiere über das Unternehmen: Welchen Eindruck macht es auf dich? Gibt es vielleicht Online-Bewertungen, die du als Hilfe heranziehen kannst? Sei kritisch, aber schließe ein Unternehmen nicht von vornherein aus, nur weil es beispielsweise in einer Branche tätig ist, die dich bisher nicht interessiert hat. Sei neugierig! Wenn dir die Arbeitsaufgaben wirklich gut gefallen, sende deine Bewerbungsunterlagen ab. Während eines Bewerbungsgesprächs kannst du dir einen weit aussagekräftigeren Eindruck von der Firma verschaffen, als durch eine Jobanzeige.

Schritt 7: Motivation – wie bleibe ich bei der Jobsuche positiv?

Eine neue Arbeit zu suchen und am Ende auch zu finden, kann oft länger dauern als geplant. Dennoch solltest du deinen Mut nicht verlieren und weiterhin Durchhaltevermögen beweisen. Denk dran: Jeden Tag werden neue Jobs am Stellenmarkt veröffentlicht. Und vergiss nicht Erholungspausen in deine Jobsuche zu integrieren! Tausche dich mit Bekannten aus und hol dir eine Extraportion Balsam für die Seele von Freunden und Familie für dein Selbstwertgefühl ab.

Vielleicht bist du während der Arbeitssuche auch zur Erkenntnis gelangt, dass dir noch entscheidende Qualifikationen für deinen Traumjob fehlen? Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt, dir selbst langgehegte Ausbildungswünsche zu erfüllen. Nimm eine Bildungsberatung in Anspruch und lote deine Möglichkeiten aus. Fragen kostet nichts und öffnet dir für deine berufliche Zukunft immer wieder weitere Türen.

 

Jobsuche

 

Checkliste für die Jobsuche

Hier haben wir die wichtigsten Punkte bei der Jobsuche nochmal zusammengefasst:

  • Verschiedene Medien nutzen
  • Welche Art der Bewerbung ist gewünscht?
  • Professionelle E-Mail-Adresse verwenden
  • Betreff überprüfen
  • Unterlagen kontrollieren
  • Im richtigen Format übermitteln
  • Korrektur lesen (lassen)

Verschiedene Medien nutzen

Nutzte für deine Jobsuche nie nur ein Medium. Der Mix macht es aus. Suche stets auf verschiedenen Plattformen. Zum einen kannst du unterschiedliche online Jobbörsen verwenden. Aber auch die Firmenhomepages sowie Fachmedien solltest du in deine Suche miteinbeziehen. Oft werden offene Stellen nämlich nicht auf Jobplattformen inseriert.

Form der Bewerbung

Hast du eine interessante Stelle gefunden? Dann solltest du als nächstes herausfinden, in welcher Form die Bewerbung gewünscht ist. Wenn du diese Information nicht in der Stellenanzeige findest, kannst du das auf der Homepage nachschauen. Solltest du auch dort nichts finden, kann auch ein Anruf bei der Personalabteilung hilfreich sein.

E-Mail-Adresse

Achte auch immer auf deine E-Mail-Adresse. Diese besteht im besten Fall aus Vornamen und Nachname. Zumindest der Nachname sollte immer ausgeschrieben sein. E-Mail-Adressen, wie zum Beispiel: fifamaxi@gmx.at oder max16@gmx.at, strahlen keine Seriosität aus.

Betreff

Beim Betreff achte am besten darauf, dass dieser immer mit der Betreffzeile aus dem Anschreiben übereinstimmt. Zumindest sollte immer das Wort ‚Bewerbung‘ im Betreff vorkommen.

Kontrolle

Bevor du deine Bewerbung abschickst, solltest du deine Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit überprüfen. Kontrolliere, ob das Anschreiben, der Lebenslauf und die relevanten Zeugnisse dabei sind. Lies am besten noch einmal die Stellenanzeige durch, bevor du dich vergewisserst, dass du keine geforderten Unterlagen vergessen hast.

Format

Normalerweise werden die Bewerbungsunterlagen als PDF verschickt. Dabei sollte die Größe von 2 MB nicht überschritten werden. Versichere dich aber am besten noch einmal, ob in der Stellenanzeige nicht ein anderes Format gefordert wird.

Korrekturlesen

Rechtschreib- und Grammatikfehler haben in den Bewerbungsunterlagen nichts verloren. Daher ist es immer besser, wenn du deine Bewerbungsunterlagen Korrektur lesen lässt.

 

Wenn du schon die Fitnesswelt 2020 aller Voraussicht nach (wieder) nicht eroberst, mit unseren 7 wichtigsten Tipps für die Jobsuche und der kleinen Checkliste wirst du zumindest in der Arbeitswelt erfolgreich durchstarten. Alles Gute für deine Jobsuche!

 

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