Onboarding Tipps

Onboarding Checkliste: So gelingt der Raketenstart

Das Onboarding ist vergleichbar mit einer Flugreise. Stellen Sie sich vor: Sie kommen voller Vorfreude am Flughafen an – dort bekommen Sie aber keinerlei Hilfe. Keine freundliche Dame am Check-In, keine Schilder oder Wegweiser, kein Bordpersonal, nichts. Sie würden sich verloren und vergessen fühlen.

25 % der neuen Mitarbeiter/innen verlassen das Unternehmen nach dem ersten Jahr

Kommt es in der frühen Phase zu Pannen, drohen Frust und Motivationsverlust auf Seiten des/r Angestellten. Nicht selten kündigen Neuangestellte wegen schlechten oder nicht vorhandenen Onboarding-Programmen. Was bleibt sind erneuter finanzieller und zeitlicher Aufwand für die Mitarbeitersuche. Beschäftigen Sie sich also mit Onboarding-Maßnahmen – es zahlt sich definitiv aus!


Den ersten Tag richtig nutzen

Am ersten Tag geht es um viel mehr als um den vorhandenen Arbeitsplatz. Es gilt: Der erste Eindruck zählt! Dabei sollte man alle Bereiche des neuen Arbeitsumfeldes beachten, fachlich, sozial wie kulturell.

Buddy-Methode, um neue Mitarbeiter/innen zu integrieren

Gut bewährt ist die „Buddy“-Methode. Dabei bekommen neuen Mitarbeiter/innen eine Ansprechperson, einen „Buddy“. Dieser ist für die Vermittlung der gelebten Unternehmenskultur, das Eingliedern in Teams und das Kollegentum verantwortlich. So fühlt sich der/die neue Angestellte von Anfang an gut aufgehoben und integriert. Wichtig ist, dass der Pate das auch gerne und freiwillig tut und die notwendige Zeit dafür bekommt. Auch eine gut gestaltete Eintrittsmappe mit hilfreichen Infos kann den Start erleichtern.

Onboarding Checkliste

Für HR-Verantwortliche sowie für Führungskräfte haben wir eine Checkliste für den ersten Arbeitstag und die folgenden Wochen ausgearbeitet:

  • Hilfreiche Unterlagen erstellen, z. B. eine Eintrittsmappe
  • Arbeitsplatz vorbereiten
  • Buddy organisieren
  • Begrüßung und Vorstellung organisieren
  • Feedbackgespräch

Eintrittsmappe: Unterlagen und Arbeitsplatz

Senden Sie dem neuen Arbeitskollegen schon vor seinem Einstieg Informationen zu, wie Leitbilder, Unternehmensbroschüren, Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung etc. Somit kann er sich einstimmen und vorbereiten. Klären Sie am ersten Tag dann offene Fragen und besprechen Sie den Einarbeitungsplan sowie den Arbeitsplatz.

Onboarding Buddy: Ansprechpartner für neue Mitarbeiter/innen

Teilen Sie jedem Neuling einen Buddy zu, also eine/n bestehende/n Mitarbeiter/in, der für die Eingliederung hauptverantwortlich ist. So sind alltägliche Fragen (wie über die Kantine, Pausen, Verantwortlichkeiten etc.), die Vorstellung von Kollegen und Kolleginnen und Ähnliches abgehakt.

Begrüßung der neuen Mitarbeiter/innen

Führungskräfte sollten sich am ersten Arbeitstag die Zeit nehmen, um persönlich „Hallo“ zusagen und die wichtigsten Arbeitsbereiche und Kollegen und Kolleginnen zu zeigen. Dazu gehört auch, gegenseitige Erwartungen abzugleichen (wenn das nicht schon im Bewerbungsprozess abgedeckt wurde) sowie die nächsten Schritte zu besprechen. Auch die anderen Mitarbeiter/innen sollten bereits im Vorhinein über die Neuankunft informiert werden, damit auch diese sich vorstellen.

Feedbackgespräche im Onboarding Prozess

Vor allem im ersten Monat ist es wichtig, den/die Mitarbeiter/in Schritt für Schritt in den Verantwortungsbereich einzuführen und dabei regelmäßige Feedbackgespräche einzuplanen. Denn nur wer das Gefühl hat, dass er gehört und verstanden wird, fühlt sich wohl und entwickelt eine gesunde Arbeitsmotivation.

Ganzheitliches Unternehmen

In den ersten Monaten sollen nicht nur der eigene Arbeitsbereich, sondern auch andere Bereiche und unternehmerische Zusammenhänge kennengelernt werden. Binden Sie neue Mitarbeiter/innen in bereichsübergreifende Projekte ein, organisieren Sie Schnupper-Tage in anderen Abteilungen oder nehmen Sie ihn mit zu abteilungsübergreifenden Meetings.